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	<title>Sekretärin &#8211; Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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	<title>Sekretärin &#8211; Der kleine Krebs Verlag</title>
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		<title>Und mein Chef lächelt.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 16:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs. Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs.</p>
<p>Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn ein Business-Diner zu vereinbaren. Mein Chef macht diesen Witz mindestens zweimal täglich. Denn er weiß bis heute nicht, wie man intern verbindet. Und er lächelt dabei.</p>
<p>Seitdem ich bei einer Fortbildung eine Menge über Managementaufgaben und aktive Organisationsunterstützung der Geschäftsführung erfahren habe, hat mein Chef seine Selbstständigkeit endgültig aufgegeben. Den beruflichen Erinnerungsspeicher hat er fast vollständig, dafür nachhaltig gelöscht.</p>
<p>Lächelnd fragt er mich nach dem wichtigen Ordner mit Geschäftsvorgang P, nach seinem verlegten Smart-Phone, nach der Powerpoint-Präsentation des Vormittags, dreißig Mal am Tag nach der Uhrzeit und nach den Namen der Leute, mit denen er gerade ein Meeting hatte.</p>
<p>Dass er mit unserem E-Mail-System aufgrund der von mir akribisch gepflegten Kontakt-Datenbank jede Adresse mit einem Klick in seine E-Mail einfügen kann – diesem Wissen verweigert er sich konsequent. „Ach, liebe Frau Schmidt, Internet und so, das ist nichts für mich.“</p>
<p>Wer Mutter ist, kennt das von seinem Kind: „Ich stelle mich etwas unbeholfen an, da hilft die Mama schon.“ Wenig später kommt das erste Adoptivkind, der eigene Mann. Schließlich folgt der Chef. Genau so habe ich jenem meine Misere erklärt, nachdem er besorgt gemeint hatte, ich sehe abgearbeitet aus. Er hat mir, Aufmerksamkeit heuchelnd, zugehört. Und er hat gelächelt.</p>
<p>Andererseits: Was passiert denn, wenn mein Chef ins tägliche Geschäft eingreift? Wenn er mir helfen, sprich mich strategisch unterstützen will? Kürzlich hat er nicht nur versucht, eigenständig auf unserem Drucker-Multifunktionsgerät eine Kopie zu machen – er hat auch ohne Rücksprache die Meldung „Papierstau“ zum Anlass genommen, die Maschine bis ins letzte Einzelteil zu zerlegen.</p>
<p>Die Schnellreinigung für das von der Druckertrommel verschmutze Sakko habe ich dann organisiert, ebenso wie den technischen Notdienst, der mich nur kopfschüttelnd mit den gemurmelten Worten „Typisch Frau“ fixierte. Mein Chef lächelte zustimmend.</p>
<p>Seit vergangener Worte weiß mein Chef auch, was Z:// bedeutet. Ganz begeistert stürmte er in mein Büro und berichtete von seiner Entdeckung: den zentralen Ablageordner auf unserem internen Server. Hier hatte ich alle Dateien für unseren Geschäftsbereich wohl überlegt und systematisch organisiert.</p>
<p>Sein „Ich habe das mal besser strukturiert, Frau Schmidt“ trieb mich in Bruchteilen einer Sekunde auf Z://, wo ich schnell feststellte: Viel Chaos, aber eine Rettung ist noch möglich. Das Excel-Sheet mit den Projekt- und Kostenplanungen der nächsten drei Monate war allerdings hinüber. „Frau Schmidt, ich habe doch nur ein paar Zellen gelöscht, die mir unwichtig erschienen. Nein, ich weiß nicht mehr, welche. Und was sind Zell-Verknüpfungen?“</p>
<p>Meine eindringliche Bitte, seine Hände von Z:// zu lassen, quittierte er mit einem gnädigen „Na, wenn Sie unbedingt wollen.“</p>
<p><strong>Und mein Chef lächelt.</strong> Dank mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>In der Arbeit ein anerkannter Profi, aber …</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/in-der-arbeit-ein-anerkannter-profi-aber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:56:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Profi]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretärin]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin nicht sonderlich erpicht auf irgendeinen Titel. Und auch wenn auf meiner Visitenkarte inzwischen eine englische, sehr lange Berufsbezeichnung steht, bin ich mit der &#8222;Assistentin&#8220; oder &#8222;Sekretärin&#8220; ganz zufrieden, denn mein Chef und ich wissen, was wir beide und die Firma an mir haben. Bei aller Bescheidenheit: Ich gelte&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht sonderlich erpicht auf irgendeinen Titel. Und auch wenn auf meiner Visitenkarte inzwischen eine englische, sehr lange Berufsbezeichnung steht, bin ich mit der &#8222;Assistentin&#8220; oder &#8222;Sekretärin&#8220; ganz zufrieden, denn mein Chef und ich wissen, was wir beide und die Firma an mir haben.</p>
<p>Bei aller Bescheidenheit: Ich gelte als ausgewiesenes Organisationstalent, das stress-resistent selbst unter Zeitdruck nicht nur Höchstleistungen erbringt, sondern auch die richtigen Lösungen für Herausforderungen aller Art findet.</p>
<p>Das macht mich stolz. Eigentlich.</p>
<p>Denn es gibt ein Paralleluniversum namens &#8222;Familie&#8220;, in dem ich in ähnlicher Funktion agiere, allerdings mit einem völlig anderen Ergebnis.</p>
<p>Sicher es gibt Parallelen von Beruf und Privatleben. Zum einen gibt es hier wie dort einen, der glaubt, er ist der Chef. Und es gibt eine, die ist der Chef. Die Aufgaben sind in beiden Bereichen ähnlich komplex und umfassend, selbst die Zahl der Beteiligten lässt sich unter der privaten Berücksichtigung von Verwandten, Bekannten und Nachbarn mit der Belegschaft eines Unternehmens vergleichen.</p>
<p>Das war es dann aber auch schon, denn die hohe Assistenz-Kompetenz im Job trifft erbarmungslos auf die Hilflosigkeit in den heimischen vier Wänden. Und das originell klingen wollende Werbe-Filmchen vom erfolgreichen, kleinen Familienunternehmen dröhnt in meinen Ohren wie der Hohn und Spott all jener, die noch niemals versucht haben, einen störrischen Großvater zu höflichem Benehmen zu bewegen.</p>
<p>Selbstverständlich: Die Organisation einer Tagung samt Freizeitprogramm gehört zu meinen leichtesten Aufgaben. Dagegen ein Treffen der Verwandtschaft unfallfrei über die Bühne zu bekommen, ist allein schon wegen besagtem Großvater ein Ding der Unmöglichkeit. Lauthals und ohne Unterlass schimpft er über die quietschende Stimme von Tante Gertrud und die hypochondrische Veranlagung ihres Ehemanns Wenzel, &#8222;den Saukerl&#8220; – weil sie dabei direkt neben ihm sitzen und entsprechend reagieren, ist eine solche Veranstaltung generell eine Katastrophe.</p>
<p>Als Moderatorin bei Konflikten versage ich hier, obwohl ich doch kurz zuvor in der Arbeit souverän den Zwist zweier Abteilungsleiter geschlichtet habe. Und das Scheitern geht weiter: Im Büro ein Kommunikationsprofi, daheim bei den vernetzten Kindern außen vor. Hier ein Planungsexperte, dort schon vom Stundenplan der Tochter überfordert. Hier eine ideenreiche Problemlöserin, die selbst einen Termin bei der Bundeskanzlerin arrangieren könnte, dort die unterwürfige Mutter, die für einen Ganztags-Platz ihres Jüngsten vor der selbstgefälligen Kindergartenleiterin zu Kreuze kriechen würde.</p>
<p>Und während mein Chef in der Arbeit blind darauf vertraut, dass ich zum Geburtstag seiner Frau das passende Geschenk aussuche, wird mein Mann bei meinem Ehrentag selbst tätig – mit einer Trefferquote von unter fünf Prozent. Es gibt noch viele, viele Beispiele, die mich müde machen …</p>
<p>… sagte ich es schon? Ich gehe sehr gerne in die Arbeit. Jeden Tag aufs Neue.</p>
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		<title>Meine Sekretärin und ich</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/meine-sekretaerin-und-ich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiterin]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretärin]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine wichtigste Mitarbeiterin hat mich heute allein gelassen. Sie nimmt an einem Workshop teil; eine angeblich wichtige Informationsveranstaltung inklusive Austausch unter Kolleginnen, nennt sie es. Ich aber sage dazu: Gipfeltreffen mit dem einzigen Ziel, die eigene Macht in Deutschlands Unternehmen zu festigen. Aber der Reihe nach: Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine wichtigste Mitarbeiterin hat mich heute allein gelassen. Sie nimmt an einem Workshop teil; eine angeblich wichtige Informationsveranstaltung inklusive Austausch unter Kolleginnen, nennt sie es. Ich aber sage dazu: Gipfeltreffen mit dem einzigen Ziel, die eigene Macht in Deutschlands Unternehmen zu festigen.</p>
<p>Aber der Reihe nach: Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durchaus beträchtlich an der Zahl, nennen mich Chef. Ich habe sie nicht dazu gezwungen, sie kamen von selbst darauf – und ich interpretiere dies als Ergebnis der ehrlich-erdigen Unternehmenskultur, für die ich mich einsetze.</p>
<p>Auch meine Sekretärin, ihres Zeichens und neuhochdeutsch Assistentin der Geschäftsführung, nennt mich Chef. Sie tut dies aber in einem Ton, der es unterschwellig, aber umso wirkungsvoller vermeidet, bei mir ein Gefühl der Sicherheit zu hinterlassen. Im Gegenteil: Sind wir beide alleine, klingt das „Chef“ dem „Kleiner“ einer fürsorglichen Mutter täuschend ähnlich, die den Schmerz ihres Sohnes nicht wirklich ernst nimmt.</p>
<p>In Anwesenheit anderer Mitarbeiter klingt das „Chef“ jedoch anders. Macht signalisierend. Dominanter. Respekt fordernd und bedingungslose Ergebenheit fordernd. Nein, nicht für mich, den Chef – sondern für die Chefin des Chefs. Meine Sekretärin.</p>
<p>Bei analytischer und uneitler Betrachtungsweise muss ich zugeben: Meine Sekretärin ist ein Profi und sie hat es verdient, von den Mitarbeitern heimlich als „die Chefin“ bezeichnet zu werden. Unmerklich schnitt sie mich von der Außenwelt ab: Kein Mensch dringt heute ohne ihre Erlaubnis in mein Büro, mein Terminkalender wird chronologisch gefüllt nach ihren persönlichen Vorlieben.</p>
<p>Meine Sekretärin nimmt mir jede Arbeit und Belastung ab. Kein Hochzeitstag, den ich vergesse, und bei der Unterschrift unter Dokumenten vertraue ich ihrer Empfehlung statt mühsamer Eigen-Lektüre. Dank stets gefülltem Kuchen- und Schokoladenteller haben mich 30 Kilogramm Übergewicht etwas träge gemacht, den wenig schmeichelnden Blick in den Spiegel relativiert meine Sekretärin allerdings erfolgreich mit dem täglichen Kompliment.</p>
<p>Ich weiß: Ich bin ein moderner Kaiser von China – ausgestattet mit den Insignien der Macht. Aber auch nicht mehr.</p>
<p>…..</p>
<p>Egal.</p>
<p>…..</p>
<p>Wann kommt endlich meine wichtigste Mitarbeiterin wieder vom Work-Shop? Ich vermisse sie so sehr.</p>
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		<title>Und mein Chef lächelt.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2017 10:41:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BUSINESSgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chef]]></category>
		<category><![CDATA[Sekretärin]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs. Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Eine Telefonanlage ist, liebe Frau Schmidt, für mich wie die Gedanken einer Frau. Ich werde sie niemals verstehen.“ Das ist einer der Lieblingswitze meines Chefs.</p>
<p>Er macht ihn immer dann, nachdem er mich lauthals in sein Büro gesprengt hat, damit ich das Telefonat eines Geschäftspartners übernehme – um für ihn ein Business-Diner zu vereinbaren. Mein Chef macht diesen Witz mindestens zweimal täglich. Denn er weiß bis heute nicht, wie man intern verbindet. Und er lächelt dabei.</p>
<p>Seitdem ich bei einer Fortbildung eine Menge über Managementaufgaben und aktive Organisationsunterstützung der Geschäftsführung erfahren habe, hat mein Chef seine Selbstständigkeit endgültig aufgegeben. Den beruflichen Erinnerungsspeicher hat er fast vollständig, dafür nachhaltig gelöscht.</p>
<p>Lächelnd fragt er mich nach dem wichtigen Ordner mit Geschäftsvorgang P, nach seinem verlegten Smart-Phone, nach der Powerpoint-Präsentation des Vormittags, dreißig Mal am Tag nach der Uhrzeit und nach den Namen der Leute, mit denen er gerade ein Meeting hatte.</p>
<p>Dass er mit unserem E-Mail-System aufgrund der von mir akribisch gepflegten Kontakt-Datenbank jede Adresse mit einem Klick in seine E-Mail einfügen kann – diesem Wissen verweigert er sich konsequent. „Ach, liebe Frau Schmidt, Internet und so, das ist nichts für mich.“</p>
<p>Wer Mutter ist, kennt das von seinem Kind: „Ich stelle mich etwas unbeholfen an, da hilft die Mama schon.“ Wenig später kommt das erste Adoptivkind, der eigene Mann. Schließlich folgt der Chef. Genau so habe ich jenem meine Misere erklärt, nachdem er besorgt gemeint hatte, ich sehe abgearbeitet aus. Er hat mir, Aufmerksamkeit heuchelnd, zugehört. Und er hat gelächelt.</p>
<p>Andererseits: Was passiert denn, wenn mein Chef ins tägliche Geschäft eingreift? Wenn er mir helfen, sprich mich strategisch unterstützen will? Kürzlich hat er nicht nur versucht, eigenständig auf unserem Drucker-Multifunktionsgerät eine Kopie zu machen – er hat auch ohne Rücksprache die Meldung „Papierstau“ zum Anlass genommen, die Maschine bis ins letzte Einzelteil zu zerlegen.</p>
<p>Die Schnellreinigung für das von der Druckertrommel verschmutze Sakko habe ich dann organisiert, ebenso wie den technischen Notdienst, der mich nur kopfschüttelnd mit den gemurmelten Worten „Typisch Frau“ fixierte. Mein Chef lächelte zustimmend.</p>
<p>Seit vergangener Worte weiß mein Chef auch, was Z:// bedeutet. Ganz begeistert stürmte er in mein Büro und berichtete von seiner Entdeckung: den zentralen Ablageordner auf unserem internen Server. Hier hatte ich alle Dateien für unseren Geschäftsbereich wohl überlegt und systematisch organisiert.</p>
<p>Sein „Ich habe das mal besser strukturiert, Frau Schmidt“ trieb mich in Bruchteilen einer Sekunde auf Z://, wo ich schnell feststellte: Viel Chaos, aber eine Rettung ist noch möglich. Das Excel-Sheet mit den Projekt- und Kostenplanungen der nächsten drei Monate war allerdings hinüber. „Frau Schmidt, ich habe doch nur ein paar Zellen gelöscht, die mir unwichtig erschienen. Nein, ich weiß nicht mehr, welche. Und was sind Zell-Verknüpfungen?“</p>
<p>Meine eindringliche Bitte, seine Hände von Z:// zu lassen, quittierte er mit einem gnädigen „Na, wenn Sie unbedingt wollen.“</p>
<p><strong>Und mein Chef lächelt.</strong> Dank mir.</p>
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