<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Urlaub Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
	<atom:link href="https://der-kleine-krebs.de/tag/urlaub/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://der-kleine-krebs.de/tag/urlaub/</link>
	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 Feb 2023 17:47:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>

<image>
	<url>https://der-kleine-krebs.de/wp-content/uploads/2018/01/cropped-Krebs_favicon-32x32.png</url>
	<title>Urlaub Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
	<link>https://der-kleine-krebs.de/tag/urlaub/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">235807810</site>	<item>
		<title>Ja, wo sind sie denn?</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/ja-wo-sind-sie-denn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 16:34:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ELTERNgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Camping]]></category>
		<category><![CDATA[Großeltern]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://der-kleine-krebs.de/?p=1643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Plan war gut. Sehr gut sogar. Das dachten zumindest meine Frau und ich, die wir uns gemeinsam und täglich über das Glück freuen, Eltern zweier Jungs zu sein. Sehr anstrengender Jungs im Alter von vier und sieben Jahren, die den notwendigen Urlaub geradezu überlebensnotwendig machten. Für uns natürlich. Unser&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/ja-wo-sind-sie-denn/">Ja, wo sind sie denn?</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Plan war gut. Sehr gut sogar. Das dachten zumindest meine Frau und ich, die wir uns gemeinsam und täglich über das Glück freuen, Eltern zweier Jungs zu sein. Sehr anstrengender Jungs im Alter von vier und sieben Jahren, die den notwendigen Urlaub geradezu überlebensnotwendig machten. Für uns natürlich.</p>
<p>Unser Plan beinhaltete zwei zentrale Maßnahmen:</p>
<ul>
<li>Wir kaufen uns ein großes Zelt und machen einen Campingurlaub. Da haben die Jungs Auslauf und können kein Hotelzimmer zerlegen.</li>
<li>Wir nehmen die Schwiegereltern mit. Oma und Opa lieben nämlich ihre Enkel – und freuen sich darüber, endlich einmal genügend Zeit mit ihnen verbringen zu können. Und die Campingalternative passte auch, denn der Schwiegervater ist seit vielen Jahren stolzer Besitzer eines Südwind-Wohnwagens.</li>
</ul>
<p>„Du bist dir sicher, dass es dir nicht zu eng wird? Du magst doch im Urlaub keine Rücksicht auf andere nehmen“, vergewisserte sich meine Frau kurz vor Abfahrt nochmals bei mir, doch ich winkte souverän ab – mit dem Hinweis auf den formidablen Plan.</p>
<p>Doch es kam ganz anders: Am ersten Urlaubstag waren Oma und Opa mit dem Aufbau des Wohnwagens (Originalzitat Schwiegermutter: „Du glaubst gar nicht, wie viel Arbeit so ein Wohnwagen bedeutet, bis man es so richtig gemütlich hat.“) so beschäftigt, dass sie sich tagsüber jeglichen Kontakt mit uns verbaten, pünktlich aber zum Abendessen erschienen: „Das ist aber lieb von euch, dass ihr schon den Grill angezündet habt.“</p>
<p>Babysitten am nächsten Morgen? Fehlanzeige! Schwiegervater war bereits um 5 Uhr zum Angeln verschwunden („Ich verrate euch doch nicht die besten Plätze, damit ihr mir die Fische wegschnappt.“), während Schwiegermutter nach einem ausgiebigen Schönheitsschlaf („Im Urlaub gönne ich mir ein bisschen Ruhe.“) zum Zumba-Kurs mit dauerlächelnden Animateuren tänzelte.</p>
<p>Derweil hatten unsere Jungs entdeckt, dass man sich und viele andere Sachen prima im Zwischenraum zwischen Innen- und Außenzelt verstecken kann.</p>
<p>Die folgenden Tage waren auch nicht besser. Oma und Opa besuchten uns zum Essen um den gekauften Kartoffelsalat ihrer Tochter zu loben und meine Grill-Fähigkeiten zu kritisieren, nutzten ansonsten aber fast rund um die Uhr das umfassende Freizeitangebot und vielfältige Ausflugsprogramm . Den Jungs lasen sie eine Geschichte vor, wenn diese bereits todmüde auf den Matratzen lagen.</p>
<p>Das wiederum war kein Wunder, denn es kostet viel Kraft, unaufhörlich die Campingausrüstung zu strapazieren und den Papa zu demolieren … oder umgekehrt. Ganz ehrlich: Der kindliche Schrei „Mir ist langweilig!!“ löst bei mir mittlerweile ein starkes Bedürfnis aus, etwas …. an <strong>Bachblüten</strong> zu schnuppern.</p>
<p>Die nämlich bzw. eine Therapie damit hat mir meine tiefenentspannte Schwiegermutter am Ende des Urlaubs empfohlen: „Mein Junge, wir haben einen tollen Urlaub – und du wirkst so gestresst.“</p>
<p>Die Zeiten haben sich geändert. Und ich frage mich, ob man den Elternjob nicht einfach überspringen und gleich Großeltern werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/ja-wo-sind-sie-denn/">Ja, wo sind sie denn?</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1643</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Eine Zugfahrt, die ist lustig…</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/eine-zugfahrt-die-ist-lustig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 16:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Zugfahrt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://der-kleine-krebs.de/?p=1639</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich mag gerne meine Ruhe. Deshalb antworte ich auf die Frage „Können Sie sich vorstellen, auf einer einsamen Insel zu leben?“ mit voller Inbrunst JA. Aus demselben Grund heißt meine Antwort auf die Frage „Fahren Sie gerne Zug?“ ohne zu Zögern: NEIN. Ein Zug ist der Ort, den der Teufel&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/eine-zugfahrt-die-ist-lustig/">Eine Zugfahrt, die ist lustig…</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag gerne meine Ruhe. Deshalb antworte ich auf die Frage „Können Sie sich vorstellen, auf einer einsamen Insel zu leben?“ mit voller Inbrunst JA. Aus demselben Grund heißt meine Antwort auf die Frage „Fahren Sie gerne Zug?“ ohne zu Zögern: NEIN.</p>
<p>Ein Zug ist der Ort, den der Teufel eigens für mich geschaffen hat. Hier schmore ich im siedend heißen, stinkenden und den Atem raubenden Fegefeuer aller Geißeln und Strafen, die ich mir in den schlimmsten Träumen nicht vorstellen könnte. Und dabei rede ich noch nicht einmal vom Interrail-Trip als frisch gebackener Abiturient, als ich 1983 auf der Zugfahrt in das südfranzösische Seté wegen gnadenloser Überfüllung drei Stunden auf dem Zug-Klo verbrachte. Nicht allein, sondern mit vier anderen, die ebenfalls nirgendwo sonst einen Platz gefunden hatten. Solche Erlebnisse verbinden nicht, sie machen dich zum Menschenfeind.</p>
<p>Mein Freund Markus liebt es, mit der Bahn zu fahren. Er kennt sich im Tarifsystem aus und meint, es wäre die günstigste Alternative von A nach B zu kommen. Und arbeiten kann er dabei auch noch. Ich dagegen habe immer das Gefühl, dass ich zu viel bezahle – und zum Arbeiten bin ich noch nie gekommen. Nun, Markus ist kleiner als ich … und offensichtlich schwindelt er hin und wieder gerne.</p>
<p>Früher machte ich wiederholt den Fehler und belegte ein geschlossenes, leeres Abteil – in Vorfreude, sechs Plätze allein für mich zu haben. Ach, wie dumm und einfältig ich damals war!</p>
<p>Denn natürlich sitzen bei Abfahrt des Zuges fünf weitere Personen im Abteil, und natürlich isst einer von ihnen schmatzend eine Fischsemmel, während ein anderer im Fünf-Minuten-Rhythmus über mich hinweg steigt, um aus seiner Reisetasche im Gepäckfach ein vergessenes Utensil zu kramen. Und natürlich dürfen die beiden älteren Damen nicht fehlen, die sich wortreich und detailverliebt über ihre Krankheiten austauschen.</p>
<p style="padding-left: 120px;"><em>Wer liest eigentlich im Zug noch ein Buch? Wer kauft sich am Bahnhofskiosk eigentlich noch DIE ZEIT, um sie für jeden sichtbar unter dem Arm zu klemmen, wenn er das Wagenabteil betritt? Es scheint, es sind längst überholte Rituale aus längst vergangenen, goldenen Zeiten. Nicht einmal Markus macht das noch.</em></p>
<p>Im Großraumwagen ist es auch nicht besser. Weil ich mir wegen Markus stets vornehme zu arbeiten, reserviere ich einen Platz an einem Vierer-Tisch. Ein aberwitziges Vorhaben, denn vier Notebooks unterschiedlicher Größen und nur zwei Steckdosen, der damit verbundene Kabelsalat und die Tatsache, dass sich neben mir ein weiterer Zwei-Zentner-zwei-Meter-Kerl im Daunen-Parka setzt, überfordern meinen Geist und Körper.</p>
<p>Es ist eng. Sehr eng. Wer seine Privatsphäre schätzt, darf nicht Zug fahren. Und am Notebook arbeiten, auch nicht. Denn der Sitznachbar kann alles mitlesen, selbst die vertraulichsten Top Secret-Informationen. Noch schlimmer aber, wenn es ihn nicht interessiert.</p>
<p>Ich dagegen lasse mich gerne stören und ablenken. Am leichtesten von dem Mann, der in jedem Großraumwagen mitfährt. Der so gerne in sein Handy brüllt und uns alle daran teilhaben lässt, wie er ein Problem in der Firma löst, was er von seinem Chef hält – und warum er überhaupt und sowieso ein richtig toller Typ ist. Das wiederholt er immer wieder, denn bei einer Zugfahrt kann er mehrere Leute anrufen. Bezeichnend für ihn sind sein übermotiviertes Lachen und sein vertraulich-jovialer Kumpel-Ton. Ich mag ihn bereits nicht, bevor die Waggontüre geschlossen ist.</p>
<p>Früher oder später, meist aber früher lande ich im Bord-Bistro eines Zuges. Wie das dicke Kind vom Rattenfänger von Hameln lockt mich unwiderstehlich der sächsische Bord-Lautsprecher: „Kennen Sie schon unser kombiniertes Angebot? Lassen Sie sich bitte von der Frikadelle im Brötchen und einem Becks Bier überraschen!“ Das sind überzeugende Argumente, zumal ich mir abgewöhnt habe, im Zug Kaffee zu trinken. Ich trinke ihn nämlich mit Milch bzw. Kaffeesahne … und schaffe es bis heute nicht, die kleinen Sahnebüchsen aufzureißen ohne mich einzusauen.</p>
<p>Ich mag keine Züge. Aber dann gibt es plötzlich dieses Mädchen, das im Schutz überdimensionierter Kopfhörer in ein Buch vertieft ist. Das Mädchen, das wegen einer Szene in ihrem Buch plötzlich schallend lacht – ohne ihre Umgebung wahrzunehmen. Wegen ihr fahre ich vielleicht doch noch einmal Zug. Und wegen des sächsischen Bord-Lautsprechers und der Frikadelle im Brötchen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/eine-zugfahrt-die-ist-lustig/">Eine Zugfahrt, die ist lustig…</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1639</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Die große weite Welt….</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/die-grosse-weite-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2020 16:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://der-kleine-krebs.de/?p=1637</guid>

					<description><![CDATA[<p>Um 11 Uhr ist Abflug, um 5 Uhr bin ich vor Ort. Wenn ich mit dem Flugzeug reise, mache ich mich in der Regel mehrere Stunden vorher zum Flughafen auf. Egal ob beruflich oder privat. Während erstes meine ureigene Angelegenheit ist, führt zweites unweigerlich zum Ehestreit. Meine Frau nämlich sieht&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/die-grosse-weite-welt/">Die große weite Welt….</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um 11 Uhr ist Abflug, um 5 Uhr bin ich vor Ort. Wenn ich mit dem Flugzeug reise, mache ich mich in der Regel mehrere Stunden vorher zum Flughafen auf. Egal ob beruflich oder privat.</p>
<p>Während erstes meine ureigene Angelegenheit ist, führt zweites unweigerlich zum Ehestreit. Meine Frau nämlich sieht gar nicht ein, warum man viele Stunden unnütz auf einem Flughafen verbringen müsse – zumal das Shoppingvergnügen in Zeiten grenzenloser Onlineangebote definitiv seinen Reiz verloren habe. Und eine Flughafenbuchhandlung gebe ihrer Meinung nach kaum eine halbe Stunde an Zerstreuung her.</p>
<p>Meine Frau liest nicht so gerne – und ich bin ein vorsichtiger Mensch. Jemand, der tief beeindruckt (und ziemlich genervt) ist von den Coolen, die ihr Leben samt Reisen „just in time“ organisieren. Die niemals Zeit mit lästiger Wartezeit vergeuden würden und – sofern sie mit Begleitung reisen und darunter sich Menschen wie ich befinden – nichts lieber tun, als ihren lässigen Umgang mit der Zeit souverän zur Schau zu stellen … und die anderen in den kombinierten Herzinfarkt-Wahnsinn treiben.</p>
<p>Ich mag Zeit vergeuden. Und in schnellen Zeiten noch mehr, weil ich dann mehr Zeit zum Schauen habe. Gerade Flughäfen sind hierfür das perfekte Terrain, da sie in ihrer eigenen Welt aus Glastüren, Rolltreppen, Laufbändern und Gepäckwagen fremde Kontinente und intime Nähe miteinander verweben. Ob die schamlos überteuerte Gastronomie oder der sterile Wartebereich – nirgendwo sonst präsentiert sich die Menschheit so bunt, so eng und so bizarr wie hier. Das natürliche Abstandsempfinden ist aufgehoben, der unnahbare Geschäftsmann kapituliert früher oder später vor der Dreistigkeit der Großfamilie, die keine Grenzen kennt.</p>
<p>Und irgendwo, aneinander gepfercht in hermetisch abgeschirmten Bereichen: die Raucher.</p>
<p>Ankunft, Gepäckaufgabe, Passkontrolle, Boarding: Rhythmisch wechseln sich maximaler Stress und unsägliche Langeweile ab, fordern vom Passagier höchste Flexibilität in seinen Empfindungen. Und führen unweigerlich zu völlig irrationalen Verhaltensweisen. Man sollte einmal den versierten Biologen fragen, warum sich Menschen heftig drängeln, wenn die Tür zum Flugzeug geöffnet wird. Es hat doch jeder seinen reservierten Sitzplatz. Und kostenlose Zeitungen gibt es auch nicht mehr.</p>
<p>Ich warte aus Überzeugung auf einem Flughafen. Auch gerne sehr lange. Denn neben der Furcht, zu spät zu kommen, gibt es noch zwei weitere Reise-Ur-Ängste, die dies geradezu zwanghaft fordern: Was zum Beispiel passiert, wenn die Waage, auf den ich meinen Koffer gestellt habe, mehr als die erlaubten 20 Kilogramm anzeigt? Wie lange benötige ich, überflüssige Teile auszusortieren? Und wohin damit? Oder wie viel kostet eigentlich Übergepäck?</p>
<p>Und zuallerletzt spricht eine Tatsache für den Flughafen. Hier bin ich noch am Boden … ein wichtiges Argument für einen, der Flugangst hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/die-grosse-weite-welt/">Die große weite Welt….</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1637</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Praxis-Test: Ein Urlaub „offline“</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/praxis-test-ein-urlaub-offline/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 16:21:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[offline]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://der-kleine-krebs.de/?p=1635</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich habe es getan. Ich verbrachte mit meiner Familie einen zweiwöchigen All Inclusive „Light“-Urlaub in einer Schilfhütte im der Ferienanlage Pine Beach Pakostane http://www.pinebeach.hr/de/. Ich habe mein Smartphone im Safe eingesperrt und dort 14 Tage gelassen – was reichlich Zeit für Beobachtungen und noch mehr Raum für Gedanken geschaffen hat.&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/praxis-test-ein-urlaub-offline/">Praxis-Test: Ein Urlaub „offline“</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es getan. Ich verbrachte mit meiner Familie einen zweiwöchigen All Inclusive „Light“-Urlaub in einer Schilfhütte im der Ferienanlage Pine Beach Pakostane http://www.pinebeach.hr/de/. Ich habe mein Smartphone im Safe eingesperrt und dort 14 Tage gelassen – was reichlich Zeit für Beobachtungen und noch mehr Raum für Gedanken geschaffen hat.</p>
<p>In der Ferienanlage sind die Hütten ohne Strom. Für die Smartphone-Nutzer gibt es Solar-Bankerl zum Aufladen der kleinen Dinger. Die wenigsten funktionieren. Was dazu führt, dass an jeder Steckdose (Restaurant, Bar, Waschanlage etc.) ein Smartphone oder eine Power-Bank hängt. Das schaut sehr ulkig aus.</p>
<p>Dieser verschämte Blick, dieses zaghafte Nicken, wenn man am Strand (ersatzweise Pool) frühmorgens um 6:30 Uhr einem anderen Urlauber mit Handtüchern begegnet. Und die kaum verhohlene Angst, der andere könnte die besseren Plätze reservieren.</p>
<p>Ich mag gerne vor der Hütte oder an der Freilicht-Bar sitzen und die Leute beobachten, die vorbei kommen. Ohne Gefahr zu laufen, sich in einem längeren Gegenüber unwohl zu fühlen, sieht man viele Menschen in kurzer Zeit und schärft den Blick sowohl für die Details auch für das Wesentliche.</p>
<p>Der Lärm der Zikaden. Irgendwann hört man ihn nicht mehr.</p>
<p>Tischmanieren, was war das gleich noch einmal? Unabhängig von Alter, gesellschaftlicher Schicht oder Familienstand – der Essensvorgang erinnert an Schaufelradbagger, die Fisch, Huhn und Gemüse in den Mund transportieren. Und die Ellenborgen? Natürlich auf dem Tisch!</p>
<p>Wer Tische zusammen schiebt, stört die alte Ordnung.</p>
<p>Der Windsurf-Lehrer weiß angeblich, wann der Wind gut ist. Als „Kind des Meeres“ fühlt er es nach eigenen Worten. Fragt man aber nach (und glaubt es nicht einfach), erklärt er, dass die dunkle Farbe des Meeres die Windschneise markiert. Und wenn sie nah genug ist, geht es los. Fazit: Wer klug entscheidet, hat vorher genau beobachtet.</p>
<p>„All Inclusive“ und „Buffet“ bringen im Menschen sein Schlechtestes zutage. Früher oder später, meist früher, setzt sie sich in Gang – die Spirale aus Gier und Angst zu kurz zu kommen.</p>
<p>Vier Jungs am Steg. Plötzlich schreit einer „Der Boden ist Lava!“ – und wie vom wilden Affen gebissen, reißen sich die anderen drei die Klamotten vom Leib und springen ins Meer. Nach „Dab“ und „Bottle Flip“ habe ich wieder etwas gelernt, was eigentlich einen Jungs vorbehalten sein sollte.</p>
<p>„Italiener und Empathie“ scheint mir ein spannendes Thema zu sein. Die Verweigerung von zwischenmenschlichem Abstand, temperierter Lautstärke und Erziehung zerstörungswütiger Kinder v(meist männlich) könnten darin vorkommen…</p>
<p>Ich habe den Sinn von Stand-Up-Paddling immer noch nicht verstanden.</p>
<p>Es gibt genügend Mädchen und Frauen mit einem Hang zur Meerjungfrau. Gib ihnen einen Felsen, idealerweise am Meer, und sie nehmen die Arielle-Position ein. Ich habe das auch ausprobiert. Sieht bei mir nicht schön aus.</p>
<p>Die zweifelsfrei größten Sadisten findet man unter den Designern von Einheits-Strand-Liegestühlen aus Plastik. Eine Stunde darauf und man kennt die Schmerzen… Meine Söhne meinten daraufhin: „Wir werden dir aufhelfen, Papa, aber wir werden dich nicht tragen.“ Blöd, denn gerade darauf habe ich gehofft.</p>
<p>Indirekte Erkenntnis aus der Boots- und Schwimmwestenzuteilung: Gib einem Menschen eine Trillerpfeife und er fühlt die Macht.</p>
<p>Aqua-Aerobic im seichten Meer, Massen-Yoga in der Urlaubsgruppe, abendliche Karaoke-Sause gleich nach der Mini-Disco – warum nur schießt mir immer wieder der Begriff „Würde“ in den Sinn? Das gilt übrigens auch für Stand-Up-Paddling.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/praxis-test-ein-urlaub-offline/">Praxis-Test: Ein Urlaub „offline“</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1635</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Am Bungee-Seil hinab in die Wellness-Oase</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/am-bungee-seil-hinab-in-die-wellness-oase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 16:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://der-kleine-krebs.de/?p=1633</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann muss er was erzählen. Ich persönlich bezeichne diese althergebrachte Aufforderung mir unbekannten Ursprungs als „Nötigung vierten Grades“, die geruhsamen Menschen meiner Sorte die Tage versaut. Und zwar jetzt in der Urlaubszeit, wenn alle Menschen, die etwas auf sich halten, natürlich „weil-es-im-Sommer-doch-hier-so-schön-ist“ nicht in den&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/am-bungee-seil-hinab-in-die-wellness-oase/">Am Bungee-Seil hinab in die Wellness-Oase</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann muss er was erzählen. Ich persönlich bezeichne diese althergebrachte Aufforderung mir unbekannten Ursprungs als „Nötigung vierten Grades“, die geruhsamen Menschen meiner Sorte die Tage versaut.</p>
<p>Und zwar jetzt in der Urlaubszeit, wenn alle Menschen, die etwas auf sich halten, natürlich „weil-es-im-Sommer-doch-hier-so-schön-ist“ nicht in den Urlaub gefahren sind, im Laufe der Grillabende aber, zu denen sie sich selbst eingeladen haben, von ihren Reisen im Frühjahr und ihren Plänen im Herbst inklusive aller „da-muss-man-hin“-Geheimtipps erzählen.</p>
<p>Früher war nicht nur alles viel besser, sondern auch einfacher. Mit zwei Wochen Muscheln sammeln in Cattolica war man der Held in der Schule, das spätere Bergwandern mit der ersten Freundin brachte den Ruf eines Abenteurers ein. Und wer einen Onkel in Amerika hatte und den sogar besuchte, der brauchte nicht einmal Adidas-Turnschuhe, um in der Clique den Ton anzugeben.</p>
<p>Heutzutage von solchen Urlaubserlebnissen zu erzählen, ist gesellschaftlicher Selbstmord. Den Atem des Wombat spüren auf den Songlines der Aborigines, in Alaska neben riesigen Grizzly-Bären Lachse fangen, Löwen im Krüger-Nationalpark füttern, in Luxus-Ressorts an mythischen Orten die Geheimnisse des … ach, ich weiß nicht, von wem – ich habe jedenfalls mit dem Kreditberater gesprochen: Es ist machbar und absolut in Ordnung, dass meine Söhne, die faulen Kerle, noch die Schulden abbezahlen müssen.</p>
<p>Am Abend jedoch, bevor ich die „Luxus-und-natürlich–will-ich-das-Land-und-die-Leute-kennen-lernen-Traumreise“ buchen wollte, erzählte mir beim Grillen ein Bekannter, dass mein Vorhaben in dieser Saison schon wieder völlig „out“ sei.</p>
<p>Er werde mit Freunden auf Inline-Skatern Richtung Alpen rollen und nebenbei in Berchtesgaden bei einem Triathlon den ersten Platz belegen. Siegesbekränzt erreiche er die Grenze und schwinge sich auf ein Mountainbike mit sage und schreibe 128 Gängen. Die seien auch nötig, immerhin radle er ganz locker über Stilfser-Joch und Brenner-Pass, um wenig später auf einem Gletscher eine kurze Kostprobe auf Trickskiern zu geben.</p>
<p>Damit keine Langeweile aufkomme, stürze er sich nach einer Canyoning-Tour abwärts und einer Rafting-Tour aufwärts am Bungee-Seil von der Europabrücke — und klettere ohne Seil und Haken an der Steilwand wieder hinauf. Und zum Abschluss noch kurz zum Gardasee, wo man erst ab Windstärke 12 vernünftig surfen könne.</p>
<p>Während der mir zunehmend unsympathische Bekannte dann von seinen Plänen in der Antarktis erzählte … schaute ich träumend auf mein Fahrrad mit drei Gängen, das am Gartenzaun lehnte. Nachdenklich trank ich einen Schluck aus der Bierflasche: Ob ich damit wohl bis zu den Songlines käme?</p>
<p>Eigentlich würde es aber auch genügen, meinen Garten zu erreichen.</p>
<p>Das Bier aber nehme ich mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/am-bungee-seil-hinab-in-die-wellness-oase/">Am Bungee-Seil hinab in die Wellness-Oase</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1633</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
