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	<title>MÄNNERGeschichten Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>MÄNNERGeschichten Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Mit der Hantel vor dem Spiegel</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/mit-der-hantel-vor-dem-spiegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2023 11:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hanteln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich heute Morgen an die Schulterpresse ging und merkte, dass für mich 30 Kilogramm zu viel aufgelegt/eingestellt waren, fragte ich mich wieder einmal, warum ich es zulasse, dass man mir bereits um 6:30 Uhr meine Würde nimmt. Die Gewissheit, dass mein Vorgänger an diesem Fitness-Gerät 30 Zentimeter kleiner war&#46;&#46;&#46;</p>
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<p>Als ich heute Morgen an die Schulterpresse ging und merkte, dass für mich 30 Kilogramm zu viel aufgelegt/eingestellt waren, fragte ich mich wieder einmal, warum ich es zulasse, dass man mir bereits um 6:30 Uhr meine Würde nimmt. Die Gewissheit, dass mein Vorgänger an diesem Fitness-Gerät 30 Zentimeter kleiner war als ich, machte die Sache nicht besser.</p>



<p>Zumal sich der eitle Bizeps-Knirps danach lässig auf das Spinning-Rad schwingt, während ich auf dem Crosstrainer wie ein überdimensionierter, pummeliger Gartenzwerg aussehe, der über eine imaginäre Wiese hüpft. Elegant sieht definitiv anders aus.</p>



<p>Eigentlich ein geselliges Kerlchen, bin ich im Fitness-Studio ein einsamer Mensch. Das trainierte Jungvolk zeigt aufreizend lachend seine Stärke an den Hanteln und dem Lat-Zug – und zollen den alten, ergrauten Bodybuilding-Löwen in der Runde den Respekt. Den haben sich diese in millionenfachen Wiederholungen an der Langhantel und Brustpresse redlich verdient. Man ist unter sich, man bleibt unter sich, wohlwissend, dass Leute wie ich selten öfter als dreimal nach dem Neujahrestag hier auftauchen werden.</p>



<p>Nein, sie schauen nicht auf mich herab, …<br>… lästern nicht über mich, sie ignorieren mich einfach. Und das tut weh.</p>



<p>Die beiden Einzigen, die sichtbare Freude über meine Anwesenheit zeigen, sind der Trainer und der Inhaber des Fitness-Studios. Während der eine das Erstellen meines individuellen Trainingsplans als willkommene Abwechslung zu seinen sonstigen Tätigkeiten zelebriert, zählt der andere leise lächelnd in Gedanken die Jahresbeiträge auf seinem Konto zusammen. Es gehört zum tatsächlich legalen Geschäftsprinzip eines Fitness-Studios, dass 1.000 Menschen mit guten Vorsätzen, aber wenig Ausdauer, das Vergnügen weniger Sportlerinnen und Sportler bezahlen.</p>



<p>Würden nämlich alle Mitglieder an einem Tag erscheinen, fände man in einer Hawesta-Dose mit Heringsfilets ohne Zweifel mehr Platz als im Fitness- Studio.</p>



<p>Ertappt!<br>So aber habe ich freien Ausblick vom Crosstrainer, den die Marketing-Experten in meinem bevorzugten Studio Sky-Walker genannt haben. Ich trage dabei aus Gründen der Ästhetik gerne weite Hosen und noch weitere T-Shirts, im Gegensatz zu manchen jungen Damen, die in hautenger Montur gelangweilt an mir vorbei spazieren. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass das Schwitzen auf dem Crosstrainer die höchste Anstrengung im Studio ist, weit mühsamer aber ist es, den Mädchen in von Beinpresse, Beinstrecker und natürlich vom Herrgott modulierten Körpern NICHT nachzuschauen.</p>



<p>Einmal hatte ich es getan – und merkte erst zu spät, wie ich dabei beobachtet wurde. Von den Muskelpaketen vor dem Spiegel, vom Trainer und vom Fitness-Studio-Besitzer und natürlich von Frau Huber. Meine Nachbarin, die ich bis dahin nicht bemerkt hatte und die mich jetzt süffisant vom Ergometer drei Meter weiter geringschätzte.</p>



<p>Ich weiß nicht, warum ich es zulasse, dass ich mir bereits um 6:30 Uhr meine Würde nehme.</p>



<p></p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Ein Abend unter medizinischen Experten</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/ein-abend-unter-medizinischen-experten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 14:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„So gesund kommen wir nicht mehr zusammen!“ Meine Frau behauptet, ich wäre ein mittelschwerer Hypochonder und würde den kleinsten Schnupfen zum Anlass nehmen, geschwächt, kränkelnd und letztlich auch wegen der mangelnden Fürsorge gekränkt, das Bett zu hüten. Da hat sie natürlich Recht, sie ist meine Frau. Mitleid von ihr? Bekommen&#46;&#46;&#46;</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>„So gesund kommen wir nicht mehr zusammen!“</strong></h2>



<p>Meine Frau behauptet, ich wäre ein mittelschwerer Hypochonder und würde den kleinsten Schnupfen zum Anlass nehmen, geschwächt, kränkelnd und letztlich auch wegen der mangelnden Fürsorge gekränkt, das Bett zu hüten.</p>



<p>Da hat sie natürlich Recht, sie ist meine Frau.</p>



<p>Mitleid von ihr? Bekommen nur die Kinder – oder ihre Eltern, wenn sie das Alter und den Verfall des Körpers beklagen. Und ich? Fehlanzeige, obwohl gerade ihre Eltern nicht ganz unschuldig daran sind, dass in meinem Körper gerade akut alle Systeme zusammen brechen. Meine Schwiegereltern feierten nämlich gestern Goldene Hochzeit und ich durfte im leer geräumten Wohnzimmer am Biertisch mit Oma, Opa und ihren älteren Geschwistern Platz nehmen. Die Jahre, die hier versammelt waren, hätten sicher eine vierstellige Zahl ergeben.</p>



<p>Während meine Frau den Service kundig übernahm und die Jungs wie immer irgendwo Unsinn trieben, machte ich zwischen Vorspeisen-Salat und den Gemischten Braten den folgenschweren Fehler und fragte Großtante Hildegard: „Wie geht es dir eigentlich so?“</p>



<p>Es dauerte nur Bruchteile von Sekunden – und schon brach am Tisch ein medizinischer Diskurs lauter Experten los, die sich (nicht nur) Begriffe wie Bypass, großes Blutbild mit Was-weiß-ich-für-Werten, Hämorrhoiden und Schilddrüsenunterfunktion um die Ohren warfen.</p>



<p>Wissen Sie, was für mich (siehe eingangs genannten Hypochonder) das größte Problem dabei ist: Die Detailverliebtheit, wenn es um die Beschreibung diverser Krankheiten geht. Sie nimmt zweifellos im Alter zu, was gestern Abend der 93jährige Urgroßonkel bewies, als er ausführlich und kenntnisreich die Furunkeln und Abszesse in Körperregionen erörterte, die ich nicht einmal gegenüber meiner Frau zitiere.</p>



<p>Und ich? Meine Fantasie führte dazu, dass meine Beine taub wurden, während Onkel Erich von seiner Krampfadern-Operation berichtete. Das vehement diskutierte „Schlagerl“ (man merkt fast nichts mehr) von Großtante Babette brachte die Adern in meinem Kopf fast zum Platzen, die anschließende Stuhlgang-Diskussion verleideten mir den Braten samt Sauce. Ganz zu schweigen von den sieben überlebten Herzinfarkten am Tisch, die mich prompt in Panik stürzten: Ich spür´ es schon, der linke Arm tut weh….</p>



<p>Das wiederum beschäftigte mich die ganze Bayerische Creme hindurch, die als Nachspeise und zum eilig herbei geholten Blutdruckmessgerät gereicht wurde. Meine Werte wollte ich nicht wissen, die meiner Schwiegermutter und ihres Mannes aber machten den versammelten Experten Sorgen. Mir auch, denn ich kenne den Großvater meiner Enkel, der sich jegliche ärztliche Einmischung in sein Leben verbietet.</p>



<p>Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich die Haus-Apotheke leer geräumt und in vielen großen Dosen oral eingenommen habe, saß ich heute Morgen zitternd am Frühstückstisch und erwartete den Anruf, der den plötzlichen Krankenhausaufenthalt von Opa mitteilt. Das Telefon klingelte tatsächlich – am anderen Ende der Leitung verkündete der Schwiegervater, dass man sich zum Spontanurlaub in Madeira entschlossen habe. Weil: „So jung und gesund bleiben wir nicht immer.“</p>



<p></p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Eine Frage der Perspektive: faul oder nicht.</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/eine-frage-der-perspektive-faul-oder-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2023 17:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder die Bosheit dazu treibt, meist aber ist meine Ignoranz nicht gegen einen anderen gerichtet, sondern einfach nur mit mir selbst beschäftigt.</p>



<p>Das macht ein Leben mit mir nicht einfach, wovon meine geliebte Gattin ein traurig Lied singen kann. Ähnlich ergeht es meinem besten Freund Markus. Beide wollen sie stets nur „mein Bestes“ und wenn schon nicht das, dann zumindest eine gute Lösung in der jeweiligen Situation. Dumm nur, dass ich „mein Bestes“ und eine „gute Lösung“ sehr individuell definiere – und meine Interpretation meist auf wenig Gegenliebe und immer auf Unverständnis stößt.</p>



<p>Dabei rede ich (noch) nicht von langen Unterhosen, die ich (zum Zorn meiner Gattin) auch bei minus 20 Grad Celsius verweigere, oder den guten, persönlichkeitsbildenden Büchern, die ich (zum Leidwesen von Markus) nicht lese – ich rede von den immensen Zeitersparnissen, die ich tagtäglich auf dem Parkplatz des Lebens ungenutzt liegen lasse.</p>



<p>Apropos Parkplatz: Als Autofahrer parke ich immer viel zu weit vom Ziel weg. Ich nehme nämlich die allererste Gelegenheit, um zu parken und störe mich fröhlich lächelnd und träumend nicht an den langen Märschen hin und zurück. Meine Mitfahrer tun das allerdings.</p>



<p>Woran es liegt? Ich treffe einerseits sehr schnell Entscheidungen UND ich mag es ungern umständlich. Was heißt: Wenn eine spätere, bessere Alternative<br>a) unsicher ist (es gibt keinen Parkplatz, der näher am Ziel liegt) oder<br>b) sehr viel Aufwand bedeuten könnte (Runden drehend eine Parklücke suchend <a href="https://www.youtube.com/watch?v=40hQeVlkpRI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/watch?v=40hQeVlkpRI</a>),<br>nehme ich den erstbesten Parkplatz. Das mag zwar ebenfalls irgendwie umständlich sein, aber eben früher. Und hinsichtlich besserer Alternativen, die ich versäumt habe, lehrt mich die Erfahrung, dass es sich irgendwann wieder ausgleicht. Dieses Vorgehen wende ich übrigens auch bei der Wahl des Christbaums, dem Kauf einer Hose und vielem anderen an. Mich entspannt es, meine Begleitung leider nicht.</p>



<p>Andererseits trödle ich gerne. Ich kann fernab aller technischer Errungenschaften sehr träge Gießkannen (volle und leere) durch den Garten tragen, stundenlang Sand schaufeln und dabei träumen, bei klassischer Musik Hemden bügeln, fühlend und riechend Gemüse schneiden und in alle Richtungen schauend ein altes Rad fahren. Das kostet jede Menge Zeit, die ich aber selten als verschwendet betrachte.</p>



<p>Im Gegenteil betrachte ich staunend meine Mitmenschen mit Mähroboter und häuslicher Wassersprenganlage sich Freiräume für Freizeitstress verschaffen, mit dem Auto ins Fitness-Studio fahren oder hektisch Dinge verrichten, um ausführlich allen von ihrer gewonnen „Ich-Zeit“ berichten.</p>



<p>Nun, ich habe keine Ich-Zeit, dafür aber zwei grüne Gießkannen.</p>



<p></p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<item>
		<title>Endlich: Ein Opfer spricht!</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/endlich-ein-opfer-spricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 15:08:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FRAU-MANN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenden wir uns heute einem Thema zu, das gesellschaftspolitisch relevant und blutrünstig ist: Der unbestreitbaren Tatsache, dass es Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die es gerne gesellig haben. Und genau diese Geselligkeit hat ihre Tücken, wenn man es nicht bei einem schönen Essen oder einem lustigen Kneipenbesuch belässt, sondern in&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenden wir uns heute einem Thema zu, das gesellschaftspolitisch relevant und blutrünstig ist: Der unbestreitbaren Tatsache, dass es Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die es gerne gesellig haben.</p>



<p>Und genau diese Geselligkeit hat ihre Tücken, wenn man es nicht bei einem schönen Essen oder einem lustigen Kneipenbesuch belässt, sondern in allerlei Spielerei sein Vergnügen sucht. So genannte Spiel-Abende sind nämlich nichts anderes als getarnte Zeit-Inseln aus frühester Erdgeschichte, auf denen Menschen ihrer früh-evolutionäre Bestimmung zwar spät, aber umso intensiver nachgehen.</p>



<p>Diese Bestimmung besagt in <strong>Stufe 1</strong>: Paare Dich!</p>



<p>Der absolute Spiele-Favorit bleibt unter den Singles aller Nationen seit Generationen das &#8222;Flaschen drehen&#8220;. Da kommt man ohne Umschweife zur Sache, sehr oft entstehen sogar Beziehungen für die nächsten Jahre. Ob es allerdings gut ist, sich bei der Partnerwahl auf eine leere Flasche und den (fast immer stattfindenden und meist dilettantisch umgesetzten) Manipulationsversuchen der eingeweihten besten Freundin zu verlassen …</p>



<p><strong>Stufe 2</strong> der Bestimmung konzentriert sich auf die elementarste aller Botschaften: Überlebe!</p>



<p>Seltsamerweise fühlen sich von dieser Botschaft ausschließlich Paare angesprochen. Das weiß jeder, der sich mit seinem Liebsten oder seiner Liebsten zu Gesellschaftsspielen mit Freunden zusammengefunden hat. Es scheint wie der Sonnenaufgang ein Naturgesetz zu sein: Die besten und fairsten Verlierer verlieren jeden Funken Toleranz, sobald ihr Partner um den Sieg mit wetteifert.</p>



<p>Und je mehr weibliche Chromosomen sie in sich haben, desto erbarmungsloser wird die Schlacht – sage ich, der als Mann in den vielen Jahren seines Lebens schon Zeuge und häufiges Opfer war.</p>



<p>Sehen wir uns nun zur mathematisch exakten Beweisführung zwei Spiele an und deren jeweiligen Verlauf, der nach den Gesetzen der Logik (mit kleinen Abweichungen) immer derselbe ist:</p>



<p>SIEDLER VON CATAN: Es dauert niemals lange, da verwandeln sich im städtebaulichen Bestreben ansonsten liebenswürdige und reizende Personen zu heimtückischen Wegelagerern. Haben Sie eine Ahnung, wie hoch der Preis für Heu sein kann? Ich musste einmal bei meiner Partnerin drei Wälder und vier Erz-Minen einsetzen, damit sie überhaupt gesprächsbereit war. Das Heu bekam ich aber erst, als ich mehrere blühende Wiesen dazu gab – und gleich darauf bankrott und spielunfähig war.</p>



<p>RISIKO: Früher wurde bei diesem Strategiespiel besetzt, heute wird befreit. Auch, wenn das politisch korrekter klingen mag, auf dem Spielbrett werden die Genfer Konventionen schlichtweg ignoriert. Hier mutiert die vorsichtige Hausfrau, die 25 Mal den Herd kontrolliert, zum unerbittlichen General Kublai Khanscher Prägung, der Armee um Armee ins Verderben schickt – solange auf dem besetzten Land eben der holde Gatte seine Bastion aufgebaut hat.</p>



<p>Kamtschatka, eigentlich ein eher unbedeutendes Land (ja ja, es ist der Brückenkopf zu Nordamerika) ganz weit draußen im Osten und dessen Name vor RISIKO kein Westeuropäer gekannt hat, wird – ohne zu wissen, wie ihm geschah – zum Schauplatz unvorstellbarer Gemetzel und zum Brennglas für jegliche partnerschaftliche Auseinandersetzung: Du hast den Müll nicht runter getragen, das kostet Dich zehn Armeen! Du wirst immer dicker, ich greif an! Immer diese Haare im Kamm, Irkutsk gehört mir! Du hast einer anderen Frau nachgeschaut, ich werde Dich vernichten! Du hast einen Kratzer ins neue Auto gemacht, ich muss die Welt erobern!</p>



<p>… Tilt. Game over &#8230;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>In der Elternsprechstunde</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/in-der-elternsprechstunde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 17:57:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ELTERNgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Frau und Mutter meiner Kinder sagte: „Diesmal bist du dran. Es wird Zeit, dass du dich auch einmal darum kümmerst.“ Allein die Tatsache, dass sie darauf verzichtete, den Befehl in eine Frage zu verpacken (was letztendlich auch nichts an meiner Folgsamkeit geändert hätte), zeigte ungeschönt ihre fehlende Verhandlungsbereitschaft an,&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Frau und Mutter meiner Kinder sagte: „Diesmal bist du dran. Es wird Zeit, dass du dich auch einmal darum kümmerst.“ Allein die Tatsache, dass sie darauf verzichtete, den Befehl in eine Frage zu verpacken (was letztendlich auch nichts an meiner Folgsamkeit geändert hätte), zeigte ungeschönt ihre fehlende Verhandlungsbereitschaft an, was bedeutete: Ich durfte diesmal zum Elternsprechtag meines ältesten Sohnes.</p>
<p style="padding-left: 90px;"><em>Eine Erinnerung: Ich war 17 Jahre alt, als mein Vater nach einigen Jahren mal wieder in den Elternsprechtag ging. Als er nach Hause kam, erhielt ich die letzte Ohrfeige meines Lebens. Es waren nicht die Noten, es war mein angeblich respektloses Verhalten.</em></p>
<p>Meine Frau, die Ordnung liebt, hatte den Abend akribisch für mich vorbereitet. Im 15 Minuten-Takt reiht sich Englisch an Mathematik an Kunst an Biologie an Deutsch an … allein der Blick auf den ausgedruckten Zettel macht mich bereits schwindelig.</p>
<p>Elternsprechtage erinnern ein wenig an Therapiesitzungen; man hat immer das Gefühl, zu viel von sich selbst zu verraten. Das eigene Kind, seine Noten und sein Verhalten, sind die grausame Lupe auf das elterliche Versagen.</p>
<p>Die Hauptfrage, die sich mir stellt: Wie bringe ich der Lehrerin bzw. dem Lehrer bei, dass mein Sohn in jeder Hinsicht der Beste ist. Wie gewährleiste ich, dass sie/er meiner bescheidenen Äußerung „Er ist halt guter Durchschnitt“ vehement mit dem Hinweis auf seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten widerspricht.</p>
<p>Bereits beim ersten Lehrer die Ernüchterung. So der sportliche Kumpel-Typ mit hochgekrempelten Ärmeln, den mein Sohn ziemlich lässig findet. Dabei ist doch nur einer lässig – und das ist sein Vater! Jedenfalls beginnt dieser Möchtegern-Lehrer unsere „Stunde“ mit den Worten: „Sie heißen Krebs? Und Ihr Sohn N.? Da muss ich nachschauen.“ Schon hat er es sich gründlich bei mir verscherzt (oder verschissen, wie der Bayer sagt). Meinen Sohn kennt man doch, er ist schließlich der Beste!</p>
<p>Der Lehrer lenkt mit Blick auf seine Akten ein: „Ach so, genau. Der N. Natürlich kenne ich ihn.“ Ich bleibe misstrauisch, zumal sich die nachfolgende Konversation auf ein vom Lehrer gemurmeltes „Es passt“ und ein von mir gebrummtes „Dann ist es ja gut“ beschränkt. Mehr passiert nicht. Kein Jubel, auch keine Kritik an aufmüpfigem Verhalten (auf das ich auch stolz wäre) – ich bin enttäuscht.</p>
<p>Die nächsten Lehrer tun sich ebenfalls schwer mit intelligenten Beiträgen. Ich mir auch. Sie kennen die Noten, ich auch. Und da wenig Handlungsbedarf besteht, frage ich halt nach dem Sozialverhalten. Da fällt dann schon auf, dass mein Sohn in der Schule und daheim mitunter zwei verschiedene Menschen sind: Der Rotzlöffel von daheim scheint sich täglich beim ersten Gong in einen unauffälligen Schüler zu verwandeln. Wenn ich das seiner Mutter erzähle!!!</p>
<p>Die perfekte Termin-Organisation meiner Frau in Kombination mit fehlenden Themen führen dazu, dass ich zum Schluss noch Zeit habe. Ich gehe zur Kunstlehrerin und auch noch zum Sportlehrer – beide zeigen sich richtiggehend erschrocken, dass ein Vater bei ihnen vorbei schaut (leider habe ich es zur Religionslehrerin nicht mehr geschafft). Der anfänglich verstörte „Was will denn der“-Gesichtsausdruck weicht einem entzückten „Endlich ist einer da“-Leuchten in den Augen.</p>
<p>Und weil ich interessiert (ich halte beide Fächer übrigens für sehr wichtig und sträflich vernachlässigt) nachfrage, beginnen sie zu erzählen. Dass mein Sohn ein guter Ballspieler sei und zeichnerisch so talentiert, dass er in beiden Fächern auf einer „Eins“ steht. Das wiederum kann ich angesichts der häuslichen Leistungen (N. spielt weder Fußball mit mir noch hat er es bei Muttertagpräsenten über ein Strichmännchen hinaus geschafft) nicht glauben – und argumentiere fleißig gegen die Notengebung von Lehrer und Lehrerin.</p>
<p>Ich kann überzeugen. Nur, als ich zuhause meiner Frau von meinem Argumentationserfolg berichten will, realisiere ich – noch kurz vor dem Riesenanpfiff – meine eigene Dummheit.</p>
<p>Es hat sich nichts geändert. Sobald ich eine Schule betrete, endet es im Fiasko. Ob früher als Schüler oder heute als Vater.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/in-der-elternsprechstunde/">In der Elternsprechstunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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		<item>
		<title>3 Meter hoch und 24 Meter lang &#8211; Wie ein Vater sein Trauma überwindet</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/3-meter-hoch-und-24-meter-lang-wie-ein-vater-sein-trauma-ueberwindet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 17:54:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ELTERNgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich kommt es auf die Größe an. Wer das Gegenteil behauptet, hat keine Ahnung und auch nur halb so viel Spaß im Leben. Ich möchte mit dieser Behauptung keineswegs Gartenzwergen zu nahe treten, aber mal ehrlich: Wer nimmt denn die kleinen Gesellen im Vorgarten wirklich ernst? Worin der triebhafte Drang&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/3-meter-hoch-und-24-meter-lang-wie-ein-vater-sein-trauma-ueberwindet/">3 Meter hoch und 24 Meter lang &#8211; Wie ein Vater sein Trauma überwindet</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich kommt es auf die Größe an. Wer das Gegenteil behauptet, hat keine Ahnung und auch nur halb so viel Spaß im Leben. Ich möchte mit dieser Behauptung keineswegs Gartenzwergen zu nahe treten, aber mal ehrlich: Wer nimmt denn die kleinen Gesellen im Vorgarten wirklich ernst?</p>
<p>Worin der triebhafte Drang zur Größe gründet? Mein Psychotherapeut, den ich noch nicht habe, würde wahrscheinlich ganz tief in meiner Kindheit schürfen – und spätestens im Kindergarten, der noch nicht Kindertagesstätte hieß, fündig werden.</p>
<p>Dort handwerkten die Kindergärtnerinnen, die noch nicht Erzieherinnen hießen, und ließen die Buben, die noch nicht Kids hießen, in allerlei pädagogisch wertlosen Wettbewerben gegeneinander antreten. Einer davon hieß: Wer hat das größte Auto?</p>
<p>Abgesehen davon, dass diese Frage auch 2011 noch das bundesdeutsche Bewusstsein bestimmt, musste ich 1968 akzeptieren: Ich hatte es nicht, das größte Auto.</p>
<p>Ich konkurrierte vielmehr um den Titel des kleinsten Autos (siehe Foto) – und weil meine Eltern auch die folgenden 14 Jahre dachten, dass ein „zu viel und zu groß“ nur schaden kann, verfügte ich über eine sehr überschaubare Spielzeugsammlung. Natürlich ist mein Vater völlig anderer Ansicht, wie schon sein Vater, der ein Holzgewehr und den weihnachtlichen Apfel als durchaus üppig empfand.</p>
<p>Jetzt bin ich der Vater von zwei kleinen Jungs, und mein Vater ist der Großvater. Mit einer klaren Aufgabenverteilung: Ich besorge die großen Spielsachen, Opa die noch größeren.</p>
<p>Ein stattlicher Fuhrpark, der die Garage füllt, eine 24 Meter lange Holzeisenbahn, 18 Meter LEGO-Schienen, 3 Autorennbahnen (Wada, Hot Wheels und Carrera), ein anderthalb Meter hoher Baukran, ein Bagger um den 8 qm großen Sandkasten auszuheben, Stoffhund und Plüschpferd in Lebensgröße, die komplette Ritterburg von Playmobil – die Liste der Monströsitäten in Plastik, Naturholz und High-Tech-Materialien ließe sich noch lange fortsetzen.</p>
<p>Und sie wird täglich länger, denn nicht nur die Größe zählt, sondern auch die Masse. Das wiederum treibt mich wöchentlich ins Fastfood-Restaurant, um ja kein Spielzeug aus der Kindertüte zu verpassen. Und mein Vater? Der kauft die Bestände an Überraschungseiern auf.</p>
<p>Sie machen sich Sorgen um meine Jungs? Das ist nicht nötig, glauben Sie mir. Die beiden haben nämlich eine Mutter, die sehr gerne wieder verkauft (ein Hoch auf Kinderbasare) und noch lieber entsorgt.</p>
<p>Nur ich und mein Vater bleiben ohne Hilfe. Übrigens, wenn Sie uns suchen: Wir sind im nächsten Spielwarenladen. Es gibt da ein Kindermotorrad mit einem unglaublich leistungsfähigen Elektroantrieb….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Begegnungen mit dem guten Stil</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/begegnungen-mit-dem-guten-stil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:04:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich saß ich mit einem Freund zusammen. Der kleine, spontane Umtrunk war eine heitere Angelegenheit – obgleich ich heute zugeben muss, dass sich an diesem Abend einmal mehr dieser kleine giftige Pfeil namens &#8222;Neid&#8220; in meine Nebennierenrinde gebohrt hat. Und zwar just in diesem Moment, als der Freund sich mit&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Kürzlich saß ich mit einem Freund zusammen. Der kleine, spontane Umtrunk war eine heitere Angelegenheit – obgleich ich heute zugeben muss, dass sich an diesem Abend einmal mehr dieser kleine giftige Pfeil namens &#8222;Neid&#8220; in meine Nebennierenrinde gebohrt hat. Und zwar just in diesem Moment, als der Freund sich mit angeborener Lässigkeit eine echte kubanische Zigarre (deren Name er kannte!!) anzündete.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Eines muss man ihm lassen: Stil hat er – und ich steh´ immer wieder bass erstaunt vor den viel zu seltenen Menschen seiner Art, deren individuelles Charakter-Gesamtkonzept sie zur Persönlichkeit macht. </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">So schöpft der Stil meines Freundes seine Lebenslust aus der herrlichen Tradition eines Prager Bonvivants, der als erfolgreicher Genussgänger die Damen mit dezent lasziver Ader hochanständig betört – mit geistreichem Geplauder, das versteht sich von selbst.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Dazu allerdings in der Lage zu sein, kommt nicht von ungefähr. Vielmehr sind unabdingbare Voraussetzung solch gearteter Souveränität die kenntnisreiche Lektüre von Shakespeare und Lord Byron (natürlich nur im Original), der intensive Genuss französischer Filme (ebenfalls im Original), die wöchentliche Entspannung beim Tango (im argentinischen Original, was sonst) und die regelmäßigen Konsultation des Sushi-Geheimtipps (auch hier im sehr beweglichen Original, was immer das auch bedeuten mag) der Stadt.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Menschen wie mir begegnet der Freund generell amüsiert tolerant – mit genau einer Ausnahme, wenn er plötzlich von missionarischem Eifer getrieben wird: Es geht um die leidenschaftliche Meisterschaft des Amateurkochs, für den ein einfaches Nachtmahl, wie ich es gerne zu mir nehme, eine Beleidigung nicht nur seines Geschmacks, sondern der gesamten abendländischen Kultur darstellt. Da rettet mich auch nicht zum Fleischkäse der südfranzösische Feigensenf, den ich geschenkt bekommen habe.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Ich sagte es ja bereits, mein Freund hat Stil, weshalb er natürlich selbst kocht – und zwar ausschließlich mit Zutaten, die er in der Markthalle ausgesucht oder auf dem Balkon frisch gezogen hat. Als Musterschüler von Witzigmann, Lafer und Biolek ignoriert er das Schwein und pflegt Hasen, Reh und Lamm, die als Hauptgang mit zartem Gemüse und luftigen Saucen an, auf, über oder unter korrespondieren, kuscheln und noch viel schlimmere Dinge machen.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Ein Menü des Freundes beginnt traditionell mit einer Bouillabaisse – ich bin mir sicher, die Meeresfrüchte und der Fisch darin sind eigens angeschwommen und leben noch. Während ich die maritime Vorliebe des Gourmets akzeptieren kann, quittiere ich den anschließenden Rucola-Salat (mit kurz gerösteten Croutons) Salat mit völligem Unverständnis: Das ist wohl das überflüssigste Unkraut, das jemals aus Italien auf unsere Teller kam!</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Zum Glück folgt versöhnlich ein Rotwein, von dem ich den Preis gar nicht wissen will, ihn aber trotzdem erfahre (weil diese Information zum Bericht über das abgelegene italienische Weingut gehört), dazu Pasta aldente, die bei mir im Plural immer noch harte Nudel heißen. Über diese, serviert mit der schwarzen Tinte von kleinen Kraken, reibt mein Freund exquisiten Käse mit einer sehr edlen Parmesanreibe aus Verona. Ich bin beeindruckt von den Koch-Gerätschaften – aber die überdimensionale Pfeffermühle mit unverwüstlichem Porsche-Mahlwerk macht mir doch ein wenig Angst. </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Eine Angst, die sich kurz darauf noch verstärkt, als mein Freund mit einem japanischen Messer, im Vulkan 26fach geplättet, akrobatisch den Hauptgang filetiert. Da hilft nur ein weiteres Glas Rotwein: Ich trinke mich also durch Lamm und Reh – bis hin zum Mousse au chocolat, das mein Freund natürlich nach einem Geheimrezept gezaubert hat. Seine Frage, ob ich dazu einen Latte macchiato oder Espresso aus seiner sehr schicken und teuren Espresso-Dampfanlage möchte, beantworte ich gedankenverloren mit „Lieber eine Tasse Filterkaffee“.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Und genau das ist der Unterschied, der angesichts des fehlenden Stils meinerseits abermals den kleinen giftigen Neid-Pfeil in meine Nebennierenrinde bohrt.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Auch gut, dann gieße ich mir eben noch ein Glas Rotwein ein.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"> </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">c/o Bernhard Krebs</span></span></p>
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		<title>Ein wildes Lied auf die Freiheit</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/ein-wildes-lied-auf-die-freiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 14:59:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Biker]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Motorrad]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, und nochmals ja. Der Frühling ist da. Zweifler mögen sich in dicke Wintermäntel hüllen, die Harten aber genießen bereits ihren Cappuccino im Freien. Die Luft riecht nach Abenteuer und Freiheit  und nach Motorrädern. Keine Ausreden mehr. Nur die wirklichen Biker haben die Kraft und den Mut, ihre Maschinen aus&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, und nochmals ja. Der Frühling ist da. Zweifler mögen sich in dicke Wintermäntel hüllen, die Harten aber genießen bereits ihren Cappuccino im Freien. Die Luft riecht nach Abenteuer und Freiheit  und nach Motorrädern.</p>
<p>Keine Ausreden mehr. Nur die wirklichen Biker haben die Kraft und den Mut, ihre Maschinen aus den Garagen zu holen und sich aufzumachen die Welt zu erobern. Es sind verwegene Desperados der Landstraße, die ihre Kubik- und PS-starken Motoräder liebevoll „Mopeds“ nennen.</p>
<p>Gleichgesinnte unter sich. Die Schönwetterfahrer liegen noch auf dem Sofa – und wissen nicht, was sie versäumen: den eisigen Fahrtwind im Gesicht, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, das taube Gefühl in Armen und Beinen. Die Vibrationen des Zweitakters summen ein wildes Lied und der Herzschlag klopft synchron mit den unbändigen Zylindern. Oh ja, das tut gut. So gut!</p>
<p>Für die irritierten Fratzen der Autofahrer hat der Biker nur ein müdes Lächeln übrig. Im Audi mit Sitzheizung und Schmusesongs aus dem Radio, da fehlt es doch einfach an der richtigen Einstellung. Ernsthafte Konkurrenz für den Helden der Straßen ist das nicht.</p>
<p>Mindestens zwei Stunden muss die erste Ausfahrt dauern. Zwei Stunden „Kurven fressen“, dazwischen zwei große Kugeln Eis an der Autobahnraststelle. Erst dann ist die Saison eröffnet. Nun gut, es kann sein, dass Freunde den eingefrorenen Biker vom Moped loseisen müssen, aber was soll´s: Es ist nur die Freiheit, die zählt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Kosmetik? Auch Mann tut es.</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/kosmetik-auch-mann-tut-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 15:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Ohren sind größer geworden. Sichtbar. Das gleiche Phänomen ist bei meiner Nase zu beobachten. Im Gegenzug haben sich die scharfen Konturen des Kinns verabschiedet und sind übergangslos im Hals verschwunden. Ich sehe aus wie Vadim Glowna, kann aber nicht auf die Anziehungskraft eines ehemals erfolgreichen Schauspielers bauen. Ich bin&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Meine Ohren sind größer geworden. Sichtbar. Das gleiche Phänomen ist bei meiner Nase zu beobachten. Im Gegenzug haben sich die scharfen Konturen des Kinns verabschiedet und sind übergangslos im Hals verschwunden. Ich sehe aus wie Vadim Glowna, kann aber nicht auf die Anziehungskraft eines ehemals erfolgreichen Schauspielers bauen.</p>



<p>Ich bin in einem Alter, das gemeinhin mit den &#8222;besten Jahre eines Mannes&#8220; beschrieben wird. Und ich habe zur Verifizierung dieser Behauptung längere Zeit in einen Spiegel geschaut. Das hätte ich nicht tun sollen.</p>



<p>Die Falten sind eigentlich in Ordnung, denn die machen angeblich interessant. Ebenso wie die grauen Schläfen und die an Raum gewinnenden Geheimratsecken. Ob ich allerdings Träger einer Tonsur bin – glücklicherweise reicht mein Spiegel nicht so weit.</p>



<p>Zurück zur &#8222;Problemzone Nase&#8220;: Während der Rest des Gesichts aufgrund des Bildschirmarbeitsplatzes ins Gräuliche gewichen ist, schimmert zentral im Antlitz rötlich der regelmäßige Rotwein-Konsum des Kenners. Das ist nicht attraktiv, zumal in Kombination mit den wuchernden Nasenhaaren.</p>



<p>Dazu Krampfadern an den Oberschenkeln, schlaffes Bindegewebe am Po, trockene Haut überall und zentimeterdicke Hornhaut an den Fußsohlen.</p>



<p>Ich muss etwas tun.</p>



<p>Als feiger Hypochonder mit außergewöhnlicher Fantasie kommen für mich chirurgische Eingriffe und Botox nicht in Frage, weshalb ich mich – ganz natürlich – zu einer integrierten Kosmetik-Strategie mit drei Modulen entschloss:</p>



<p><strong>Modul 1: Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen</strong></p>



<p>Maniküre, Pediküre, bitte das volle Programm vom Spezialistinnen-Team. Mindestens einmal in der Woche wird der teure Termin gebucht, die Hände in warmem Seifenwasser gebadet und danach die Fingernägel stundenlang gefeilt. Ein Handpeeling darf ebenso wenig fehlen wie die parallel aufgetragene Gesichtsmaske, die den zahlreichen Hautunreinheiten den Garaus macht.</p>



<p>Keine Chance auch den Hühneraugen und Ekzemen zwischen großem und kleinem Zeh – und auf meiner Fußsohle kann ich nach einer intensiven Behandlung über jede Glasscheibe Kilometerweit schlittern.</p>



<p>Wie aber verhindere ich, dass ich lackierte Fußnägel, verlängerte Fingernägel in Regenbogenfarben und ein wasch-festes Make-up der Saison verpasst bekomme?</p>



<p><strong>Modul 2: Schneiden und cremen</strong></p>



<p>Rasieren? Überall rasieren? Kommt ja gar nicht in Frage, denn nachwachsende Haare jucken – auch unter den Achseln. Und auf Heißwachs über den Schenkeln verzichte ich ebenfalls gerne, denn ich bin typisch Mann sehr sensibel und etwas schmerzempfindlich.</p>



<p>Ich rasiere mir also wie gehabt den Bart und trimme mit dem eigens erworbenen Trimmer die Nasenhaare. Das tut übrigens reichlich weh – und investiere ansonsten täglich eine Stunde, meinen Körper mit Body-Lotion und mein Gesicht mit der revitalisierenden Pflegeserie FOR MEN einzucremen. Natürlich mit dem Coenzym Q10, ich bin ja kein Stümper.</p>



<p>Bei meinem Chef habe ich übrigens eine angemessene Arbeitszeitverkürzung beantragt. Schließlich profitiert er davon, wenn ich bei unseren Kunden gut aussehe.</p>



<p><strong>Modul 3: Duften und entspannen</strong></p>



<p>Zino Davidoff, Hugo oder ck one. Ich gebe zu, der Abschied von Old Spice gestaltet sich schwieriger als erwartet, zumal Irisch Moos angeblich keine Alternative sein soll. So verliere ich mich in dem unglaublichen Angebot an After Shave Lotions und Eau de Toilettes und entscheide mich schließlich für Poison.</p>



<p>Der Duft kann so verkehrt nicht sein, erinnert er mich doch frappierend an den Aufguss in der Sauna, die ich jetzt zweimal wöchentlich aufsuche. Denn erst Wellness macht den Mann so richtig schön.</p>



<p>Dabei sind 15 Minuten bei gefühlten 200 Grad Celsius Temperatur mit ein wenig Ehrgeiz zu schaffen; kritischer wird es, über diesen Zeitraum den Bauch einzuziehen. Er, sprich der Bauch, springt übrigens spätestens bei der Massage wieder heraus, wenn eine durchtrainierte Kampfschwimmerin mit ihren überdimensionierten Fäusten meinen Rücken traktiert.</p>



<p>Mal ehrlich, haben Sie sich heute Morgen auch einmal genauer im Spiegel angeschaut? Ja? Und wie sehen Ihre Ohren und ihr Nase aus?</p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/kosmetik-auch-mann-tut-es/">Kosmetik? Auch Mann tut es.</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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		<title>Der T-Rex im Wald</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/der-t-rex-im-wald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 14:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“. Es regnete gestern. Der Himmel&#46;&#46;&#46;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“.</p>
<p>Es regnete gestern. Der Himmel weinte über den dicken Mann, der röchelnd, hustend und pfeifend einen Fuß vor den anderen setzte. Die riesige Pfütze vor mir schlug leichte Wellen, was die Phantasie meines blutleeren Kopfes und die Erinnerungen an den Film „Jurassic Park“ unheilvoll verband: Ich bekam panische Angst vor einem T-Rex hinter der nächsten Ecke.</p>
<p>Nein, diesmal war es nicht der Weiße Hai – vor dem flüchte ich nur im Meer, wenn ich 100 Meter vorm Ufer plötzlich merke, dass kein anderer Mensch in meiner Nähe ist.</p>
<p>Dreimal einatmen, viermal ausatmen. Ich erinnerte mich an den sportlichen Rhythmus meiner Jugend, als Joggen noch Laufen hieß und ohne Aufwärmen, Stretching und Cool-Down auskommen musste. Gestern schaffte ich gerade zweimal den Rhythmus und wechselte sofort in „einmal einatmen, einmal ausatmen“ über. Dafür legte ich bereits nach fünf Minuten die dritte Verschnaufpause ein und stolperte bei Kilometer 2 über eine vermaledeite Wurzel.</p>
<p>Jenseits der 40 fällt man schwer. Sehr schwer. Ich fühlte mich erbärmlich, bar jeglicher Würde. Das änderte sich auch nicht, als ein übergewichtiger Jung-Jogger in hautenger und neonfarbener Funktionskleidung an mir vorbei wabbelte. Rosa und Gelb sind wenig kleidsam für dicke Jünglinge – im Schlabberlook am Boden liegend sollte man Lästereien jedoch tunlichst unterlassen. Ich also den letzten Stolz zusammen gerauft, aufgerappelt und dem rosa-gelben Jogger-Kanari hinterher.</p>
<p>Nicht lange, denn schon brachte sich vehement die Wade in Erinnerung, nahm der Jogger vor mir an Fahrt auf (zumindest redete ich mir das ein) – und überholte mich grinsend ein sportlicher, sonnenbraun gegerbter Senior. Offensichtlich ein „Ü70-Best-Silver-Ager“, woraufhin ich umgehend beschloss, später einmal ein unsportlicher Greis zu werden, der auf einer Bank sitzend den Mädchen hinter her schaut.</p>
<p>Ich bin verletzt. Es ist ein Muskelfaserriss in der Wade, so die vorhin konsultierte Hausärztin. Ich fragte sie nicht, wie lange ich jetzt nicht mehr joggen darf. Denn ich bin mir sicher: mehrere Monate. Mindestens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/der-t-rex-im-wald/">Der T-Rex im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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