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	<title>Zeit Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>Zeit Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Eine Frage der Perspektive: faul oder nicht.</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/eine-frage-der-perspektive-faul-oder-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2023 17:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder&#46;&#46;&#46;</p>
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<p>Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder die Bosheit dazu treibt, meist aber ist meine Ignoranz nicht gegen einen anderen gerichtet, sondern einfach nur mit mir selbst beschäftigt.</p>



<p>Das macht ein Leben mit mir nicht einfach, wovon meine geliebte Gattin ein traurig Lied singen kann. Ähnlich ergeht es meinem besten Freund Markus. Beide wollen sie stets nur „mein Bestes“ und wenn schon nicht das, dann zumindest eine gute Lösung in der jeweiligen Situation. Dumm nur, dass ich „mein Bestes“ und eine „gute Lösung“ sehr individuell definiere – und meine Interpretation meist auf wenig Gegenliebe und immer auf Unverständnis stößt.</p>



<p>Dabei rede ich (noch) nicht von langen Unterhosen, die ich (zum Zorn meiner Gattin) auch bei minus 20 Grad Celsius verweigere, oder den guten, persönlichkeitsbildenden Büchern, die ich (zum Leidwesen von Markus) nicht lese – ich rede von den immensen Zeitersparnissen, die ich tagtäglich auf dem Parkplatz des Lebens ungenutzt liegen lasse.</p>



<p>Apropos Parkplatz: Als Autofahrer parke ich immer viel zu weit vom Ziel weg. Ich nehme nämlich die allererste Gelegenheit, um zu parken und störe mich fröhlich lächelnd und träumend nicht an den langen Märschen hin und zurück. Meine Mitfahrer tun das allerdings.</p>



<p>Woran es liegt? Ich treffe einerseits sehr schnell Entscheidungen UND ich mag es ungern umständlich. Was heißt: Wenn eine spätere, bessere Alternative<br>a) unsicher ist (es gibt keinen Parkplatz, der näher am Ziel liegt) oder<br>b) sehr viel Aufwand bedeuten könnte (Runden drehend eine Parklücke suchend <a href="https://www.youtube.com/watch?v=40hQeVlkpRI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/watch?v=40hQeVlkpRI</a>),<br>nehme ich den erstbesten Parkplatz. Das mag zwar ebenfalls irgendwie umständlich sein, aber eben früher. Und hinsichtlich besserer Alternativen, die ich versäumt habe, lehrt mich die Erfahrung, dass es sich irgendwann wieder ausgleicht. Dieses Vorgehen wende ich übrigens auch bei der Wahl des Christbaums, dem Kauf einer Hose und vielem anderen an. Mich entspannt es, meine Begleitung leider nicht.</p>



<p>Andererseits trödle ich gerne. Ich kann fernab aller technischer Errungenschaften sehr träge Gießkannen (volle und leere) durch den Garten tragen, stundenlang Sand schaufeln und dabei träumen, bei klassischer Musik Hemden bügeln, fühlend und riechend Gemüse schneiden und in alle Richtungen schauend ein altes Rad fahren. Das kostet jede Menge Zeit, die ich aber selten als verschwendet betrachte.</p>



<p>Im Gegenteil betrachte ich staunend meine Mitmenschen mit Mähroboter und häuslicher Wassersprenganlage sich Freiräume für Freizeitstress verschaffen, mit dem Auto ins Fitness-Studio fahren oder hektisch Dinge verrichten, um ausführlich allen von ihrer gewonnen „Ich-Zeit“ berichten.</p>



<p>Nun, ich habe keine Ich-Zeit, dafür aber zwei grüne Gießkannen.</p>



<p></p>



<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Langsame Hände …</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/langsame-haende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 15:04:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ALLTAGsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mittagspause]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>…die mich zum Weinen bringen Eigentlich hätte an dieser Stelle ein anderer Artikel stehen müssen. Und eigentlich hätte er schon vor zwei Stunden online gehen sollen. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass ich heute im Szene-Imbiss um die Ecke beim Mittagessen war. Dort gibt es burmesische Suppen, japanische&#46;&#46;&#46;</p>
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<h2 class="has-text-align-right wp-block-heading">…die mich zum Weinen bringen</h2>



<p>Eigentlich hätte an dieser Stelle ein anderer Artikel stehen müssen. Und eigentlich hätte er schon vor zwei Stunden online gehen sollen. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass ich heute im Szene-Imbiss um die Ecke beim Mittagessen war.</p>
<p>Dort gibt es burmesische Suppen, japanische Suppen und sonstige Suppen, die allesamt lecker schmecken, unglaublich gesund sind – und mir für teures Geld das gute Gefühl geben, ich hätte gefastet. Solange ich standhaft bin und danach nicht ….</p>
<p>…, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls stand heute ER hinter der Theke. ER ist eine unglaublich gesund aussehende Aushilfskraft, Typ Kunsthistoriker. ER ist sehr, sehr zuvorkommend – und er besitzt LANGSAME HÄNDE.</p>
<p>Dieser Begriff ist nicht von mir, sondern von meiner Mittagspausen-Begleitung Sven, was nichts daran ändert, dass er damit den Nagel auf den Kopf bzw. den Löffel in der Suppe trifft.</p>
<p>Diese langsamen Hände also bereiten meine Suppe zu … und wenn sie nicht gestorben sind, bereiten sie noch heute. OK, das war übertrieben, weil ich habe heute Mittag tatsächlich eine Suppe gegessen – nachdem ich sie nach gefühlten fünf Stunden in Empfang nehmen durfte.</p>
<p>Sven hatte Bachblüten und die 5 Tibeter dabei, murmelte außerdem buddhistische Meditationsverse, während wir gebannt den bedächtigen Handbewegungen des Kunsthistorikers folgten: „Mit Soja? Ja, schön. Etwas Koriander? Ja gerne. Ein bisschen Schärfe gefällig? Das dachte ich mir doch. Noch Chili? Wirklich? Sie sind mir aber einer!“</p>
<p>Volker grinste bereits abwesend und leicht dämlich vor sich hin, während offensichtlich bei mir gerade der dritte und vierte Tibeter versagten und von den Bachblüten eine faul war. Zudem reichte die Schlange hungriger Menschen mittlerweile bis zur Tür hinaus. Meine Nerven meldeten sich merklich …. und beendeten das Werk der langsamen Hände mit einem schroffen „Das passt jetzt. Geben Sie bitte her, ich habe wenig Zeit.“</p>
<p>Als ER dann noch sehr freundlich fragte, ob ich noch einen Cappuccino (echt italienisch, also frisch gebrüht) dazu möchte, begann ich hysterisch zu weinen….</p>
<p> </p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p> </p>
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		<title>Die Zeit-Optimierer und die Pünktlichkeit</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/die-zeit-optimierer-und-die-puenktlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2020 18:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Gemütlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Optimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Pünktlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe noch nie einen Bus verpasst, einen Zug schon gar nicht. Geschweige denn ein Flugzeug. Ich kam auch noch nie zu spät zu einem beruflichen Termin. Und dabei gehöre ich zu den Menschen, die nicht die Abfahrtszeiten ihrer U-Bahn kennen und auch nicht die genaue Einstiegsposition. Ich wusste selbst&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/die-zeit-optimierer-und-die-puenktlichkeit/">Die Zeit-Optimierer und die Pünktlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe noch nie einen Bus verpasst, einen Zug schon gar nicht. Geschweige denn ein Flugzeug. Ich kam auch noch nie zu spät zu einem beruflichen Termin.</p>
<p>Und dabei gehöre ich zu den Menschen, die nicht die Abfahrtszeiten ihrer U-Bahn kennen und auch nicht die genaue Einstiegsposition. Ich wusste selbst nach acht Jahren nicht, dass man in München an der Haltestelle „Kreiller Straße“ am besten genau 45 Meter hinter der Fahrerkabine einsteigt um zwei Stationen weiter am „Innsbrucker Ring“ den perfekten Umsteige-Platz zur U5 zu besitzen.</p>
<p>Und erst ganz am Ende meiner zwölfjährigen Zeit in der bayerischen Hauptstadt wurde mir gesagt, dass ich vom Ostbahnhof zum Weißenburger Platz zu Fuß genau 4 Minuten und 53 Sekunden benötige – sofern mir keiner im Wege steht, ich mich im leidlich trainierten Zustand befinde und keine Blasen an den Füßen habe.</p>
<p>„Just in time.“ Das ist nicht nur Englisch, das ist mir auch fremd.</p>
<p>Diese Unkenntnis wiederum erschließt mir ungeheure Zeitpotentiale. Wenn ich zum Beispiel traditionell 9 Minuten und 57 Sekunden auf die nächste U-Bahn warte. Wenn ich orientierungslos wieder einmal Umwege laufe oder eine Stunde zu früh zu einem Termin erscheine und mich dann an Hausmauern entlang drücken muss. Wenn ich auf Flughäfen mindestens vier Stunden vor dem Check-in vor Ort bin, weil man weiß ja nie…</p>
<p>Dagegen drängt die langjährige Erfahrung durchaus den Verdacht auf, dass Zeit-Optimierer gerne mal zu spät kommen. Seltsam, oder?</p>
<p><strong>Es scheint, die ganze Welt geht unter dem Optimierungs-Joch in die Knie!</strong></p>
<p>Ich nicht. Im Gegenteil. Mein Leben ist nicht optimiert. Und wird es auch nie sein, Barrierefreiheit hin oder her. Ich „zicke“ sogar richtiggehend, sobald irgendwer mich oder mein Leben optimieren will. Mit meinem besten Freund streite ich noch heute, wenn ich in unserem Heimatort nicht den kürzesten Weg von A nach B nehmen will – einfach, weil mir der andere besser gefällt.</p>
<p>Bei gemeinsamen Motorradausfahrten wusste ich nie, wie viele Kilometer ich noch fahren konnte. Ich tankte einfach immer, wenn sich die Gelegenheit bot – und grinste wenig später, wenn die Tank-optimierten Biker-Freunde mitten im Niemandsland ohne Sprit stehen blieben.</p>
<p>Der verzweifelte Kollege, der am PC jede optimierte F-Tastenkombinationen kennt, die Ehefrau, die zur Erleichterung der Hausarbeit manche Gerätschaft teuer erworben hat, oder all die Supermarkt-Kassiererinnen, die mich beharrlich nach irgendwelchen „Karten“ fragen – sie alle wollen nicht verstehen, dass ich das Zeug nicht brauche. Geschweige denn finden würde, wenn ich es mal brauchen sollte. Ja, selbst die automatische Zeichenkorrektur des Handys verweigere ich.</p>
<p>Es bringt ja nichts, wenn ich schneller schreiben, laufen oder arbeiten könnte. Ich kann deshalb nämlich nicht schneller denken, nicht besser schauen oder auch nicht mich gemütlicher langweilen. Statt viel Geld in eine vollautomatische Gartensprenganlage auszugeben, trage ich deshalb lieber meine Gießkannen mühsam, aber entspannt zu den Beeten und freue mich an den Schmetterlingen.</p>
<p>Oder ich denke auch mal an gar nichts. Das schafft unglaublichen Raum zum Träumen. Das Leben ist nämlich schön und spannend. Auch so.</p>
<p>(Foto) Meine Großeltern wussten sehr gut, wie sie ihre Zeit nutzen konnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/die-zeit-optimierer-und-die-puenktlichkeit/">Die Zeit-Optimierer und die Pünktlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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		<title>Langsame Hände …die mich zum Weinen bringen</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/langsame-haende-eine-geschichte-von-bernhard-krebs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 11:09:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ALLTAGsgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Langsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hätte an dieser Stelle ein anderer Artikel stehen müssen. Und eigentlich hätte er schon vor zwei Stunden online gehen sollen. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass ich heute im Szene-Imbiss um die Ecke beim Mittagessen war. Dort gibt es burmesische Suppen, japanische Suppen und sonstige Suppen, die&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/langsame-haende-eine-geschichte-von-bernhard-krebs/">Langsame Hände …die mich zum Weinen bringen</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hätte an dieser Stelle ein anderer Artikel stehen müssen. Und eigentlich hätte er schon vor zwei Stunden online gehen sollen. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass ich heute im Szene-Imbiss um die Ecke beim Mittagessen war.</p>
<p>Dort gibt es burmesische Suppen, japanische Suppen und sonstige Suppen, die allesamt lecker schmecken, unglaublich gesund sind – und mir für teures Geld das gute Gefühl geben, ich hätte gefastet. Solange ich standhaft bin und danach nicht ….</p>
<p>…, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls stand heute ER hinter der Theke. ER ist eine unglaublich gesund aussehende Aushilfskraft, Typ Kunsthistoriker. ER ist sehr, sehr zuvorkommend – und er besitzt LANGSAME HÄNDE.</p>
<p>Dieser Begriff ist nicht von mir, sondern von meiner Mittagspausen-Begleitung Sven, was nichts daran ändert, dass er damit den Nagel auf den Kopf bzw. den Löffel in der Suppe trifft.</p>
<p>Diese langsamen Hände also bereiten meine Suppe zu … und wenn sie nicht gestorben sind, bereiten sie noch heute. OK, das war übertrieben, weil ich habe heute Mittag tatsächlich eine Suppe gegessen – nachdem ich sie nach gefühlten fünf Stunden in Empfang nehmen durfte.</p>
<p>Sven hatte Bachblüten und die 5 Tibeter dabei, murmelte außerdem buddhistische Meditationsverse, während wir gebannt den bedächtigen Handbewegungen des Kunsthistorikers folgten: „Mit Soja? Ja, schön. Etwas Koriander? Ja gerne. Ein bisschen Schärfe gefällig? Das dachte ich mir doch. Noch Chili? Wirklich? Sie sind mir aber einer!“</p>
<p>Sven grinste bereits abwesend und leicht dämlich vor sich hin, während offensichtlich bei mir gerade der dritte und vierte Tibeter versagten und von den Bachblüten eine faul war. Zudem reichte die Schlange hungriger Menschen mittlerweile bis zur Tür hinaus. Meine Nerven meldeten sich merklich …. und beendeten das Werk der langsamen Hände mit einem schroffen „Das passt jetzt. Geben Sie bitte her, ich habe wenig Zeit.“</p>
<p>Als ER dann noch sehr freundlich fragte, ob ich noch einen Cappuccino (echt italienisch, also frisch gebrüht) dazu möchte, begann ich hysterisch zu weinen….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/langsame-haende-eine-geschichte-von-bernhard-krebs/">Langsame Hände …die mich zum Weinen bringen</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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