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	<title>Vortrag Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>Vortrag Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Ich bin stark! So stark!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:43:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
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		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut diversen Statistiken mögen die allermeisten Menschen nicht vor Publikum sprechen. Sie haben sogar eine Heidenangst davor. Erst kürzlich habe ich erlebt, wie ein ansonsten großmäuliger Abteilungsleiter sich klein und zittrig durch einen Vortrag stotterte Abgesehen davon gehöre ich auch zu den allermeisten Menschen und bin sehr froh über das&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut diversen Statistiken mögen die allermeisten Menschen nicht vor Publikum sprechen. Sie haben sogar eine Heidenangst davor. Erst kürzlich habe ich erlebt, wie ein ansonsten großmäuliger Abteilungsleiter sich klein und zittrig durch einen Vortrag stotterte</p>
<p>Abgesehen davon gehöre ich auch zu den allermeisten Menschen und bin sehr froh über das Programm des 33. Deutschen Assistentinnen- und Sekretärinnen-Tages, auf dem Auftritt, Rhetorik und Argumentation zu den Kernthemen gehören. Gut so. Eigentlich.</p>
<p>Mein Chef nämlich hat das Programm auch gelesen, gelächelt und großmütig gemeint: „Das ist ja prima, da können Sie als Übung vorab schon mal morgen beim AL-Meeting eine kleine Präsentation zu unserer geplanten Umorganisation der internen Kommunikation halten. Sie wissen ja ungefähr, was ich denke und will.“</p>
<p>Weiß ich das?????????????<br />
Meinen entgeisterten Gesichtsausdruck kommentierte mein Chef nur: „Das schaffen Sie schon. Halten Sie sich kurz und vergessen Sie den Humor nicht, dann wird das was.“</p>
<p>Was wird dann was???????<br />
Dann war mein Chef weg – und ich alleine. Erst noch im Büro, dann zuhause am PC. Auf der Heimfahrt war sie plötzlich da gewesen: die Idee. Für eine Präsentation! Originell und anregend am Anfang, erheiternd und überraschend im Mittelteil, der dramaturgisch ungewöhnlich, aber spannend in die Schlusspointe einmündete, die man nur noch als Sensation bezeichnen konnte.</p>
<p>Dann war sie weg, die Idee. Und kam nicht wieder. Trotz intensiver Bemühungen. Alle Versuche, den Geniestreich meines Lebens wieder in die Gehirnrinde zu locken, scheiterten. Ein paar Schritte durch das Wohnzimmer halfen ebenso wenig wie der ausgedehnte Spaziergang um den Block. Zweck- und wirkungslos waren auch die fünf Meditationsübungen der Tibeter und eine eilig durchgeführte Bachblütentherapie.</p>
<p>Und der Nachbarsjunge, der an der Haustür seine Freundin knutschte, hat nicht schlecht gestaunt, als ich um 2 Uhr morgens den Müll zur Tonne brachte, weil ich mal gelesen hatte, dass man in solchen Situationen Ballast auch ganz real entfernen solle. Der Müllmann wiederum bestätigte mir drei Stunden später auf Nachfrage, dass ich trotz Schlafmantel durchaus eine Person sei, die Stärke und Kompetenz ausstrahle.</p>
<p>Ich gebe zu: Mit ruiniertem Nervenkostüm wollte ich am Morgen meinen Chef darum bitten, mir die notdürftig zusammen geschusterte Präsentation zu erlassen. Als ich gerade den Mund aufmachte, fuhr er jedoch dazwischen: „Stornieren Sie bitte heute alle Termine. Ich muss unerwartet vor dem Aufsichtsrat eine Präsentation halten.“</p>
<p>Sagte ich schon, dass mein Chef auch zu den eingangs erwähnten, allermeisten Menschen gehört? Doch jetzt habe ich tiefstes Verständnis für ihn …. und auch ein ganz klein wenig Mitleid.</p>
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		<title>Warum ich eine geborene Führungspersönlichkeit bin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 09:13:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskraft]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentation]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Schlafen Sie einfach mal eine Nacht drüber, dann geht Ihnen die Präsentation ganz locker von der Hand.“ Das hat der Coach vor wenigen Stunden zu mir gesagt. Sie müssen wissen: Mein Chef hat mich auf Mitarbeiterführungs-Seminar geschickt. Und deshalb muss ich bis morgen eine Präsentation zum Thema ausarbeiten: „Warum ich&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Schlafen Sie einfach mal eine Nacht drüber, dann geht Ihnen die Präsentation ganz locker von der Hand.“ Das hat der Coach vor wenigen Stunden zu mir gesagt. Sie müssen wissen: Mein Chef hat mich auf Mitarbeiterführungs-Seminar geschickt. Und deshalb muss ich bis morgen eine Präsentation zum Thema ausarbeiten: „Warum ich eine geborene Führungspersönlichkeit bin.“</p>
<p>Der Clou dabei: Die Präsentation soll witzig sein. So will es der Coach.</p>
<p>„Warum ich eine geborene Führungspersönlichkeit bin“. Witzig dargeboten. Journalisten nennen das wohl „Glosse“. Dazu dröhnen in meinem Kleinhirn die in Stein gemeißelten Präsentations-Gesetze: Fasse Dich kurz!</p>
<p>Komm endlich zum Punkt! Einen Moment, gleich passiert es. In einer Präsentation haben Ausschweifungen keinen Platz! Das weiß doch jeder, oder? Wer klar schreibt, der denkt auch klar! Alles klar?</p>
<p>Gestern noch, kurz vor dem Einschlafen, als die Inspiration den Frottee-Schlafanzug übergestreift und die Kreativität das aufreizende Abendkleid abgelegt hatte, war sie da: die Idee! Es war kein primitiver Gedanke, es war eine Erscheinung!</p>
<p>Eine Präsentation, die nur einmal in den mir absolut unergründlichen Gehirnwindungen geboren wird. Eine Idee, die den Ruhm (und den Rum) über mehrere Generationen sichert; eine Idee also, die den angestrebten Ruhe-Rum-Ruhm-Platz in der Rente schon heute rechtens sein lässt: Originell und anregend am Anfang, erheiternd und überraschend im Mittelteil, der wiederum dramaturgisch ungewöhnlich, aber spannend einmündet in die Schlusspointe, die man nur noch als Sensation bezeichnen kann.</p>
<p>Jetzt ist sie weg, die Idee. Und kommt nicht wieder. Trotz intensiver Bemühungen. Alle Versuche, den Geniestreich meines Lebens wieder in die Gehirnrinde zu locken, scheitern. Ein paar Schritte durchs Hotelzimmer helfen wenig. Ebenso zwecklos sind die fünf Meditationsübungen der Tibeter und eine eilig durchgeführte Bachblütentherapie.<br />
Ich habe sogar den Zimmerservice damit überrascht, dass ich den Müll zur Tonne gebracht habe, weil der in größter Verzweiflung konsultierte, sehr teure und sehr virtuelle Motivationspsychologe empfohlen hatte, hinderlichen Ballast auch ganz real zu entfernen.</p>
<p>„Warum ich eine geborene Führungspersönlichkeit bin“. Langsam wird das Zeitfenster eng. Schnell noch ein kleines Bierchen. Die nette Dame unten an der Hotel-Bar hat mir auf Nachfrage sofort bestätigt, dass ich schon aus fünf Metern Entfernung den Eindruck einer absolut souveränen Führungspersönlichkeit mache.</p>
<p>Leider wollte die Dame nicht als meine Muse mit aufs Zimmer kommen. Ich kenne das. Als geborene Führungspersönlichkeit ist man oft einsam. Die Mini-Bar ist gerade mein bester Freund. Was hat der Coach gleich noch gesagt? „Schlafen Sie einfach mal eine Nacht drüber, dann geht Ihnen die Präsentation ganz locker von der Hand.“<br />
Keine schlechte Idee. Ich mache die Präsentation gleich morgen nach dem Frühstück.</p>
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