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	<title>Vater Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>In der Elternsprechstunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 17:57:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ELTERNgeschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Frau und Mutter meiner Kinder sagte: „Diesmal bist du dran. Es wird Zeit, dass du dich auch einmal darum kümmerst.“ Allein die Tatsache, dass sie darauf verzichtete, den Befehl in eine Frage zu verpacken (was letztendlich auch nichts an meiner Folgsamkeit geändert hätte), zeigte ungeschönt ihre fehlende Verhandlungsbereitschaft an,&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Frau und Mutter meiner Kinder sagte: „Diesmal bist du dran. Es wird Zeit, dass du dich auch einmal darum kümmerst.“ Allein die Tatsache, dass sie darauf verzichtete, den Befehl in eine Frage zu verpacken (was letztendlich auch nichts an meiner Folgsamkeit geändert hätte), zeigte ungeschönt ihre fehlende Verhandlungsbereitschaft an, was bedeutete: Ich durfte diesmal zum Elternsprechtag meines ältesten Sohnes.</p>
<p style="padding-left: 90px;"><em>Eine Erinnerung: Ich war 17 Jahre alt, als mein Vater nach einigen Jahren mal wieder in den Elternsprechtag ging. Als er nach Hause kam, erhielt ich die letzte Ohrfeige meines Lebens. Es waren nicht die Noten, es war mein angeblich respektloses Verhalten.</em></p>
<p>Meine Frau, die Ordnung liebt, hatte den Abend akribisch für mich vorbereitet. Im 15 Minuten-Takt reiht sich Englisch an Mathematik an Kunst an Biologie an Deutsch an … allein der Blick auf den ausgedruckten Zettel macht mich bereits schwindelig.</p>
<p>Elternsprechtage erinnern ein wenig an Therapiesitzungen; man hat immer das Gefühl, zu viel von sich selbst zu verraten. Das eigene Kind, seine Noten und sein Verhalten, sind die grausame Lupe auf das elterliche Versagen.</p>
<p>Die Hauptfrage, die sich mir stellt: Wie bringe ich der Lehrerin bzw. dem Lehrer bei, dass mein Sohn in jeder Hinsicht der Beste ist. Wie gewährleiste ich, dass sie/er meiner bescheidenen Äußerung „Er ist halt guter Durchschnitt“ vehement mit dem Hinweis auf seine überdurchschnittlichen Fähigkeiten widerspricht.</p>
<p>Bereits beim ersten Lehrer die Ernüchterung. So der sportliche Kumpel-Typ mit hochgekrempelten Ärmeln, den mein Sohn ziemlich lässig findet. Dabei ist doch nur einer lässig – und das ist sein Vater! Jedenfalls beginnt dieser Möchtegern-Lehrer unsere „Stunde“ mit den Worten: „Sie heißen Krebs? Und Ihr Sohn N.? Da muss ich nachschauen.“ Schon hat er es sich gründlich bei mir verscherzt (oder verschissen, wie der Bayer sagt). Meinen Sohn kennt man doch, er ist schließlich der Beste!</p>
<p>Der Lehrer lenkt mit Blick auf seine Akten ein: „Ach so, genau. Der N. Natürlich kenne ich ihn.“ Ich bleibe misstrauisch, zumal sich die nachfolgende Konversation auf ein vom Lehrer gemurmeltes „Es passt“ und ein von mir gebrummtes „Dann ist es ja gut“ beschränkt. Mehr passiert nicht. Kein Jubel, auch keine Kritik an aufmüpfigem Verhalten (auf das ich auch stolz wäre) – ich bin enttäuscht.</p>
<p>Die nächsten Lehrer tun sich ebenfalls schwer mit intelligenten Beiträgen. Ich mir auch. Sie kennen die Noten, ich auch. Und da wenig Handlungsbedarf besteht, frage ich halt nach dem Sozialverhalten. Da fällt dann schon auf, dass mein Sohn in der Schule und daheim mitunter zwei verschiedene Menschen sind: Der Rotzlöffel von daheim scheint sich täglich beim ersten Gong in einen unauffälligen Schüler zu verwandeln. Wenn ich das seiner Mutter erzähle!!!</p>
<p>Die perfekte Termin-Organisation meiner Frau in Kombination mit fehlenden Themen führen dazu, dass ich zum Schluss noch Zeit habe. Ich gehe zur Kunstlehrerin und auch noch zum Sportlehrer – beide zeigen sich richtiggehend erschrocken, dass ein Vater bei ihnen vorbei schaut (leider habe ich es zur Religionslehrerin nicht mehr geschafft). Der anfänglich verstörte „Was will denn der“-Gesichtsausdruck weicht einem entzückten „Endlich ist einer da“-Leuchten in den Augen.</p>
<p>Und weil ich interessiert (ich halte beide Fächer übrigens für sehr wichtig und sträflich vernachlässigt) nachfrage, beginnen sie zu erzählen. Dass mein Sohn ein guter Ballspieler sei und zeichnerisch so talentiert, dass er in beiden Fächern auf einer „Eins“ steht. Das wiederum kann ich angesichts der häuslichen Leistungen (N. spielt weder Fußball mit mir noch hat er es bei Muttertagpräsenten über ein Strichmännchen hinaus geschafft) nicht glauben – und argumentiere fleißig gegen die Notengebung von Lehrer und Lehrerin.</p>
<p>Ich kann überzeugen. Nur, als ich zuhause meiner Frau von meinem Argumentationserfolg berichten will, realisiere ich – noch kurz vor dem Riesenanpfiff – meine eigene Dummheit.</p>
<p>Es hat sich nichts geändert. Sobald ich eine Schule betrete, endet es im Fiasko. Ob früher als Schüler oder heute als Vater.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>3 Meter hoch und 24 Meter lang &#8211; Wie ein Vater sein Trauma überwindet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 17:54:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ELTERNgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich kommt es auf die Größe an. Wer das Gegenteil behauptet, hat keine Ahnung und auch nur halb so viel Spaß im Leben. Ich möchte mit dieser Behauptung keineswegs Gartenzwergen zu nahe treten, aber mal ehrlich: Wer nimmt denn die kleinen Gesellen im Vorgarten wirklich ernst? Worin der triebhafte Drang&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/3-meter-hoch-und-24-meter-lang-wie-ein-vater-sein-trauma-ueberwindet/">3 Meter hoch und 24 Meter lang &#8211; Wie ein Vater sein Trauma überwindet</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich kommt es auf die Größe an. Wer das Gegenteil behauptet, hat keine Ahnung und auch nur halb so viel Spaß im Leben. Ich möchte mit dieser Behauptung keineswegs Gartenzwergen zu nahe treten, aber mal ehrlich: Wer nimmt denn die kleinen Gesellen im Vorgarten wirklich ernst?</p>
<p>Worin der triebhafte Drang zur Größe gründet? Mein Psychotherapeut, den ich noch nicht habe, würde wahrscheinlich ganz tief in meiner Kindheit schürfen – und spätestens im Kindergarten, der noch nicht Kindertagesstätte hieß, fündig werden.</p>
<p>Dort handwerkten die Kindergärtnerinnen, die noch nicht Erzieherinnen hießen, und ließen die Buben, die noch nicht Kids hießen, in allerlei pädagogisch wertlosen Wettbewerben gegeneinander antreten. Einer davon hieß: Wer hat das größte Auto?</p>
<p>Abgesehen davon, dass diese Frage auch 2011 noch das bundesdeutsche Bewusstsein bestimmt, musste ich 1968 akzeptieren: Ich hatte es nicht, das größte Auto.</p>
<p>Ich konkurrierte vielmehr um den Titel des kleinsten Autos (siehe Foto) – und weil meine Eltern auch die folgenden 14 Jahre dachten, dass ein „zu viel und zu groß“ nur schaden kann, verfügte ich über eine sehr überschaubare Spielzeugsammlung. Natürlich ist mein Vater völlig anderer Ansicht, wie schon sein Vater, der ein Holzgewehr und den weihnachtlichen Apfel als durchaus üppig empfand.</p>
<p>Jetzt bin ich der Vater von zwei kleinen Jungs, und mein Vater ist der Großvater. Mit einer klaren Aufgabenverteilung: Ich besorge die großen Spielsachen, Opa die noch größeren.</p>
<p>Ein stattlicher Fuhrpark, der die Garage füllt, eine 24 Meter lange Holzeisenbahn, 18 Meter LEGO-Schienen, 3 Autorennbahnen (Wada, Hot Wheels und Carrera), ein anderthalb Meter hoher Baukran, ein Bagger um den 8 qm großen Sandkasten auszuheben, Stoffhund und Plüschpferd in Lebensgröße, die komplette Ritterburg von Playmobil – die Liste der Monströsitäten in Plastik, Naturholz und High-Tech-Materialien ließe sich noch lange fortsetzen.</p>
<p>Und sie wird täglich länger, denn nicht nur die Größe zählt, sondern auch die Masse. Das wiederum treibt mich wöchentlich ins Fastfood-Restaurant, um ja kein Spielzeug aus der Kindertüte zu verpassen. Und mein Vater? Der kauft die Bestände an Überraschungseiern auf.</p>
<p>Sie machen sich Sorgen um meine Jungs? Das ist nicht nötig, glauben Sie mir. Die beiden haben nämlich eine Mutter, die sehr gerne wieder verkauft (ein Hoch auf Kinderbasare) und noch lieber entsorgt.</p>
<p>Nur ich und mein Vater bleiben ohne Hilfe. Übrigens, wenn Sie uns suchen: Wir sind im nächsten Spielwarenladen. Es gibt da ein Kindermotorrad mit einem unglaublich leistungsfähigen Elektroantrieb….</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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