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	<title>ESSEN-TRINKEN-Geschichten Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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		<title>Schokolade oder Chips?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2020 15:23:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ESSEN-TRINKEN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Zehe Knoblauch, ein Rippchen Schokolade, ein Schüsselchen Chips, ein kleines Bier oder eine Kugel Eis. Es gibt Maßeinheiten, die mir fremd sind. Ich denke in Knollen, süßen 250 Gramm-Tafeln, stattlichen Liter-Gläsern und mindestens 500ml-Eisbechern – und ich handle danach. Die Händler (und Mutter Natur) haben sich doch sicher etwas&#46;&#46;&#46;</p>
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<p>Eine Zehe Knoblauch, ein Rippchen Schokolade, ein Schüsselchen Chips, ein kleines Bier oder eine Kugel Eis. Es gibt Maßeinheiten, die mir fremd sind. Ich denke in Knollen, süßen 250 Gramm-Tafeln, stattlichen Liter-Gläsern und mindestens 500ml-Eisbechern – und ich handle danach. Die Händler (und Mutter Natur) haben sich doch sicher etwas dabei gedacht, als sie bei den Größen ihrer Versuchungen nicht gekleckert, sondern eifrig geklotzt haben, oder?</p>



<p>Ich bin ein XXL-Mensch mit großen Gefühlen, großen Worten, großen Ansprüchen und so weiter und so fort. Warum sollte ich dann bei Knoblauch, Bier und Süßigkeiten halt machen?</p>



<p>Naschereien teilen die Menschheit in der Regel in mindestens zwei Gruppen, unter die sich wiederum viele weitere Kategorien bilden können. Es gibt die „Salzigen“ und es gibt die „Süßen – während die einen ihrer Leidenschaft für Chips, Nüsschen oder Brezeln frönen, können die anderen weder Kuchen und Torte noch Schokolade widerstehen. Die Gummibärchen-Fraktion, so groß sie auch sein mag, nehme ich nicht ernst, seitdem Thomas Gottschalk für sie Werbung gemacht hat und Bulli Herbig auch nicht besser ist.</p>



<p>Nun gut, ich gebe zu: Meine Abneigung betrifft vor allem die geschmacklosen Goldbären, bei Cola-Fläschchen (tatsächlich das einzige Mal, in der ich in meinem Sprachschatz eine „Verniedlichung“ zulasse) und den komischen Erdbeeren mit ihrer geheimnisvollen Konsistenz, mache ich Ausnahmen.</p>



<p>Während ich früher ein treuer Vasall des Süßen war und kaum die Grenze zum Salzigen übersprang, werde ich mit zunehmendem Alter toleranter. Heute esse ich alles. Hauptsache, es ist viel.</p>



<p>Überhaupt fördern Naschereien meine Fähigkeit, entspannt &amp; neugierig zu sein und Wagnisse einzugehen. Ich bin kein Sturkopf mehr, der sein Leben lang bei den Paprika-Chips der Marke XY bleibt, ebenso wenig wie ein verbohrter Gourmet, der nur dunkle Schokolade aus bestimmten fernen Ländern an seinen Gaumen lässt. Und ein Gesundheitsapostel, der auf Fettgehalt und Geschmacksverstärker achtet, war ich noch nie.</p>



<p>Vielmehr bin ich mittlerweile ein überzeugter Grenzgänger, der Süßes und Deftiges zugleich liebt und für den die britische Honig- und Essig-Expeditionen eine wahre Geschmacksoffenbarung sind. Oriental, Chakalakah, Ketchup und süße Röstaromen bei Chips, Bärwurz und Bärlauch bei Pralinen: Ich kenne keine Angst mehr und breche täglich auf zu neuen Abenteuern. Nicht jedes geht gut aus, aber ich kann sehr hart im Nehmen sein.</p>



<p>Moment! Es gibt doch noch ein Terrain, das ich noch nie betreten habe: Ich habe noch nie – auch nicht in der Nacht – glückselig ein Nutella Glas ausgelöffelt. Machen das überhaupt Männer?</p>



<p>Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.</p>



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<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Kulinarische Beobachtungen: Italienische Erfolgsgeheimnisse!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:15:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ESSEN-TRINKEN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich liebe Italien und die Italiener, obwohl sie im Fußball immer wieder erfolgreich sind. Natürlich unverdient, denn sie stahlen 2006 dem deutschen Team im Halbfinale das Happy-End im Sommermärchen und provozierten im Finale den unvergleichlichen Zinédine Zidane zum entscheidenden Kopfstoß. Allerdings arbeite ich in München, der nördlichsten&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich liebe Italien und die Italiener, obwohl sie im Fußball immer wieder erfolgreich sind. Natürlich unverdient, denn sie stahlen 2006 dem deutschen Team im Halbfinale das Happy-End im Sommermärchen und provozierten im Finale den unvergleichlichen Zinédine Zidane zum entscheidenden Kopfstoß.</p>
<p>Allerdings arbeite ich in München, der nördlichsten Stadt Italiens. Und ich bin in Regensburg aufgewachsen, der nördlichsten Stadt Italiens. Ich habe auch in Hamburg studiert und sollte dort einmal anfragen, ob dies ebenfalls die nördlichste Stadt Italiens ist. Ich bin mir sicher, dass sie es ist (zumindest ein &#8222;Venedig&#8220; wird Hamburg wohl sein) – womit ich von mir behaupten darf, dass ich in den vergangenen 35 Jahren fortwährend in Italien gelebt habe.</p>
<p>Das verbindet. Ebenso wie die Liebe zum Fußball und zum Essen. Und wahrscheinlich liegt der sportliche Erfolg &#8222;meiner Landsleute&#8220; darin begründet, dass sie ihre fünf kulinarischen Erfolgsprinzipien auf das Fußballspiel übertragen haben:</p>
<ol>
<li>Die perfekte Nutzung des Raumes: Kein Volk versteht es wie die geliebten Italiener, den vorhandenen Platz effektiv zu nutzen. Das gilt für den italienischen Magen ebenso wie für den viertel Quadratmeter im Strafraum: In den einen passen fünf Vor-, drei Haupt- und zwei Nachspeisen, in den anderen der Stürmer Filippo Inzaghi inklusive Schwalbe.<br />
Und wer in der Arena von Verona einmal erlebt hat, dass im Bereich &#8222;gradinata numerata&#8220; zwischen sich und der Partnerin (gemessene 20 Zentimeter Abstand) eine italienische Großfamilie souverän Platz findet und gemeinsam Arien schmettert …</li>
<li>Der respektvolle Umgang mit der Tradition: Wer im Trainingslager bevorzugt Spaghetti al olio ist, der wird auch an der Abwehrkette nicht rütteln.</li>
<li>Die Nachwuchsförderung: Nirgendwo werden Kinder so liebevoll willkommen geheißen und gehätschelt wie in italienischen Restaurants. Kein Wunder, dass diese Kinder als Fußballer in der ganzen Welt Karriere machen – nicht selten, ohne dabei erwachsen zu werden.</li>
<li>Lass Dir Zeit: Das italienische Essen lebt von der Zeit, die man sich dazu gerne im Übermaß nimmt. Unnötige Hektik schadet nur – das denken die Nationalspieler auch, wenn sie in Führung nach einem leichten Foul sehr langsam, dafür vollständig genesend am Boden liegen oder subjektiv geschätzte 20 Minuten für einen Einwurf benötigen.</li>
<li>Der Sinn für das Schöne: Ich sage nur &#8222;Antipasti Platte&#8220; und &#8222;Luca Toni&#8220;.</li>
</ol>
<p>Ohne Zweifel: Italien ist auch bei den nächsten Welt-Meisterschaften ein Favorit.</p>
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