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	<title>BUSINESSgeschichten Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>BUSINESSgeschichten Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Warum ich so ungeheuer gelassen und souverän bin</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/warum-ich-so-ungeheuer-gelassen-und-souveraen-bin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 15:18:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Seminar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Schlafen Sie einfach mal eine Nacht drüber, dann geht Ihnen die Präsentation ganz locker von der Hand.“ Das hat der Coach vor wenigen Stunden zu mir gesagt. Jetzt sitze ich hier, alleine im Hotelzimmer. Sie müssen wissen: Ich hatte mich nach vielen Jahren mal wieder für ein zweitägiges Seminar angemeldet.&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/warum-ich-so-ungeheuer-gelassen-und-souveraen-bin/">Warum ich so ungeheuer gelassen und souverän bin</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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<p>„Schlafen Sie einfach mal eine Nacht drüber, dann geht Ihnen die Präsentation ganz locker von der Hand.“ Das hat der Coach vor wenigen Stunden zu mir gesagt. Jetzt sitze ich hier, alleine im Hotelzimmer.</p>



<p>Sie müssen wissen: Ich hatte mich nach vielen Jahren mal wieder für ein zweitägiges Seminar angemeldet. Ich dachte, es wäre an der Zeit – und weil es vor allem meine Ungeduld ist, die mir viel zu oft das Leben schwer macht, hatte ich mir folgerichtig ein Seminar mit dem Titel „Mehr Gelassenheit im Beruf“ ausgesucht.</p>



<p>Ja, und deshalb muss ich bis morgen eine Präsentation zu einem mir zugeteilten Thema ausarbeiten, das da lautet: „Warum ich heute so ungeheuer gelassen und souverän bin.“</p>



<p>Der Clou dabei: Die Präsentation soll witzig sein. So will es der Coach.</p>



<p>„Warum ich heute so ungeheuer gelassen und souverän bin.“ Witzig dargeboten. Journalisten nennen das „Glosse“. Dazu dröhnen in meinem Kleinhirn die in Stein gemeißelten Präsentations-Gesetze: Fasse Dich kurz!</p>



<p>Komm endlich zum Punkt!</p>



<p>Einen Moment, gleich passiert es.</p>



<p>In einer Präsentation haben Ausschweifungen keinen Platz!</p>



<p>Das weiß doch jeder, oder?</p>



<p>Wer klar schreibt, der denkt auch klar!</p>



<p>Alles klar?</p>



<p>Vorhin noch, als die Inspiration den Frottee-Schlafanzug übergestreift und die Kreativität das aufreizende Abendkleid abgelegt hatte, war sie da: die Idee! Es war kein primitiver Gedanke, es war eine Erscheinung!</p>



<p>Eine Präsentation, die nur einmal in den mir absolut unergründlichen Gehirnwindungen geboren wird. Eine Idee, die den Ruhm (und den Rum) über mehrere Generationen sichert; eine Idee also, die den angestrebten Ruhe-Rum-Ruhm-Platz in der Rente schon heute rechtens sein lässt: Originell und anregend am Anfang, erheiternd und überraschend im Mittelteil, der wiederum dramaturgisch ungewöhnlich, aber spannend einmündet in die Schlusspointe, die man nur noch als Sensation bezeichnen kann.</p>



<p>Jetzt ist sie weg, die Idee. Und kommt nicht wieder. Trotz intensiver Bemühungen. Alle Versuche, den Geniestreich meines Lebens wieder in die Gehirnrinde zu locken, scheitern. Ein paar Schritte durchs Hotelzimmer helfen wenig. Ebenso zwecklos sind die fünf Meditationsübungen der Tibeter und eine eilig durchgeführte Bachblütentherapie.</p>



<p>Ich habe sogar den Zimmerservice damit überrascht, dass ich den Müll zur Tonne gebracht habe, weil der in größter Verzweiflung konsultierte, sehr teure und sehr virtuelle Motivationspsychologe empfohlen hatte, hinderlichen Ballast auch ganz real zu entfernen.</p>



<p>„Warum ich heute so ungeheuer gelassen und souverän bin.“ Langsam wird das Zeitfenster eng. Schnell noch ein kleines Bierchen. Die nette Dame unten an der Hotel-Bar hat mir auf Nachfrage sofort bestätigt, dass ich schon aus fünf Metern Entfernung den Eindruck einer absolut gelassenen Persönlichkeit mache.</p>



<p>Leider wollte die Dame nicht als meine Muse mit aufs Zimmer kommen. Ich kenne das. Als gelassener und souveräner Mensch ist man oft einsam. Die Mini-Bar ist gerade mein bester Freund.</p>



<p>Apropos Freund – ich rufe Markus an, meinen besten Freund. Der ist um diese Zeit zwar nicht mehr wach, aber vor vielen Jahren hatten wir uns geschworen, in Krisen immer füreinander da zu sein.</p>



<p>Überraschenderweise interpretieren wir beide den Begriff „Krisen“ offensichtlich unterschiedlich. Und eine Präsentation gehört seiner Meinung nach Definition nicht dazu. Da er aber schon mal wach ist, könne er sich mein Problem – allerdings mit dem ungehalten-liebevollen Hinweis, dass ich ein „riesen Depp“ und ein „Kasperlkopf, ein selbergeschnitzter“ bin – auch anhören.</p>



<p>Als ich ihm jedoch das Thema meines Vortrags verrate, bricht er in schallendes Gelächter aus: „Du gelassen und souverän? Vergiss es!“ Und mit einem „Such Dir ein anderes Thema aus“ legt er einfach auf. Das regt mich kurz ungeheuer auf und bringt mich gleich darauf der Lösung näher. Ich werde morgen dem Coach mal so richtig meine Meinung geigen&#8230; und dabei vielleicht nicht völlig gelassen, aber sehr souverän sein.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


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		<title>Die Zeit-Optimierer und die Pünktlichkeit</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/die-zeit-optimierer-und-die-puenktlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2020 18:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Gemütlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Pünktlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe noch nie einen Bus verpasst, einen Zug schon gar nicht. Geschweige denn ein Flugzeug. Ich kam auch noch nie zu spät zu einem beruflichen Termin. Und dabei gehöre ich zu den Menschen, die nicht die Abfahrtszeiten ihrer U-Bahn kennen und auch nicht die genaue Einstiegsposition. Ich wusste selbst&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe noch nie einen Bus verpasst, einen Zug schon gar nicht. Geschweige denn ein Flugzeug. Ich kam auch noch nie zu spät zu einem beruflichen Termin.</p>
<p>Und dabei gehöre ich zu den Menschen, die nicht die Abfahrtszeiten ihrer U-Bahn kennen und auch nicht die genaue Einstiegsposition. Ich wusste selbst nach acht Jahren nicht, dass man in München an der Haltestelle „Kreiller Straße“ am besten genau 45 Meter hinter der Fahrerkabine einsteigt um zwei Stationen weiter am „Innsbrucker Ring“ den perfekten Umsteige-Platz zur U5 zu besitzen.</p>
<p>Und erst ganz am Ende meiner zwölfjährigen Zeit in der bayerischen Hauptstadt wurde mir gesagt, dass ich vom Ostbahnhof zum Weißenburger Platz zu Fuß genau 4 Minuten und 53 Sekunden benötige – sofern mir keiner im Wege steht, ich mich im leidlich trainierten Zustand befinde und keine Blasen an den Füßen habe.</p>
<p>„Just in time.“ Das ist nicht nur Englisch, das ist mir auch fremd.</p>
<p>Diese Unkenntnis wiederum erschließt mir ungeheure Zeitpotentiale. Wenn ich zum Beispiel traditionell 9 Minuten und 57 Sekunden auf die nächste U-Bahn warte. Wenn ich orientierungslos wieder einmal Umwege laufe oder eine Stunde zu früh zu einem Termin erscheine und mich dann an Hausmauern entlang drücken muss. Wenn ich auf Flughäfen mindestens vier Stunden vor dem Check-in vor Ort bin, weil man weiß ja nie…</p>
<p>Dagegen drängt die langjährige Erfahrung durchaus den Verdacht auf, dass Zeit-Optimierer gerne mal zu spät kommen. Seltsam, oder?</p>
<p><strong>Es scheint, die ganze Welt geht unter dem Optimierungs-Joch in die Knie!</strong></p>
<p>Ich nicht. Im Gegenteil. Mein Leben ist nicht optimiert. Und wird es auch nie sein, Barrierefreiheit hin oder her. Ich „zicke“ sogar richtiggehend, sobald irgendwer mich oder mein Leben optimieren will. Mit meinem besten Freund streite ich noch heute, wenn ich in unserem Heimatort nicht den kürzesten Weg von A nach B nehmen will – einfach, weil mir der andere besser gefällt.</p>
<p>Bei gemeinsamen Motorradausfahrten wusste ich nie, wie viele Kilometer ich noch fahren konnte. Ich tankte einfach immer, wenn sich die Gelegenheit bot – und grinste wenig später, wenn die Tank-optimierten Biker-Freunde mitten im Niemandsland ohne Sprit stehen blieben.</p>
<p>Der verzweifelte Kollege, der am PC jede optimierte F-Tastenkombinationen kennt, die Ehefrau, die zur Erleichterung der Hausarbeit manche Gerätschaft teuer erworben hat, oder all die Supermarkt-Kassiererinnen, die mich beharrlich nach irgendwelchen „Karten“ fragen – sie alle wollen nicht verstehen, dass ich das Zeug nicht brauche. Geschweige denn finden würde, wenn ich es mal brauchen sollte. Ja, selbst die automatische Zeichenkorrektur des Handys verweigere ich.</p>
<p>Es bringt ja nichts, wenn ich schneller schreiben, laufen oder arbeiten könnte. Ich kann deshalb nämlich nicht schneller denken, nicht besser schauen oder auch nicht mich gemütlicher langweilen. Statt viel Geld in eine vollautomatische Gartensprenganlage auszugeben, trage ich deshalb lieber meine Gießkannen mühsam, aber entspannt zu den Beeten und freue mich an den Schmetterlingen.</p>
<p>Oder ich denke auch mal an gar nichts. Das schafft unglaublichen Raum zum Träumen. Das Leben ist nämlich schön und spannend. Auch so.</p>
<p>(Foto) Meine Großeltern wussten sehr gut, wie sie ihre Zeit nutzen konnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Ich biete: Keine Ideen!</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/ich-biete-keine-ideen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:43:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und was machen Sie eigentlich so? Wie positionieren Sie sich im Wettbewerb? Welchen USP haben Sie für Kunden? Auch wenn ich mittlerweile weiß, was USP heißt, traf mich die beiläufig gestellte Frage beim Small-Talk am Rande eines Kunden-Events mitten in meinen Markenkern hinein. Was mache ich, was kann ich, wer&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Und was machen Sie eigentlich so? Wie positionieren Sie sich im Wettbewerb? Welchen USP haben Sie für Kunden?</p>
<p>Auch wenn ich mittlerweile weiß, was USP heißt, traf mich die beiläufig gestellte Frage beim Small-Talk am Rande eines Kunden-Events mitten in meinen Markenkern hinein. Was mache ich, was kann ich, wer bin ich? Und was habe ich zu bieten?</p>
<p>Beim nächtlichen Durchforsten der Profile meiner XING-Kontakte, das ich nach dem Kunden-Event kurzerhand zu Recherchezwecken startete, entdeckte ich schon bald den kleinsten gemeinsamen Nenner in der Kategorie „Ich biete“: Es sind die …. Ideen! Alle bieten ihre Ideen an! Jeden Tag für jeden Kunden eine neue Idee – und wenn es sein muss, auch mal zwei. Und dabei sind alle selbstverständlich unheimlich kreativ.</p>
<p>Ich bin nicht kreativ. Ich bin häufig müde, viel zu selten satt, aber nicht kreativ. Besonders, wenn ein Brainstorming droht: Mehrere Leute auf der verzweifelten Suche nach guten Ideen – leidlich getarnt als kreativ-fröhlicher „Hey, sind wir heute wieder toll“-Tanz. Für mich ist diese „Hirn-Stürmerei“ die Pest.</p>
<p>Wenn es hier wirklich mal eine gute Idee geben sollte, dann wird sie geklaut, in einem kollektiven Akt der geistigen Selbstbefriedigung verdorben oder stirbt unschuldig im Machtkampf beliebiger Eitelkeiten. Zum Glück gibt es dazu meistens Kekse, die ich … aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Jeder hat Ideen. Und weil jeder Ideen hat, macht keiner mehr bei den Ideen des anderen mit. Das ist ein Problem. Ich selbst würde ja gerne mein Scherflein zu den vielen Ideen beitragen, die ich unterstützen soll (als Texter wird man sehr gerne gefragt), allerdings: Ich habe selbst so viele Ideen, dass ich kaum mehr rumkomme.</p>
<p>Abgesehen davon misstraue ich den Versprechen der Ideengeber, dass ich anfangs umsonst arbeiten muss, dafür aber später immens reich werde.</p>
<p>Ich schreibe gerne Geschichten. Aber was macht man, wenn die Idee dazu fehlt? Nun, man kann genau darüber schreiben. Oder haben Sie eine andere Idee?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Das Misstrauen bleibt</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/das-misstrauen-bleibt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:41:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Misstrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstverständlich lese ich Bücher, die mich erfolgreich, reich, gesund und glücklich machen. Die mir innere Zufriedenheit und eine Top-Figur garantieren. Die in den einschlägigen Listen bei „Bestseller Sachbuch“ die ersten zehn Plätze belegen und die ausnahmslos von erfolgreichen, reichen, zufriedenen und glücklichen Menschen mit Top-Figur und strahlend weißen Zähnen geschrieben&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstverständlich lese ich Bücher, die mich erfolgreich, reich, gesund und glücklich machen. Die mir innere Zufriedenheit und eine Top-Figur garantieren. Die in den einschlägigen Listen bei „Bestseller Sachbuch“ die ersten zehn Plätze belegen und die ausnahmslos von erfolgreichen, reichen, zufriedenen und glücklichen Menschen mit Top-Figur und strahlend weißen Zähnen geschrieben worden sind.</p>
<p>Ob sein Leben vereinfachen, sieben Wege zur Effektivität gehen, in drei Jahren Millionär werden oder ohne Hungern sein Traumgewicht erreichen – jeder Autor hat unzählige Beispiele parat, wie er mit seinem „Stein des Weisen“ glücklichen Lesern helfen konnte. Und manchmal war es auch nur eine geschickt verpackte Bitte ans Universum, die eine bis dahin unbekannte, aber stinkend reiche Erb-Tante aus Amerika auftauchen ließ.</p>
<p>Die Erfolgsquoten liegen IMMER zwischen 90 und 95 Prozent; dumm nur, dass ich IMMER zu den 5 bis 10 Prozent der unglücklichen Leser gehöre. Nur einmal waren Buchlektüre und Erfolg zeitlich nah beieinander, doch eben nicht direkt nacheinander: Ich habe vor zehn Jahren zum Rauchen aufgehört, da hatte ich einfach Glück. Das Buch aber war gut.</p>
<p>Wie überhaupt manche Bücher sehr schlüssig klingen und sich nicht auf den ersten Blick bereits als blanker Humbug erweisen. Häufig denke ich mir sogar: „Das klingt vernünftig, das könnte klappen.“</p>
<p>Doch dann taucht plötzlich in Kapitel 3 die rührende Erzählung vom schüchternen Außenseiter-Sohn mit schlechten Noten, vom dicken Single oder vom verhassten Chef auf. Und diese mutieren IMMER zum sportlichen Einser-Schulsprecher, athletischen Frauenhelden oder gefeierten Menschenfreund-Renditenkönig-Unternehmer!</p>
<p>Mal ehrlich: Eine 2 in Mathe, 5 Kilo weniger oder ein moderates Umsatzwachstum hätten es für mich auch getan.</p>
<p>Solche Superlative machen misstrauisch, denn das ist nicht das Leben, wie ich es kenne. Vielmehr lehrt die Erfahrung, dass es eigentlich nur drei Wege gibt, ein Ziel zu erreichen: Disziplin, Talent oder ungeheures Massel.</p>
<p>Allerdings gibt es auch wieder Bücher, die meinen, man sollte keine Ziele verfolgen und unnötige Anstrengungen einfach sein lassen. Tatsächlich erscheint täglich zu jeder Entscheidung, die man fällt oder auch nicht, das passende Buch dazu.</p>
<p>Kurzum, es ist und bleibt schwierig. Mit Büchern und der Frage, wie man erfolgreich, reich, schlank und glücklich wird. Und on man das überhaupt wollen soll.</p>
<p>Im Übrigen ist das Leben tödlich. Vielleicht hilf das ja weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<item>
		<title>Im Strudel der Werbemittel</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/im-strudel-der-werbemittel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In eigener Sache: Vor Ihnen liegt ein Werbemittel. Wir bitten um Aufmerksamkeit. Das Leben ist eigentlich verwirrend genug, doch das leidige Hin und Her von Angebot und Nachfrage macht vor keiner dunklen Ecke des Alltags halt und produziert quasi vom Fließband noch vor der Nachfrage ein Angebot, das vor allem&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>In eigener Sache: Vor Ihnen liegt ein Werbemittel. Wir bitten um Aufmerksamkeit.</em></p>
<p>Das Leben ist eigentlich verwirrend genug, doch das leidige Hin und Her von Angebot und Nachfrage macht vor keiner dunklen Ecke des Alltags halt und produziert quasi vom Fließband noch vor der Nachfrage ein Angebot, das vor allem eines tut: Es verstört und …</p>
<p>…es macht gierig. Und zwar so richtig.</p>
<p>Und während Sie diese Zeilen lesen, halten Sie wahrscheinlich einen geschenkten Kugelschreiber in der Hand, trinken aus einem geschenkten Kaffeebecher, schieben die Computer-Maus auf einem geschenkten Mouse-Pad und naschen an Gummibärchen, selbstverständlich ebenfalls geschenkt. Die geschenkte Kerze am Fensterbrett haben Sie mit geschenktem Feuerzeug oder geschenkten Streichhölzern angezündet. Und wenn sie ihn vergessen haben sollten, hängt noch das geschenkte Schlüsselband um ihren Hals.</p>
<p>Den Ursprung aller Werbemittel, und um die geht es in den folgenden Betrachtungen, ist in der zutiefst menschlichen Eigenart und im so häufigen, so genannten „Freibiergesicht“ zu finden. Wenn es etwas kostenlos gibt, ist das Begehren übermächtig.</p>
<p>T-Shirts, Nähgarn, Krawatten, USB-Sticks, Nüsschen, Pflaster-Sets, Trinkflaschen, Anti-Stressbälle, Maßband, Taschenlampe, Flaschenöffner und viele Kugelschreiber – es gibt nichts, was nicht zum Werbemittel taugt.</p>
<p>Werbemittel bringen Farbe ins Leben, denn: Werbemittel sind bunt, sie müssen nämlich auffallen. Dazu gehören ansprechender Schriftzug, ein hübsches Logo (natürlich alles im Corporate Design) und, wenn Platz ist, noch ein hübsches Bild. Je mehr das Design dem gängigen Zeitgeist entspricht (und vielleicht nebenbei auch höhere Werthaftigkeit markiert), desto größer sind die Aufmerksamkeit – und logischerweise die Verbreitung.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Beobachtung am Rande: Auf ein Werbemittel wartet man vergeblich bei bekannt knausrigen Branchen wie Ärzten und Lehrern.</em></p>
<p>Besonders originell wird es im Wahlkampf, wenn die Parteien tief in die Ideenkiste der Werbemittel greifen. Denn abgesehen von den obligatorischen Kugelschreibern und Feuerzeugen sind nun Präsente mit maximaler Aussagekraft gefragt. Da mutiert der Paprika-Samen zum Garanten einer feurigen Politik und verspricht das frisch gezogene Veilchen für das richtig gesetzte Kreuzchen eine blühende Zukunft. Regenschirme beschützen vor dem Unheil anderer Parteien, Notizblöcke dienen zum Aufschreiben von Bürgeranliegen … und so weiter und so fort.</p>
<p>Man sollte bei Verwendung eines Werbemittels nur achtgeben, einem SPD-Abgeordneten nicht mit einem CDU-Feuerzeug die Zigarette anzuzünden oder aber in der DAK-Geschäftsstelle einen AOK-Notizblock aus der Tasche zu ziehen.</p>
<p>Ich mag Werbemittel. Aus dreierlei Gründen. Zuallererst verliere ich ständig Kugelschreiber und Feuerzeuge und da trifft es sich gut, dass der Nachschub gesichert ist. Zweitens bekomme ich Dinge (Stressball, Power-Bank, Trinkflasche etc.), die ich mir selbst nie kaufen würde, die mir aber Spaß machen.</p>
<p>Und schließlich sind meine Geschichten ja selbst als Werbemittel-Beiwerk im Einsatz. Meine Hoffnung: Je mehr sie verbreitet werden, desto bunter wird es.</p>
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		<title>Floskeln im Meeting – gebt mir mehr!</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/floskeln-im-meeting-gebt-mir-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Floskeln]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Meeting]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer an einem Meeting, das früher „Besprechung“ hieß, teilnimmt, weiß: Nirgendwo wird Zeit in solchen Maßen vergeudet wie bei solchen Gelegenheiten. Nicht nur, dass jeder frei nach Karl Valentins „Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!“ etwas sagen will – auch die Diskrepanz zwischen Gesagtem und Gemeintem&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer an einem Meeting, das früher „Besprechung“ hieß, teilnimmt, weiß: Nirgendwo wird Zeit in solchen Maßen vergeudet wie bei solchen Gelegenheiten. Nicht nur, dass jeder frei nach Karl Valentins „Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!“ etwas sagen will – auch die Diskrepanz zwischen Gesagtem und Gemeintem ist kaum höher als in einem Meeting.</p>
<p>Meeting heißt immer auch: Wir haben reichlich Zeit und Platz für Allgemeinplätze und Floskeln. Was sie auf dem „doppelten Boden“ der Kommunikation bedeuten, ist dabei immer spannender als der meist inhaltslose Satz selbst. Sehen wir uns dazu einfach ein paar Beispiele an.</p>
<p><em><strong>Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen.</strong><br />
</em>Auswuchs des verzweifelten Mühens, mit positiven Formulierungen Negatives oder Schwieriges einfach schön zu reden. Dieser Ausruf der „Tschacka-Tschacka-Wir-schaffen-das“-Mentalität macht vor allem den Zweiflern in der Runde ein schlechtes Gewissen. Ein Problem bleibt die Herausforderung trotzdem.</p>
<p><strong><em>Ich habe das jetzt mitgenommen.<br />
</em></strong>Beruhigt alle, dass das Meeting erfolgreich und nicht völlig überflüssig war. Stimmt meistens aber nicht.</p>
<p><em><strong>Fassen wir zusammen.<br />
</strong></em>… und zwar nur das, was mir wichtig erscheint und was ich bei der Verfolgung meiner eigenen Ziele benötige. Dieser Satz ist das mündliche Pendant zum Schreiber an der Flip-Chart, der mit der individuellen Zusammenfassung vor allem eines tut: Er manipuliert.</p>
<p><em><strong>Für uns ändert sich erstmal überhaupt nichts.<br />
</strong></em>Der Satz signalisiert allen Teilnehmern des Meetings WARNSTUFE 1!!!! Natürlich ändert sich bald etwas. Und in der Regel nicht zum Guten.</p>
<p><em><strong>To be discussed.<br />
</strong></em>Nichts anderes als der Versuch des Schwätzers in der Runde, ohne jeglichen Kompetenznachweis das Ruder des Meetings an sich zu reißen bzw. zumindest allen Anwesenden das Gefühl zu geben, dass er es drauf hat. Findet man vorzugsweise bei Agenturchefs &#8211; und funktioniert seltsamerweise.</p>
<p><em><strong>In diesem Meeting wollen wir zu einer finalen Entscheidung kommen.<br />
</strong></em>Eigentlich setzen wir uns nur zusammen, weil wir alle zusammen sehr genau wissen, dass „final“ und „Entscheidung“ eigentlich nichts in einem Meeting zu suchen haben. Heute nicht, morgen nicht und übermorgen auch nur vielleicht.</p>
<p><em><strong>Bitte korrigieren Sie mich!<br />
</strong></em>Aber wehe, Sie tun das wirklich. Ebenso sollten Sie niemals ehrlich sein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.</p>
<p><em><strong>Das ist eine typische Win-Win-Situation.<br />
</strong></em>In solchen Situationen gibt es immer einen Gewinner. Und einen Verlierer, dem vorgegaukelt werden soll, dass er vom Deal auch etwas hat. Zumindest hat er ein gutes Gefühl.</p>
<p><em><strong>So what? What ever!<br />
</strong></em>Wird vor allem vom Ranghöchsten am Meeting-Tisch verwendet. Diese abschätzige Lieblingsfloskel aller Chefs signalisiert vor allem: „Im Gegensatz zu Euch habe ich Ahnung und weiß Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden!“</p>
<p><em><strong>Wir werden die Synergien nutzen.<br />
</strong></em>Sobald uns einer endlich mal sagt, wo sie denn eigentlich sind. Überhaupt sind die „Synergien“ ebenso wie „das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ eines der größten Geheimnisse jeglicher Unternehmenskultur: Für jeden einleuchtend und augenscheinlich nachvollziehbar, fehlt den angeblichen Vorteilen (gerne auch als Mehrwert bezeichnet) in den allermeisten Fällen jegliche bezifferbare Grundlage.</p>
<p><em><strong>Vielen Dank an das gesamte Team!<br />
</strong></em>Na klar, glauben wir sofort. Und wir finden es ganz toll, dass derjenige, der dies sagt, an sein Team denkt &amp; damit unterstreichen will, dass sein Erfolg auch der Erfolg des Teams ist. Zum Glück muss man ja nicht alles wörtlich nehmen.</p>
<p><em><strong>Wir müssen die Aufgabe proaktiv und lösungsorientiert angehen.<br />
</strong></em>Die Frage ist nur: Wer fängt damit an? Und wer kehrt die alten Probleme schnell unter den Tisch?</p>
<p><em><strong>Wir sollten den vorgegebenen Zeithorizont beachten.<br />
</strong></em>Wer dies sagt, wird endlich mal konkret. Denn er will einfach nur wissen, wie lange er den Job vor sich her schieben kann, bis es richtig eng wird.</p>
<p><em><strong>Noch nicht entscheidungsreif. // Wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen. // Wir benötigen noch mehr Informationen. // Wir brauchen eine Evaluation!<br />
</strong></em>Sehr viele Floskeln, die alle das EINE meinen: Wir haben noch nichts geschafft und brauchen ein weiteres Meeting. Und dann noch eins und noch eins….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/floskeln-im-meeting-gebt-mir-mehr/">Floskeln im Meeting – gebt mir mehr!</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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		<title>Die Sechs Gebote des MEETINGMAN</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/die-sechs-gebote-des-meetingman/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Feb 2018 16:29:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Besprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Meeting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ein Besprechungs-Mann. Oder genauer, ich bin THE ONE AND ONLY MEETINGMAN, der Sie an ein paar elementaren Regeln teilhaben lässt! 1. Du sollst mindestens 10 Meetings am Tag haben Eine Besprechung am Tag ist definitiv zu wenig; schon allein, weil man seiner Sekretärin oder Kollegin die Chance nimmt,&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein Besprechungs-Mann. Oder genauer, ich bin THE ONE AND ONLY MEETINGMAN,<br />
der Sie an ein paar elementaren Regeln teilhaben lässt!</p>
<p><strong>1. Du sollst mindestens 10 Meetings am Tag haben</strong></p>
<p>Eine Besprechung am Tag ist definitiv zu wenig; schon allein, weil man seiner Sekretärin oder Kollegin die Chance nimmt, Sie am Telefon zu entschuldigen.</p>
<p>Zur Sollerfüllung empfiehlt sich vor einem Meeting ein Vor-Meeting und davor ein Kurzbriefing anzusetzen – ebenso wie danach effektive Nachbesprechungen in Kleingruppen einzuplanen. Die Telefonkonferenz (von Profis „Telko“ oder „Call“ genannt) bietet zudem internationale Chancen, den Tag besprechend zu gestalten.</p>
<p><strong>2. Du sollst die Kollegen um Dich scharen.</strong></p>
<p>Die Macht der Initiative: Laden Sie zu Meetings ein bzw. lassen Sie von Ihrer Sekretärin dazu einladen. Im Gegenzug dazu lassen Sie einen Mitbewerber, der ähnliche Tricks versucht, erst einmal warten. Sie sorgen anschließend dafür, dass der Chef auch keine Zeit hat – und sagen kurz vor Termin im Namen beider ab.</p>
<p><strong>3. Du sollst für Dein Raumklima sorgen.</strong></p>
<p>Banal, aber in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen: Sorgen Sie dafür, dass die Teilnehmer der Besprechung schwitzen, frieren oder geblendet werden. Natürlich sind Sie auf die geschaffenen, möglichst unwirtlichen Extrembedingungen vorbereitet – und profitieren von der Unkonzentriertheit der anderen.</p>
<p>Übrigens: Raucher zwingen Sie zur Zustimmung, indem Sie nach circa einer Stunde (das Sucht- Intervall des Kettenrauchers) eine wichtige Entscheidung zum Thema machen.</p>
<p><strong>4. Du sollst pünktlich sein.</strong></p>
<p>Für den Chef bedeutet dies: pünktlich 5 Minuten zu spät. Für Nicht-Chefs wie Sie aber 5 Minuten zu früh. Nutzen Sie die kurze Zeit, einen offensichtlich elementaren Satz (z. B. „Wir müssen nachhaltig unsere Innovationskraft in optimierten Prozessen spielen.“) zu platzieren – und alle Spätkommer mit einem ungnädigen Blick zu strafen. Und jedes Mal, wenn in der anschließenden Besprechung das Wort „Innovation“ fällt, nutzen Sie die Gelegenheit für den Hinweis: „Ja, wenn Sie pünktlich gekommen wären.“</p>
<p><strong>5. Du sollst den Stift nicht aus der Hand geben.</strong></p>
<p>Seien Sie der Mann an dem Flip-Chart, seien Sie der Mann mit dem Stift! Kein Mensch wird realisieren, dass Sie in der Diskussion die eine oder andere Aussage nicht aufschreiben bzw. die Begriffe auf einem weißen Blatt Papier in Ihrem Sinne ordnen. Ein geschickter Meetingman wird hier den Grundstein seiner Einflusssphäre legen.</p>
<p><strong>6. Du sollst den „Besprechungsprotokollen“ huldigen.</strong></p>
<p>Nutzen Sie die Gewohnheit der meisten Besprechungsteilnehmer, Protokolle nicht zu lesen. Der versierte Meetingman wird dafür sorgen, dass er die Protokolle schreibt und der Nachwelt ausschließlich seine Kern-Botschaften erhalten bleiben.</p>
<p>Bei späteren Besprechungen muss jeder Kritiker, der anderes als das Geschrieben behauptet, erst einmal erklären, warum er damals keinen Widerspruch eingelegt hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Und mein Chef lächelt.</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/und-mein-chef-laechelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 16:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Büro]]></category>
		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretärin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs. Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs.</p>
<p>Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn ein Business-Diner zu vereinbaren. Mein Chef macht diesen Witz mindestens zweimal täglich. Denn er weiß bis heute nicht, wie man intern verbindet. Und er lächelt dabei.</p>
<p>Seitdem ich bei einer Fortbildung eine Menge über Managementaufgaben und aktive Organisationsunterstützung der Geschäftsführung erfahren habe, hat mein Chef seine Selbstständigkeit endgültig aufgegeben. Den beruflichen Erinnerungsspeicher hat er fast vollständig, dafür nachhaltig gelöscht.</p>
<p>Lächelnd fragt er mich nach dem wichtigen Ordner mit Geschäftsvorgang P, nach seinem verlegten Smart-Phone, nach der Powerpoint-Präsentation des Vormittags, dreißig Mal am Tag nach der Uhrzeit und nach den Namen der Leute, mit denen er gerade ein Meeting hatte.</p>
<p>Dass er mit unserem E-Mail-System aufgrund der von mir akribisch gepflegten Kontakt-Datenbank jede Adresse mit einem Klick in seine E-Mail einfügen kann – diesem Wissen verweigert er sich konsequent. „Ach, liebe Frau Schmidt, Internet und so, das ist nichts für mich.“</p>
<p>Wer Mutter ist, kennt das von seinem Kind: „Ich stelle mich etwas unbeholfen an, da hilft die Mama schon.“ Wenig später kommt das erste Adoptivkind, der eigene Mann. Schließlich folgt der Chef. Genau so habe ich jenem meine Misere erklärt, nachdem er besorgt gemeint hatte, ich sehe abgearbeitet aus. Er hat mir, Aufmerksamkeit heuchelnd, zugehört. Und er hat gelächelt.</p>
<p>Andererseits: Was passiert denn, wenn mein Chef ins tägliche Geschäft eingreift? Wenn er mir helfen, sprich mich strategisch unterstützen will? Kürzlich hat er nicht nur versucht, eigenständig auf unserem Drucker-Multifunktionsgerät eine Kopie zu machen – er hat auch ohne Rücksprache die Meldung „Papierstau“ zum Anlass genommen, die Maschine bis ins letzte Einzelteil zu zerlegen.</p>
<p>Die Schnellreinigung für das von der Druckertrommel verschmutze Sakko habe ich dann organisiert, ebenso wie den technischen Notdienst, der mich nur kopfschüttelnd mit den gemurmelten Worten „Typisch Frau“ fixierte. Mein Chef lächelte zustimmend.</p>
<p>Seit vergangener Worte weiß mein Chef auch, was Z:// bedeutet. Ganz begeistert stürmte er in mein Büro und berichtete von seiner Entdeckung: den zentralen Ablageordner auf unserem internen Server. Hier hatte ich alle Dateien für unseren Geschäftsbereich wohl überlegt und systematisch organisiert.</p>
<p>Sein „Ich habe das mal besser strukturiert, Frau Schmidt“ trieb mich in Bruchteilen einer Sekunde auf Z://, wo ich schnell feststellte: Viel Chaos, aber eine Rettung ist noch möglich. Das Excel-Sheet mit den Projekt- und Kostenplanungen der nächsten drei Monate war allerdings hinüber. „Frau Schmidt, ich habe doch nur ein paar Zellen gelöscht, die mir unwichtig erschienen. Nein, ich weiß nicht mehr, welche. Und was sind Zell-Verknüpfungen?“</p>
<p>Meine eindringliche Bitte, seine Hände von Z:// zu lassen, quittierte er mit einem gnädigen „Na, wenn Sie unbedingt wollen.“</p>
<p><strong>Und mein Chef lächelt.</strong> Dank mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Folgen Sie mir. Bitte!</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/folgen-sie-mir-bitte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 16:24:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Follower]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Bericht von gestern: 238 „echte“ Visits, also Besuche, mit einer Absprungrate von 65,43 Prozent und einer durchschnittlichen Verweildauer von 1 Minute und 34 Sekunden. Außerdem 456 Follower, 67 „Gefällt mir“ und 134 Kontakte, aber nur 20,18 Prozent in unserer Zielgruppe. Das muss besser werden. Genau. Unsere Firma macht jetzt&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Bericht von gestern: 238 „echte“ Visits, also Besuche, mit einer Absprungrate von 65,43 Prozent und einer durchschnittlichen Verweildauer von 1 Minute und 34 Sekunden. Außerdem 456 Follower, 67 „Gefällt mir“ und 134 Kontakte, aber nur 20,18 Prozent in unserer Zielgruppe. Das muss besser werden.</p>
<p>Genau. Unsere Firma macht jetzt in Facebook.</p>
<p>Und in Xing, Twitter, Google+, Linkedin und … ach, was weiß ich, denn jeden Tag kommt ein neues Soziales Netzwerk dazu. Und überall müssen wir dabei sein, sagen die Chefs. Weil damit nicht genug ist, füllen wir neben der Website mittlerweile zwei, nein drei Blogs mit Content (so heißen Bilder und Texte jetzt). <strong>Jeden Tag werden es mehr.</strong></p>
<p>Web 2.0, Affiliate, Flash, AdWords, CPC, URL, Chat, Community, Inbound, SEM, Hashtag, Joomla, Keyword, ORM, Landingpage, PI und noch viele seltsame Begriffe und Kürzel mehr. Damit werfen die SEM- und SEO-Experten um sich, die unsere Firma auf Wunsch der Chefs nun am Hals hat.</p>
<p>Meinem Einwand, dass ich eigentlich das Internet verstehen und keine Vokabeln lernen will, folgte der moralische Dampfhammer: „Sie benötigen mehr Freunde, mehr Fans und mehr Kontakte!“ Diese wiederum sollen der Firma und mir den Weg zum endlosen Netzwerk mit immensem Reichtum und nachhaltigem Erfolg – und schließlich zum besseren Google-Ranking bereiten. Oder war es umgekehrt? <strong>Nun, ich arbeite daran.</strong></p>
<p>Noch aber haben die anderen einfach mehr. Selbst in den Pausengesprächen von Workshops mit Kollegen anderer Unternehmen dreht sich alles um Internet und Social Media: „Und wie viele ‚Gefällt mir‘ habt Ihr? Was, so wenig? Ihr rekrutiert noch nicht euer Personal online?“</p>
<p>Eine jüngere Kollegin bietet derweil ihre Hilfe an: „Einen Moment bitte, ich check das mal auf meinem Smartphone … ha, ich habe es doch geahnt, Euer Google-Pagerank ist ja katastrophal. Und die Twitter-Aktivitäten sind völlig suboptimal. Das geht gar nicht.“</p>
<p>Geht es doch. Was allerdings egal ist, weil unsere Chefs und die Experten in zahllosen Meetings und Workshops folgende Prozessoptimierung verabschiedet haben: Während bestellwillige Kunden über Hotlines von Linkedin auf unsere Blogs gelotst werden, hält sich unser Vertrieb in geschlossenen XING-Gruppen gegenseitig auf dem neuesten Stand.</p>
<p>Parallel wird unser Marketing auf Facebook mit einer Mobile App (irgendwann erfahre ich, was das ist) aktiv und preisen auf Twitter unsere Produktmanager im Minutenrhythmus den Stand ihrer Entwicklungen an – zwischen den politischen Kommentaren der Kanzlerin und dem Trennungsschmerz von Demi Moore. Das eine stört, das andere nicht.</p>
<p><strong>Schon bald werden wir bei Google ganz weit oben stehen. Bravo!</strong></p>
<p>Aber plötzlich meint einer: Verkaufen wir damit ein Produkt mehr …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>In der Arbeit ein anerkannter Profi, aber …</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/in-der-arbeit-ein-anerkannter-profi-aber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:56:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Profi]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretärin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin nicht sonderlich erpicht auf irgendeinen Titel. Und auch wenn auf meiner Visitenkarte inzwischen eine englische, sehr lange Berufsbezeichnung steht, bin ich mit der &#8222;Assistentin&#8220; oder &#8222;Sekretärin&#8220; ganz zufrieden, denn mein Chef und ich wissen, was wir beide und die Firma an mir haben. Bei aller Bescheidenheit: Ich gelte&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/in-der-arbeit-ein-anerkannter-profi-aber/">In der Arbeit ein anerkannter Profi, aber …</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht sonderlich erpicht auf irgendeinen Titel. Und auch wenn auf meiner Visitenkarte inzwischen eine englische, sehr lange Berufsbezeichnung steht, bin ich mit der &#8222;Assistentin&#8220; oder &#8222;Sekretärin&#8220; ganz zufrieden, denn mein Chef und ich wissen, was wir beide und die Firma an mir haben.</p>
<p>Bei aller Bescheidenheit: Ich gelte als ausgewiesenes Organisationstalent, das stress-resistent selbst unter Zeitdruck nicht nur Höchstleistungen erbringt, sondern auch die richtigen Lösungen für Herausforderungen aller Art findet.</p>
<p>Das macht mich stolz. Eigentlich.</p>
<p>Denn es gibt ein Paralleluniversum namens &#8222;Familie&#8220;, in dem ich in ähnlicher Funktion agiere, allerdings mit einem völlig anderen Ergebnis.</p>
<p>Sicher es gibt Parallelen von Beruf und Privatleben. Zum einen gibt es hier wie dort einen, der glaubt, er ist der Chef. Und es gibt eine, die ist der Chef. Die Aufgaben sind in beiden Bereichen ähnlich komplex und umfassend, selbst die Zahl der Beteiligten lässt sich unter der privaten Berücksichtigung von Verwandten, Bekannten und Nachbarn mit der Belegschaft eines Unternehmens vergleichen.</p>
<p>Das war es dann aber auch schon, denn die hohe Assistenz-Kompetenz im Job trifft erbarmungslos auf die Hilflosigkeit in den heimischen vier Wänden. Und das originell klingen wollende Werbe-Filmchen vom erfolgreichen, kleinen Familienunternehmen dröhnt in meinen Ohren wie der Hohn und Spott all jener, die noch niemals versucht haben, einen störrischen Großvater zu höflichem Benehmen zu bewegen.</p>
<p>Selbstverständlich: Die Organisation einer Tagung samt Freizeitprogramm gehört zu meinen leichtesten Aufgaben. Dagegen ein Treffen der Verwandtschaft unfallfrei über die Bühne zu bekommen, ist allein schon wegen besagtem Großvater ein Ding der Unmöglichkeit. Lauthals und ohne Unterlass schimpft er über die quietschende Stimme von Tante Gertrud und die hypochondrische Veranlagung ihres Ehemanns Wenzel, &#8222;den Saukerl&#8220; – weil sie dabei direkt neben ihm sitzen und entsprechend reagieren, ist eine solche Veranstaltung generell eine Katastrophe.</p>
<p>Als Moderatorin bei Konflikten versage ich hier, obwohl ich doch kurz zuvor in der Arbeit souverän den Zwist zweier Abteilungsleiter geschlichtet habe. Und das Scheitern geht weiter: Im Büro ein Kommunikationsprofi, daheim bei den vernetzten Kindern außen vor. Hier ein Planungsexperte, dort schon vom Stundenplan der Tochter überfordert. Hier eine ideenreiche Problemlöserin, die selbst einen Termin bei der Bundeskanzlerin arrangieren könnte, dort die unterwürfige Mutter, die für einen Ganztags-Platz ihres Jüngsten vor der selbstgefälligen Kindergartenleiterin zu Kreuze kriechen würde.</p>
<p>Und während mein Chef in der Arbeit blind darauf vertraut, dass ich zum Geburtstag seiner Frau das passende Geschenk aussuche, wird mein Mann bei meinem Ehrentag selbst tätig – mit einer Trefferquote von unter fünf Prozent. Es gibt noch viele, viele Beispiele, die mich müde machen …</p>
<p>… sagte ich es schon? Ich gehe sehr gerne in die Arbeit. Jeden Tag aufs Neue.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/in-der-arbeit-ein-anerkannter-profi-aber/">In der Arbeit ein anerkannter Profi, aber …</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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