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	<title>Männer Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>Männer Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Kulinarische Beobachtungen: Italienische Erfolgsgeheimnisse!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:15:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ESSEN-TRINKEN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich liebe Italien und die Italiener, obwohl sie im Fußball immer wieder erfolgreich sind. Natürlich unverdient, denn sie stahlen 2006 dem deutschen Team im Halbfinale das Happy-End im Sommermärchen und provozierten im Finale den unvergleichlichen Zinédine Zidane zum entscheidenden Kopfstoß. Allerdings arbeite ich in München, der nördlichsten&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich liebe Italien und die Italiener, obwohl sie im Fußball immer wieder erfolgreich sind. Natürlich unverdient, denn sie stahlen 2006 dem deutschen Team im Halbfinale das Happy-End im Sommermärchen und provozierten im Finale den unvergleichlichen Zinédine Zidane zum entscheidenden Kopfstoß.</p>
<p>Allerdings arbeite ich in München, der nördlichsten Stadt Italiens. Und ich bin in Regensburg aufgewachsen, der nördlichsten Stadt Italiens. Ich habe auch in Hamburg studiert und sollte dort einmal anfragen, ob dies ebenfalls die nördlichste Stadt Italiens ist. Ich bin mir sicher, dass sie es ist (zumindest ein &#8222;Venedig&#8220; wird Hamburg wohl sein) – womit ich von mir behaupten darf, dass ich in den vergangenen 35 Jahren fortwährend in Italien gelebt habe.</p>
<p>Das verbindet. Ebenso wie die Liebe zum Fußball und zum Essen. Und wahrscheinlich liegt der sportliche Erfolg &#8222;meiner Landsleute&#8220; darin begründet, dass sie ihre fünf kulinarischen Erfolgsprinzipien auf das Fußballspiel übertragen haben:</p>
<ol>
<li>Die perfekte Nutzung des Raumes: Kein Volk versteht es wie die geliebten Italiener, den vorhandenen Platz effektiv zu nutzen. Das gilt für den italienischen Magen ebenso wie für den viertel Quadratmeter im Strafraum: In den einen passen fünf Vor-, drei Haupt- und zwei Nachspeisen, in den anderen der Stürmer Filippo Inzaghi inklusive Schwalbe.<br />
Und wer in der Arena von Verona einmal erlebt hat, dass im Bereich &#8222;gradinata numerata&#8220; zwischen sich und der Partnerin (gemessene 20 Zentimeter Abstand) eine italienische Großfamilie souverän Platz findet und gemeinsam Arien schmettert …</li>
<li>Der respektvolle Umgang mit der Tradition: Wer im Trainingslager bevorzugt Spaghetti al olio ist, der wird auch an der Abwehrkette nicht rütteln.</li>
<li>Die Nachwuchsförderung: Nirgendwo werden Kinder so liebevoll willkommen geheißen und gehätschelt wie in italienischen Restaurants. Kein Wunder, dass diese Kinder als Fußballer in der ganzen Welt Karriere machen – nicht selten, ohne dabei erwachsen zu werden.</li>
<li>Lass Dir Zeit: Das italienische Essen lebt von der Zeit, die man sich dazu gerne im Übermaß nimmt. Unnötige Hektik schadet nur – das denken die Nationalspieler auch, wenn sie in Führung nach einem leichten Foul sehr langsam, dafür vollständig genesend am Boden liegen oder subjektiv geschätzte 20 Minuten für einen Einwurf benötigen.</li>
<li>Der Sinn für das Schöne: Ich sage nur &#8222;Antipasti Platte&#8220; und &#8222;Luca Toni&#8220;.</li>
</ol>
<p>Ohne Zweifel: Italien ist auch bei den nächsten Welt-Meisterschaften ein Favorit.</p>
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		<title>Begegnungen mit dem guten Stil</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 15:04:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurant]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich saß ich mit einem Freund zusammen. Der kleine, spontane Umtrunk war eine heitere Angelegenheit – obgleich ich heute zugeben muss, dass sich an diesem Abend einmal mehr dieser kleine giftige Pfeil namens &#8222;Neid&#8220; in meine Nebennierenrinde gebohrt hat. Und zwar just in diesem Moment, als der Freund sich mit&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Kürzlich saß ich mit einem Freund zusammen. Der kleine, spontane Umtrunk war eine heitere Angelegenheit – obgleich ich heute zugeben muss, dass sich an diesem Abend einmal mehr dieser kleine giftige Pfeil namens &#8222;Neid&#8220; in meine Nebennierenrinde gebohrt hat. Und zwar just in diesem Moment, als der Freund sich mit angeborener Lässigkeit eine echte kubanische Zigarre (deren Name er kannte!!) anzündete.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Eines muss man ihm lassen: Stil hat er – und ich steh´ immer wieder bass erstaunt vor den viel zu seltenen Menschen seiner Art, deren individuelles Charakter-Gesamtkonzept sie zur Persönlichkeit macht. </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">So schöpft der Stil meines Freundes seine Lebenslust aus der herrlichen Tradition eines Prager Bonvivants, der als erfolgreicher Genussgänger die Damen mit dezent lasziver Ader hochanständig betört – mit geistreichem Geplauder, das versteht sich von selbst.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Dazu allerdings in der Lage zu sein, kommt nicht von ungefähr. Vielmehr sind unabdingbare Voraussetzung solch gearteter Souveränität die kenntnisreiche Lektüre von Shakespeare und Lord Byron (natürlich nur im Original), der intensive Genuss französischer Filme (ebenfalls im Original), die wöchentliche Entspannung beim Tango (im argentinischen Original, was sonst) und die regelmäßigen Konsultation des Sushi-Geheimtipps (auch hier im sehr beweglichen Original, was immer das auch bedeuten mag) der Stadt.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Menschen wie mir begegnet der Freund generell amüsiert tolerant – mit genau einer Ausnahme, wenn er plötzlich von missionarischem Eifer getrieben wird: Es geht um die leidenschaftliche Meisterschaft des Amateurkochs, für den ein einfaches Nachtmahl, wie ich es gerne zu mir nehme, eine Beleidigung nicht nur seines Geschmacks, sondern der gesamten abendländischen Kultur darstellt. Da rettet mich auch nicht zum Fleischkäse der südfranzösische Feigensenf, den ich geschenkt bekommen habe.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Ich sagte es ja bereits, mein Freund hat Stil, weshalb er natürlich selbst kocht – und zwar ausschließlich mit Zutaten, die er in der Markthalle ausgesucht oder auf dem Balkon frisch gezogen hat. Als Musterschüler von Witzigmann, Lafer und Biolek ignoriert er das Schwein und pflegt Hasen, Reh und Lamm, die als Hauptgang mit zartem Gemüse und luftigen Saucen an, auf, über oder unter korrespondieren, kuscheln und noch viel schlimmere Dinge machen.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Ein Menü des Freundes beginnt traditionell mit einer Bouillabaisse – ich bin mir sicher, die Meeresfrüchte und der Fisch darin sind eigens angeschwommen und leben noch. Während ich die maritime Vorliebe des Gourmets akzeptieren kann, quittiere ich den anschließenden Rucola-Salat (mit kurz gerösteten Croutons) Salat mit völligem Unverständnis: Das ist wohl das überflüssigste Unkraut, das jemals aus Italien auf unsere Teller kam!</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Zum Glück folgt versöhnlich ein Rotwein, von dem ich den Preis gar nicht wissen will, ihn aber trotzdem erfahre (weil diese Information zum Bericht über das abgelegene italienische Weingut gehört), dazu Pasta aldente, die bei mir im Plural immer noch harte Nudel heißen. Über diese, serviert mit der schwarzen Tinte von kleinen Kraken, reibt mein Freund exquisiten Käse mit einer sehr edlen Parmesanreibe aus Verona. Ich bin beeindruckt von den Koch-Gerätschaften – aber die überdimensionale Pfeffermühle mit unverwüstlichem Porsche-Mahlwerk macht mir doch ein wenig Angst. </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Eine Angst, die sich kurz darauf noch verstärkt, als mein Freund mit einem japanischen Messer, im Vulkan 26fach geplättet, akrobatisch den Hauptgang filetiert. Da hilft nur ein weiteres Glas Rotwein: Ich trinke mich also durch Lamm und Reh – bis hin zum Mousse au chocolat, das mein Freund natürlich nach einem Geheimrezept gezaubert hat. Seine Frage, ob ich dazu einen Latte macchiato oder Espresso aus seiner sehr schicken und teuren Espresso-Dampfanlage möchte, beantworte ich gedankenverloren mit „Lieber eine Tasse Filterkaffee“.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Und genau das ist der Unterschied, der angesichts des fehlenden Stils meinerseits abermals den kleinen giftigen Neid-Pfeil in meine Nebennierenrinde bohrt.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">Auch gut, dann gieße ich mir eben noch ein Glas Rotwein ein.</span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"> </span></span></p>
<p><span style="line-height: 115%; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;">c/o Bernhard Krebs</span></span></p>
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		<title>Ein wildes Lied auf die Freiheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 14:59:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Biker]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Motorrad]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, und nochmals ja. Der Frühling ist da. Zweifler mögen sich in dicke Wintermäntel hüllen, die Harten aber genießen bereits ihren Cappuccino im Freien. Die Luft riecht nach Abenteuer und Freiheit  und nach Motorrädern. Keine Ausreden mehr. Nur die wirklichen Biker haben die Kraft und den Mut, ihre Maschinen aus&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, und nochmals ja. Der Frühling ist da. Zweifler mögen sich in dicke Wintermäntel hüllen, die Harten aber genießen bereits ihren Cappuccino im Freien. Die Luft riecht nach Abenteuer und Freiheit  und nach Motorrädern.</p>
<p>Keine Ausreden mehr. Nur die wirklichen Biker haben die Kraft und den Mut, ihre Maschinen aus den Garagen zu holen und sich aufzumachen die Welt zu erobern. Es sind verwegene Desperados der Landstraße, die ihre Kubik- und PS-starken Motoräder liebevoll „Mopeds“ nennen.</p>
<p>Gleichgesinnte unter sich. Die Schönwetterfahrer liegen noch auf dem Sofa – und wissen nicht, was sie versäumen: den eisigen Fahrtwind im Gesicht, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, das taube Gefühl in Armen und Beinen. Die Vibrationen des Zweitakters summen ein wildes Lied und der Herzschlag klopft synchron mit den unbändigen Zylindern. Oh ja, das tut gut. So gut!</p>
<p>Für die irritierten Fratzen der Autofahrer hat der Biker nur ein müdes Lächeln übrig. Im Audi mit Sitzheizung und Schmusesongs aus dem Radio, da fehlt es doch einfach an der richtigen Einstellung. Ernsthafte Konkurrenz für den Helden der Straßen ist das nicht.</p>
<p>Mindestens zwei Stunden muss die erste Ausfahrt dauern. Zwei Stunden „Kurven fressen“, dazwischen zwei große Kugeln Eis an der Autobahnraststelle. Erst dann ist die Saison eröffnet. Nun gut, es kann sein, dass Freunde den eingefrorenen Biker vom Moped loseisen müssen, aber was soll´s: Es ist nur die Freiheit, die zählt!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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