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	<title>Alter Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<title>Alter Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Ein Abend unter medizinischen Experten</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/ein-abend-unter-medizinischen-experten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2023 14:50:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„So gesund kommen wir nicht mehr zusammen!“ Meine Frau behauptet, ich wäre ein mittelschwerer Hypochonder und würde den kleinsten Schnupfen zum Anlass nehmen, geschwächt, kränkelnd und letztlich auch wegen der mangelnden Fürsorge gekränkt, das Bett zu hüten. Da hat sie natürlich Recht, sie ist meine Frau. Mitleid von ihr? Bekommen&#46;&#46;&#46;</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>„So gesund kommen wir nicht mehr zusammen!“</strong></h2>



<p>Meine Frau behauptet, ich wäre ein mittelschwerer Hypochonder und würde den kleinsten Schnupfen zum Anlass nehmen, geschwächt, kränkelnd und letztlich auch wegen der mangelnden Fürsorge gekränkt, das Bett zu hüten.</p>



<p>Da hat sie natürlich Recht, sie ist meine Frau.</p>



<p>Mitleid von ihr? Bekommen nur die Kinder – oder ihre Eltern, wenn sie das Alter und den Verfall des Körpers beklagen. Und ich? Fehlanzeige, obwohl gerade ihre Eltern nicht ganz unschuldig daran sind, dass in meinem Körper gerade akut alle Systeme zusammen brechen. Meine Schwiegereltern feierten nämlich gestern Goldene Hochzeit und ich durfte im leer geräumten Wohnzimmer am Biertisch mit Oma, Opa und ihren älteren Geschwistern Platz nehmen. Die Jahre, die hier versammelt waren, hätten sicher eine vierstellige Zahl ergeben.</p>



<p>Während meine Frau den Service kundig übernahm und die Jungs wie immer irgendwo Unsinn trieben, machte ich zwischen Vorspeisen-Salat und den Gemischten Braten den folgenschweren Fehler und fragte Großtante Hildegard: „Wie geht es dir eigentlich so?“</p>



<p>Es dauerte nur Bruchteile von Sekunden – und schon brach am Tisch ein medizinischer Diskurs lauter Experten los, die sich (nicht nur) Begriffe wie Bypass, großes Blutbild mit Was-weiß-ich-für-Werten, Hämorrhoiden und Schilddrüsenunterfunktion um die Ohren warfen.</p>



<p>Wissen Sie, was für mich (siehe eingangs genannten Hypochonder) das größte Problem dabei ist: Die Detailverliebtheit, wenn es um die Beschreibung diverser Krankheiten geht. Sie nimmt zweifellos im Alter zu, was gestern Abend der 93jährige Urgroßonkel bewies, als er ausführlich und kenntnisreich die Furunkeln und Abszesse in Körperregionen erörterte, die ich nicht einmal gegenüber meiner Frau zitiere.</p>



<p>Und ich? Meine Fantasie führte dazu, dass meine Beine taub wurden, während Onkel Erich von seiner Krampfadern-Operation berichtete. Das vehement diskutierte „Schlagerl“ (man merkt fast nichts mehr) von Großtante Babette brachte die Adern in meinem Kopf fast zum Platzen, die anschließende Stuhlgang-Diskussion verleideten mir den Braten samt Sauce. Ganz zu schweigen von den sieben überlebten Herzinfarkten am Tisch, die mich prompt in Panik stürzten: Ich spür´ es schon, der linke Arm tut weh….</p>



<p>Das wiederum beschäftigte mich die ganze Bayerische Creme hindurch, die als Nachspeise und zum eilig herbei geholten Blutdruckmessgerät gereicht wurde. Meine Werte wollte ich nicht wissen, die meiner Schwiegermutter und ihres Mannes aber machten den versammelten Experten Sorgen. Mir auch, denn ich kenne den Großvater meiner Enkel, der sich jegliche ärztliche Einmischung in sein Leben verbietet.</p>



<p>Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich die Haus-Apotheke leer geräumt und in vielen großen Dosen oral eingenommen habe, saß ich heute Morgen zitternd am Frühstückstisch und erwartete den Anruf, der den plötzlichen Krankenhausaufenthalt von Opa mitteilt. Das Telefon klingelte tatsächlich – am anderen Ende der Leitung verkündete der Schwiegervater, dass man sich zum Spontanurlaub in Madeira entschlossen habe. Weil: „So jung und gesund bleiben wir nicht immer.“</p>



<p></p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Moderne Menschen</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/moderne-menschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 16:43:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ich aus den Bestsellerlisten einschlägiger Magazine gelernt habe: Jede Generation ist so typisch, dass es sich über sie zu schreiben lohnt. Blöd nur, dass mit jeder Charakterisierung zugleich eine Handlungsaufforderung verbunden ist. Null-Bock-, Golf-, Internet- oder Best Ager-Generation, keiner kommt der für ihn reservierten Schublade aus. Ein 17jähriger sollte&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich aus den Bestsellerlisten einschlägiger Magazine gelernt habe: Jede Generation ist so typisch, dass es sich über sie zu schreiben lohnt. Blöd nur, dass mit jeder Charakterisierung zugleich eine Handlungsaufforderung verbunden ist. Null-Bock-, Golf-, Internet- oder Best Ager-Generation, keiner kommt der für ihn reservierten Schublade aus. Ein 17jähriger sollte ebenso wissen, was von ihm verlangt wird, wie ein 80jähriger. Oder wie einer in der Mitte seines Lebens (so zwischen 40 und 60), der so gerne für sich in Anspruch nimmt, ein moderner Mensch zu sein. Nicht mehr grün hinter den Ohren, aber auch noch nicht gänzlich weiß in der Kopf- und Körperbehaarung (den notorischen Besserwissern sei gleich gesagt: Ausnahmen bestätigen die Regel.).</p>
<p>Der moderne Mensch jedenfalls steckt in einem Dilemma: Er darf sich von seiner „Generation“ nicht ausschließen, andererseits fordert das Stigma der Jahrgänge 1960 bis 1970 anders zu sein als die anderen. In der Tat hat diese Erkenntnis eine dialektische Tiefe, die ich bis dato noch nicht aufzudröseln vermochte, weil: Wenn alle anders als die anderen sind, sind alle gleich. Oder nicht?</p>
<p>ICH ERFINDE MICH NEU. Wer von den modernen Menschen, zu denen ich mich gerne zähle, hat in seinem Bekanntenkreis nicht schon diesen Satz gehört? Es selbst zu tun, kann anstrengend werden, denn schnell ist man bei: Ich erfinde mich immer wieder neu. Ich erfinde mich immer schneller immer wieder neu ….</p>
<p>Ich möchte nicht neu sein. Allein schon, weil ich glaube, dass bei dem ganzen Erfinden ich mich irgendwann mal nicht mehr finde.</p>
<p>Meine zunehmende Verstörtheit beim Brüten über diesen Fragen ist nicht unbemerkt geblieben. Meine Frau diagnostizierte bei uns beiden (meine Frau denkt immer im „WIR“) sofort „Stress“ und schleppte mich in eine Wohlfühl-Bade-Sauna-Landschaft gigantischen Ausmaßes. Dort fand ich schnell einen guten Platz an der Pool-Paar, an der ich meiner Frau großzügig einen Cocktail spendierte. Eigentlich sollte jetzt alles gut sein …</p>
<p>… wenn nicht um mich herum sich Pärchen ungewöhnlich vergnügten. Nein, DAS taten sie nicht. Vielmehr lag je nach Pärchen die Frau oder der Mann wie in Trance flach auf dem Wasser, während er oder sie vom Partner behutsam gehalten wurde. „Pärchen-Therapie, sich fallen lassen, Vertrauen gewinnen bla bla bla“, ätzte meine Frau angesichts des Treibens und nippte genüsslich an ihrem Cocktail. Meine vorsichtige Frage erstickte sie sofort im Keim: „Vergiss es!“</p>
<p>Ich gebe es zu: Meine kleine, gemeine Seele hatte den unbändigen Wunsch zum Vorschein gebracht, dass ich zärtlich meine Frau auf Armen halte … und dann tauche.</p>
<p>Wie ich jetzt vom Zwang, anders sein zu wollen, zur Paartherapie im Wasser gekommen bin? Keine Ahnung – und vielleicht ist genau dies die Antwort auf die Frage nach dem modernen Menschen. Eines aber weiß ich sicher: Wir sollten uns viel häufiger tauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>&#8222;Entschuldigen Sie bitte, junger Mann!&#8220;</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/entschuldigen-sie-bitte-junger-mann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 16:28:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ALLTAGsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Dame]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer im Job nach oben und dort auch bleiben will, muss erkennen, wann er auf Menschen trifft, die ihm überlegen sind. Ich arbeite an dieser Eigenschaft. Allerdings nicht immer mit Erfolg, denn manche Niederlagen sind zu schmerzhaft. Gestern ist es wieder passiert. Ich hatte mich gut vorbereitet und penibel auf&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Job nach oben und dort auch bleiben will, muss erkennen, wann er auf Menschen trifft, die ihm überlegen sind.</p>
<p>Ich arbeite an dieser Eigenschaft. Allerdings nicht immer mit Erfolg, denn manche Niederlagen sind zu schmerzhaft.</p>
<p>Gestern ist es wieder passiert. Ich hatte mich gut vorbereitet und penibel auf jedes Zeichen geachtet. Alle Vorsichtsmaßnahmen waren getroffen, alle Unabwägbarkeiten ausgeschlossen. Ich war in der Form meines Lebens, so schnell wie noch nie, nahezu unüberwindbar. Und dann ist es doch wieder passiert.</p>
<p>Abends im Supermarkt, kurz vor 18 Uhr. Ich habe etwas früher Feierabend gemacht und schleiche auf leisen Sohlen durch die Gänge, aus dem Lautsprecher klingt gedämpfte Hammondorgelmusik. Ganz langsam biege ich um die Palette mit dem Waschmittel, kurve gekonnt um den mobilen Verkaufsstand, an dem ein verzweifelter 21jähriger im Konfirmationsanzug Dosensuppen anpreist. Immun gegen diese Verlockungen gleite ich weiter, mein sorgsamer und leicht gehetzter Blick streicht ohne Interesse an Gemüsestand und Weinregal vorbei, denn:</p>
<p>Wenige Meter vor mir leuchtet verheißungsvoll die Wursttheke.</p>
<p>Langsam, ganz langsam nähere ich mich, verharre kurz – und überwinde die letzten Meter mit einem waghalsigen Sprung. Nur etwas außer Atem will ich gerade 200 Gramm feinste Salami aus den Abruzzen bestellen, da trifft mich der verbale Keulenschlag genau zwischen die Schultern. <strong>Es ist passiert, sie ist da!</strong></p>
<p>Maximal 1,59 Meter groß und mindestens 90 Jahre alt steht die nette Dame vor mir und lächelt mich an: &#8222;Entschuldigen Sie bitte, junger Mann. Würde es Ihnen etwas ausmachen mich vorzulassen? Ich verpasse sonst meinen Bus.&#8220;</p>
<p>Wer könnte da nein sagen? Ich jedenfalls nicht, zumal sie mich frappierend an meine Großmutter erinnert.</p>
<p>Eine Viertelstunde später. Die gleiche Szene vor der Kasse. Wieder glaube ich mich schneller, wieder muss ich vor der Terminnot der alten Dame kapitulieren. Während sie beteuert, dass es jetzt wirklich knapp wird bis zur Abfahrt des Busses, frage ich mich (den frustrierten Tränen nahe), ob ich angesichts meiner offensichtlich fehlenden Durchsetzungsfähigkeit nicht den Job wechseln sollte.</p>
<p>Anderthalb Stunden später. Ich war mittlerweile daheim, habe zu Abend genüsslich die 200 Gramm Salami (ohne Brot!) verzehrt – und fahre nun auf dem Weg zum Fitness-Studio am bekannten Supermarkt vorbei. Resigniert erkenne ich die alte Dame, die auf dem Trottoir in ein Gespräch mit zwei anderen Frauen vertieft ist. Der Bus ist weg.</p>
<p>Für die wirklich wichtigen Dinge im Leben muss man sich Zeit nehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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