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	<title>Frauenkleidung Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>Frauenkleidung Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Raubkatzen, überall Raubkatzen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 16:20:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FRAU-MANN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkleidung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Morgen bin ich in der Straßenbahn einem Tiger begegnet. Kurz darauf schrak ich beim Bäcker vor einem mächtigen Leoparden zurück, der sich mit einem Furcht erregenden Ozelot um das gebrezelte Futter balgte. Draußen auf der Straße schließlich flüchtete ich vor einem ganzen Rudel von Wildkatzen – allesamt mit dem&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen bin ich in der Straßenbahn einem Tiger begegnet. Kurz darauf schrak ich beim Bäcker vor einem mächtigen Leoparden zurück, der sich mit einem Furcht erregenden Ozelot um das gebrezelte Futter balgte. Draußen auf der Straße schließlich flüchtete ich vor einem ganzen Rudel von Wildkatzen – allesamt mit dem mehr oder weniger fülligen Hintern auf mehr oder weniger stämmigen Beinen wackelnd.</p>
<p>Das Wackeln macht mir Angst.</p>
<p>Ich weiß nicht warum, aber viele Frauen haben neuerdings eine Vorliebe für tierische Kleidung, die anstatt zu Samtpfoten nun hauteng zu Pfennigabsätzen getragen wird. Und ich weiß nicht warum, aber es sind zuvorderst die geschmacksicheren und erfolgreichen Damen im etwas reiferen Alter und aus besseren Kreisen, die plötzlich das elegante Business-Ensemble ablegen und sich in den archaischen Modedschungel wagen.</p>
<p>Mir ist, als erschalle ein sehr lautes, sehr weibliches Fauchen und Röhren durch die Straßen und Großraumbüros der Städte. Längst vergangene Zeitalter kehren wieder – unverkennbar neu geschminkt und parfümiert. Und ja, die Größe der Muster und die Länge der Streifen sind das sichtbare Zeichen für die hierarchische Stellung in der Meute der menschlichen Raubtiere.</p>
<p>Ohne Zweifel sind es dabei die Weibchen, die in pelzigen Röcken und weißen Strumpfhosen über ihren runden oder spitzen Knien das Signal zur Jagd gegeben haben – auf junge, knusprige, androgyne, schnuckelige und wehrlose Jünglinge, die nur eines sind: Leichte Beute für böse Mädchen.</p>
<p>Das wäre die eine Interpretationsmöglichkeit, …</p>
<p>… die andere befasst sich mit dem Phänomen der &#8222;besten Freundin“. Diese ist nämlich genau das Gegenteil der ursprünglichen Wortbedeutung von &#8222;beste&#8220; und verfolgt bei der modischen Beratung offensichtlich nur ein Ziel: Die potentielle Konkurrentin im Markt der Eitelkeiten vorzuführen.</p>
<p>Wie anders, wenn nicht als Ergebnisse tiefster Boshaftigkeit, wären sie zu erklären, die<br />
&gt; bunten Leggins, zum Zerreißen gespannt um enorme Oberschenkel;<br />
&gt; seidenen Tücher um Haar, Kopf und Körper – blau oder rosa;<br />
&gt; knappen Oberteile, die stattliche Bäuche frei legen;<br />
&gt; College-Schuhe mit Bommel, in denen karierte Stümpfe stecken?</p>
<p>Zum Glück gibt es beim Mann keine beste Freundin, sondern nur ehrliche Kumpel. Ich habe auch einen, Matthias – und natürlich vertraute ich ihm, als er mir ein hautenges Lifestyle-Radlertrikot ans Herz legte und mich davon überzeugte, dass es meine 20 Kilogramm wackelndes Übergewicht sehr schmeichelnd zur Geltung bringt. Nur:</p>
<p>Das Wackeln macht mir Angst.</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Als Sherpa versagt</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/als-sherpa-versagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 11:06:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FRAU-MANN-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es könnte meine Geschichte sein, aber es könnte auch die Geschichte eines anderen Mannes sein. Vielleicht ist es sogar die Geschichte aller heterosexuellen, geschlechtsreifen Männer, die in einer Partnerschaft leben: Es ist ein Samstagmorgen wie viele andere auch, da seufzt die geliebte Frau mir über die frischen Semmeln hinweg ein&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es könnte meine Geschichte sein, aber es könnte auch die Geschichte eines anderen Mannes sein. Vielleicht ist es sogar die Geschichte aller heterosexuellen, geschlechtsreifen Männer, die in einer Partnerschaft leben:</p>
<p>Es ist ein Samstagmorgen wie viele andere auch, da seufzt die geliebte Frau mir über die frischen Semmeln hinweg ein bedeutungsschwangeres &#8222;Ach&#8220; entgegen. Meine Reaktion ist in den vielen Männer-Generationen seit dem Rauswurf aus dem Paradies konditioniert: Was habe ich falsch gemacht? Was habe ich übersehen? Welches wichtige Datum habe ich vergessen? Habe ich in der Nacht wieder geschnarcht?</p>
<p>Egal, ich bin schuldig – und nach zehn Minuten anschließendem Schweigen weich gekocht. So weich, dass ich das erlösende (ebenfalls seufzende) &#8222;Ich hab nichts mehr anzuziehen&#8220; als herrliche Herausforderung annehme, etwas zu tun, was ich bei klarem Verstand niemals tun würde: Ich erkläre mich bereit, mit der Geliebten einkaufen zu gehen. In die Stadt. An einem Samstag.</p>
<p>Geduldig folge ich der Angebeteten im schicklichen Abstand durch die verschiedenen Geschäfte – die Erfahrung hat mich gelehrt, dass die ersten beiden Stunden ein lockeres &#8222;Aufwärmen&#8220; sind, trotz eventuell gegenteiliger Bekundungen noch ohne die geringste Kaufbereitschaft. Das Wissen darum schenkt mir ein stabiles Lächeln, das ich auch dann behalte, als es ernst wird.</p>
<p>In einer neuen In-Boutique (als Mann frage ich mich übrigens immer, ob es auch einen In-Baumarkt gibt?) startet das erste Auswahlverfahren: Das hinreißend rote Kleid mit den Tupfen oder doch lieber das gewagte &#8222;Etwas&#8220; im durchsichtigen Chiffon? Mir gefallen beide, das ist mein erster Fehler.</p>
<p>Nächster Versuch in einem Modeladen zwei Einkaufspassagen weiter. Ich bin heute zäh, so schnell gebe ich nicht auf. Und diesmal bin ich mir auch sicher: Nicht das Trachtenkostüm empfehle ich meiner Liebsten, sondern den raffiniert zugeschnittenen Hosenanzug. Das ist mein zweiter Fehler – noch vor meinem Hinweis auf die formidable Betonung der formidablen Figur fällt die Entscheidung für die andere Alternative.</p>
<p>Eine Ewigkeit später bin ich zum Gepäckträger mit unzähligen Einkaufstaschen mutiert. Ein oberpfälzer Sherpa, der seine Bestimmung gefunden hat.</p>
<p>Daheim. Ich werfe die Tüten auf den Tisch und mich auf das Sofa. Ich habe das Einkaufsabenteuer wacker überstanden, siegessicher erwarte ich meinen Preis: Ein ganz, ganz dickes Lob für meine Geduld.</p>
<p>Das ist mein letzter Fehler, wie mir meine Liebste zornig an den Kopf schleudert: &#8222;Bei dem Gesicht, das Du ständig ziehst, macht das Einkaufen überhaupt keinen Spaß!&#8220;</p>
<p>????????????????????????????????????????</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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