Taschenbuch “Ein kleines Trauer-Brevier”

6,86 

Gedanken, Gedichte und Tröstliches

Beschreibung

27 Seiten

Textauszug…


Natürlich tut es weh.

So weh, dass ich am Morgen unfassbar müde ohne eine einzige Träne weine. Dann glaube ich plötzlich: Jetzt kann ich damit umgehen, dich verloren zu haben. Umso härter trifft mich gleich darauf die Einsamkeit. Ich will mich nicht mit dem Leben arrangieren, wenn ich dich nicht anfassen, hören, sehen und riechen kann.

So weh, dass ich am Morgen unfassbar müde ohne eine einzige Träne weine. Dann glaube ich plötzlich: Jetzt kann ich damit umgehen, dich verloren zu haben. Umso härter trifft mich gleich darauf die Einsamkeit. Ich will mich nicht mit dem Leben arrangieren, wenn ich dich nicht anfassen, hören, sehen und riechen kann.

Ich versuche einfach, mir vorzustellen, du wärst im Urlaub und kommst bald wieder. Es darf ruhig auch etwas länger dauern, mache ich eben deinen Teil meines Lebens mit. Aber ich bin ein miserabler Lügner, selbst mir gegenüber. Und ich vermisse dich so sehr.

Ich will, brauche und nehme mir Zeit für meine Trauer. Die haben wir uns verdient. Ich nehme ganz langsam traurig Abschied von dir. Ich fühle dabei lächelnd, dass ich dich nicht verliere. Und vielleicht, nein: sicher tut es dann nicht mehr ganz so weh.