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	<title>Tiere Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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		<title>Vincent, der Maler</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/vincent-der-maler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 14:53:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KINDER(VORLESE)Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gute-Nacht-Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Maus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Wie so häufig im Leben weiß man gar nicht, welche Talente in einem schlummern.) Eigentlich hatte Vincent nur Blödsinn im Kopf. Und zwar von frühmorgens bis spätabends, was aber für eine Feldmaus wie Vincent gar nicht weiter schlimm war. Denn zwischen Nüsse sammeln und Nüsse essen war genügend Zeit, sich&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>(Wie so häufig im Leben weiß man gar nicht, welche Talente in einem schlummern.)</em></p>
<p>Eigentlich hatte Vincent nur Blödsinn im Kopf. Und zwar von frühmorgens bis spätabends, was aber für eine Feldmaus wie Vincent gar nicht weiter schlimm war. Denn zwischen Nüsse sammeln und Nüsse essen war genügend Zeit, sich auszuruhen – oder Blödsinn zu machen. Vincent erschreckte gerne die drei Rebhühner in der Nachbarschaft, versteckte dem Igel seinen faulen Apfel oder machte dem Hasen einen Knoten in seine Ohren.</p>
<p>Vincent hatte also alle Hände voll zu tun – bis er eines Tages am Wegesrand, direkt neben einer kleinen Pfütze, etwas ganz Seltsames fand. Es war ein kleiner Kasten mit Wasserfarben, in dem zwischen Hellgelb und Dunkelblau sogar noch ein paar Pinsel lagen. Der schlaue Feldmäuserich brauchte nicht lange um zu verstehen, für was ein Malkasten gut ist. Und schon malte er sein erstes Bild auf den Erdboden. Es war eine Sonnenblume, die allerdings beim ersten Versuch noch aussah wie ein wackeliger gelber Kreis mit krummen Strichen.</p>
<p>Während sich die vorbeikrabbelnden Käfer über Vincents erste Malversuche kugelig lachten, war der Feldmäuserich schon ganz zufrieden mit seinem ersten Werk. Und weil es ihm so viel Spaß machte, malte er gleich noch ein zweites Sonnenblumenbild und ein drittes und ein viertes – bis es tatsächlich nach einer Sonnenblume aussah.</p>
<p>„Ich bin ein Künstler!“, jubelte Vincent. Das sollten natürlich auch seine Freunde, die Rebhühner, der Igel und der Hase sehen. Und er lief los um sie zu holen. Dabei begann es zu regnen, was Vincent und seine Freunde jedoch wenig störte. Sie waren schließlich gewohnt, bei jedem Wetter unter freiem Himmel zu sein.</p>
<p>Doch welche Enttäuschung! Als sie allesamt zu den Bildern rannten, waren diese nicht mehr da. Vom Regen einfach weg geschwemmt. Mit Wasser auf ewig ausradiert. „Macht doch nix“, mümmelte der Hase, „malst du eben ein neues Bild.“ Auch die Rebhühner waren dafür, dass Vincent weiter malen sollte. Dann war er wenigstens beschäftigt und konnte sie nicht ärgern.</p>
<p>Der Mäuserich ließ sich auch nicht lange bitten, denn er hatte schon eine neue Idee im Kopf, was er denn nun malen könnte. Eine Wiese mit Klatschmohn sollte es sein, mit sehr vielem Klatschmohn. Dazu suchte er sich einen sehr breiten Feldweg aus, auf den er mit Pinsel und Farbe eine riesige grüne Wiese mit rotem Klatschmohn zauberte. Als er nach Stunden endlich mit dem Bild fertig war, suchte er abermals seine Freunde, damit sie sein Kunstwerk bestaunen konnten.</p>
<p>Aber es schien so, als hätte der Himmel etwas gegen Vincent, denn schon wieder zogen dicke Regenwolken auf – und blieben wenig später von der gemalten Klatschmohnwiese nur noch ein paar dünne rotgrünbraune Rinnsale übrig. Es war zum Stadtmäuse melken: Kein Tier, geschweige denn ein Mensch, sollte wohl je ein Bild von Vincent zu Gesicht bekommen. „Dann eben nicht“, dachte sich der kleine Feldmäuserich, schnallte sich seine Pinsel und den Farbkasten auf den Rücken und machte sich auf um dem Hasen mal wieder seine langen Ohren zu verknoten.</p>
<p>Als er aber um die nächste Waldwegkurve sauste, stieß er krachend mit einer großen Schildkröte zusammen. Während Vincent bedröppelt am Boden lag und noch darüber nachdachte, was gerade passiert ist, grinste ihn die Schildkröte an: „Hallo, ich bin Theo. Und wer bist du? Warum hast du es denn so eilig? Und was sollen die Pinsel und der kleine Kasten auf deinem Rücken?“</p>
<p>„Ich heiße Vincent und bin gerade unterwegs zu meinen Freunden. Aber den Pinsel und den Farbkasten kannst du haben, die brauche ich nicht mehr“, stotterte Vincent. Und er fügte zornig hinzu: „Ich male nämlich nicht mehr, weil meine Bilder immer vom Regen weggeschwemmt werden.“</p>
<p>„Macht dir denn das Malen Spaß?“, wollte Theo wissen.<br />
„Ja, sehr! Aber wenn ich meine Bilder keinem zeigen kann, lasse ich es besser gleich bleiben.“ Vincent war wirklich ziemlich traurig.</p>
<p>Aber Theo hatte eine Idee: „Wie wäre es, wenn du deine Bilder auf meinem Rückenpanzer malst. Da können wir zu den Tieren gehen um ihnen die Bilder zeigen und sie müssen nicht zu dir kommen. Und wenn es regnet, dann stellen wir uns einfach unter einen Baum.“</p>
<p>Der kleine Feldmäuserich überlegte nicht lange, sondern riss die Malutensilien von seinem Rücken und malte ganz fix auf eine Panzerplatte eine Mohnblume und auf die andere eine Sonnenblume. Die kleinen Bilder leuchteten und die Augen von Vincent blitzten vor Freude. Theo hielt sich erst ganz still, schritt dann aber ganz langsam zum Ufer des nahen Bachs. Er wollte nämlich sehen, was Vincent gemalt hatte. Im Wasser betrachtete er sein Spiegelbild und die beiden gemalten Blumen. „Du bist wirklich ein Künstler, Vincent“, staunte die große und sehr alte Schildkröte.</p>
<p>Theo war nicht allein mit seiner Meinung, wie sich schon kurz darauf herausstellte. Ein Fuchs, der des Weges daher kam und sich schon über eine Feldmaus-Zwischenmahlzeit freute, vergaß seinen Hunger und bewunderte lächelnd die Bilder. Es dauerte nicht lange und von der Ameise bis zum Wildschwein wussten alle Tiere im Wald, welch tolle Bilder Vincent malen konnte.</p>
<p>Zusammen zogen die Schildkröte und Feldmaus durch die Lande und zeigten allen, die sie sehen wollten, die leuchtenden Bilder auf dem Rückenpanzer. Zum Glück hatte der viele Felder, so dass ein Anschauen nie langweilig wurde und es immer wieder Überraschendes zu entdecken gab.</p>
<p>Und wenn der Panzer von Theo mit Bildern voll und kein Fitzelchen Platz mehr frei waren? Nun, dann tanzten die beiden Freunde im Regen. Schließlich ist nichts für die Ewigkeit – und hat Vincent immer genügend neue Bilder in seinem Herzen und seiner Fantasie.</p>
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		<title>Duck dich, Nelson. Eine kleine Geschichte mit Rebhühnern.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 14:50:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KINDER(VORLESE)Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gute-Nacht-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Rebhühner]]></category>
		<category><![CDATA[Talente]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hinter dem Bahndamm, direkt am Gleis, lebt eine fröhliche Rebhuhn-Familie, die aus einer fleißigen Mama, einem dicken Papa und drei kleinen und sehr frechen Rebhuhn-Küken besteht. Das sind zwei Mädchen und ein Junge und sie heißen Nala, Nuri und Nelson. Was auch bedeutet: Nelson hatte und hat es gar nicht&#46;&#46;&#46;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem Bahndamm, direkt am Gleis, lebt eine fröhliche Rebhuhn-Familie, die aus einer fleißigen Mama, einem dicken Papa und drei kleinen und sehr frechen Rebhuhn-Küken besteht. Das sind zwei Mädchen und ein Junge und sie heißen Nala, Nuri und Nelson. Was auch bedeutet: Nelson hatte und hat es gar nicht so leicht mit zwei Schwestern. Sie ärgern ihn zwar nicht allzu sehr, aber sie wollen immer bunte Bänder in seine kurzen Federn binden.</p>
<p>Nelson hasst es, mit bunten Bändern herzumzulaufen. Er liebt allerdings Züge – und da hat er Glück: Denn im Abstand von wenigen Minuten rasen die Züge über die Gleise, so dass die ganze Rebhuhn-Familie ständig gut durchgerüttelt und -geschüttelt wird. Aber nicht nur das. Weil sie ja direkt am Bahndamm wohnen und viel Zeit zwischen den Schienen verbringen, sind Mama, Papa, Nala, Nuri und Nelson den ganzen Tag und die halbe Nacht beschäftigt mit</p>
<p>Hinwerfen. Aufstehen. Umschauen. Hinwerfen. Aufstehen. Weghüpfen. Umschauen. Wegducken.</p>
<p>Das klingt jetzt ziemlich schlimm. Ist es aber nicht, denn die Rebhühner sind die Züge gewohnt und es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, sich hinzuwerfen, aufzustehen … Ihr wisst schon.</p>
<p>Die drei Rebhuhn-Geschwister sind alles andere als dumm. Im Gegenteil: Sie sind ziemlich clever, sonst wären sie ja auch schon um einen Kopf kürzer. Unglücklicherweise sehen das ihre Lehrer anders, weil Nala, Nuri und Nelson zwischen den Schienen wenig Zeit zum Mathematik büffeln oder zum Deutschaufsatz schreiben haben. Entsprechend schlecht sind die Noten. Nelson ist sogar schon zweimal sitzen geblieben – wegen schlechten Betragens. Die strenge Religionslehrerin hatte einfach kein Verständnis dafür, dass er sich nicht stillhalten konnte und beim Ausfragen immer wegduckte.</p>
<p>Heute aber ist ein besonderer Tag. Einmal im Jahr finden nämlich im ganzen Land die großen Völkerball-Meisterschaften statt – und die sind bei Rebhühnern ungefähr genauso wichtig wie bei den Menschen die Fußballweltmeisterschaften. Wenn nicht sogar noch viiiiiel wichtiger.</p>
<p>Ob ganz klein oder ziemlich groß, jedes Rebhuhn spielt in einem Völkerball-Verein und will Völkerball-Meister werden.</p>
<p>Nelson und seine beiden Schwestern spielen auch in einer Mannschaft, die RAILROAD PARTRIDGES heißen. Sie sind nur Reservespieler, weil die anderen Rebhühner glauben, dass sie viel besser wären. Nun, so unrecht scheinen sie nicht zu haben, denn die RAILROAD PARTRIDGES gewinnen alle Qualifikationsspiele und überstehen – mit etwas Glück – auch die Vorrunde bei den Völkerball-Meisterschaften. Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, es folgt ein Sieg auf den anderen.</p>
<p>Finale!!!!! Die RAILROAD PARTRIDGES gegen die DANGEROUS ROLL CHICKEN, die in den vergangenen zehn Jahren den Titel gewonnen haben und heute die absoluten Favoriten sind.</p>
<p>Nelson, Nuri und Nala haben es sich bereits auf der Ersatzbank bequem gemacht. Sie hatten Tröten und Fahnen dabei um ihre Mannschaft anzufeuern. Aber dann passiert es: Beim Warmspielen verletzen sich gleich fünf Spieler der RAILROAD PARTRIDGES, als einer von ihnen ausrutscht und seine Mitspieler wie die Kegel umwirft.</p>
<p>Verstauchte Flügel und gebrochene Rebhuhn-Beine, das tut richtig weh.</p>
<p>Der Trainer der RAILROAD PARTRIDGES schaut sich verzweifelt um. Er hat zu wenige Spieler und unter den Verletzten befinden sich die Top-Stars des Teams. Sein Blick fällt auf die drei Geschwister. Mit einem „Ich habe keine andere Wahl“ nickt er ihnen zu und macht ein Zeichen, dass sie sich bereit machen sollen. Nuri, Nala und Nelson sind erst ganz starr vor Schreck. Aber dann stürmen sie laut johlend auf das Spielfeld. Der Trainer verbirgt sein Gesicht hinter seinen Flügeln und wartet auf die Blamage, die seiner Meinung nach unweigerlich kommen muss.</p>
<p>ABER: Der Trainer und fast alle anderen in der Sporthalle haben sich getäuscht. Denn während ihnen die Bälle nur so um die Ohren fliegen, tun die drei jungen Rebhühner genau das, was sie sonst den ganzen Tag tun:</p>
<p>Hinwerfen. Aufstehen. Umschauen. Hinwerfen. Aufstehen. Weghüpfen. Umschauen. Wegducken.</p>
<p>Kein Ball trifft sie während des ganzen Spiels. Im Gegenteil werfen sie einen nach dem anderen der gegnerischen Spieler ab, die aufgrund ihrer eigenen vergeblichen Wurfversuche immer müder werden. Die Halle tobt und jubelt Nala, Nuri und Nelson begeistert zu. Der tosende Applaus wird sogar noch stärker, als mit dem Schlusspfiff feststeht, dass in diesem Jahr die Völkerball-Meister RAILROAD PARTRIDGES heißen.</p>
<p>Stolz nimmt anschließend der Trainer den Pokal entgegen – und reicht ihn gleich an seine beiden Spielerinnen und seinen Spieler vom Bahndamm weiter. Klar, dass die drei jetzt die Helden des ganzen Landes sind. Und es ist auch nicht weiter schlimm und nimmt ihnen auch keiner übel, dass sie sich bei der Siegerehrung immer wieder hinwerfen und wegducken.</p>
<p>Denn eines haben heute alle kapiert: Manchmal weiß man einfach nicht, für was etwas gut sein kann. Man sollte sich deshalb nicht davon abhalten lassen, es trotzdem zu tun.</p>
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