Ein wildes Lied auf die Freiheit

Ja, und nochmals ja. Der Frühling ist da. Zweifler mögen sich in dicke Wintermäntel hüllen, die Harten aber genießen bereits ihren Cappuccino im Freien. Die Luft riecht nach Abenteuer und Freiheit  und nach Motorrädern.

Keine Ausreden mehr. Nur die wirklichen Biker haben die Kraft und den Mut, ihre Maschinen aus den Garagen zu holen und sich aufzumachen die Welt zu erobern. Es sind verwegene Desperados der Landstraße, die ihre Kubik- und PS-starken Motoräder liebevoll „Mopeds“ nennen.

Gleichgesinnte unter sich. Die Schönwetterfahrer liegen noch auf dem Sofa – und wissen nicht, was sie versäumen: den eisigen Fahrtwind im Gesicht, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, das taube Gefühl in Armen und Beinen. Die Vibrationen des Zweitakters summen ein wildes Lied und der Herzschlag klopft synchron mit den unbändigen Zylindern. Oh ja, das tut gut. So gut!

Für die irritierten Fratzen der Autofahrer hat der Biker nur ein müdes Lächeln übrig. Im Audi mit Sitzheizung und Schmusesongs aus dem Radio, da fehlt es doch einfach an der richtigen Einstellung. Ernsthafte Konkurrenz für den Helden der Straßen ist das nicht.

Mindestens zwei Stunden muss die erste Ausfahrt dauern. Zwei Stunden „Kurven fressen“, dazwischen zwei große Kugeln Eis an der Autobahnraststelle. Erst dann ist die Saison eröffnet. Nun gut, es kann sein, dass Freunde den eingefrorenen Biker vom Moped loseisen müssen, aber was soll´s: Es ist nur die Freiheit, die zählt!

 

c/o Bernhard Krebs

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