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	<title>Fitness Archive - Der kleine Krebs Verlag</title>
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	<description>Geschichten. Einzeln, in Büchern und als Werbemittel.</description>
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		<title>Am Bungee-Seil hinab in die Wellness-Oase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2018 16:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[REISEgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann muss er was erzählen. Ich persönlich bezeichne diese althergebrachte Aufforderung mir unbekannten Ursprungs als „Nötigung vierten Grades“, die geruhsamen Menschen meiner Sorte die Tage versaut. Und zwar jetzt in der Urlaubszeit, wenn alle Menschen, die etwas auf sich halten, natürlich „weil-es-im-Sommer-doch-hier-so-schön-ist“ nicht in den&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/am-bungee-seil-hinab-in-die-wellness-oase/">Am Bungee-Seil hinab in die Wellness-Oase</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn einer eine Reise tut, dann muss er was erzählen. Ich persönlich bezeichne diese althergebrachte Aufforderung mir unbekannten Ursprungs als „Nötigung vierten Grades“, die geruhsamen Menschen meiner Sorte die Tage versaut.</p>
<p>Und zwar jetzt in der Urlaubszeit, wenn alle Menschen, die etwas auf sich halten, natürlich „weil-es-im-Sommer-doch-hier-so-schön-ist“ nicht in den Urlaub gefahren sind, im Laufe der Grillabende aber, zu denen sie sich selbst eingeladen haben, von ihren Reisen im Frühjahr und ihren Plänen im Herbst inklusive aller „da-muss-man-hin“-Geheimtipps erzählen.</p>
<p>Früher war nicht nur alles viel besser, sondern auch einfacher. Mit zwei Wochen Muscheln sammeln in Cattolica war man der Held in der Schule, das spätere Bergwandern mit der ersten Freundin brachte den Ruf eines Abenteurers ein. Und wer einen Onkel in Amerika hatte und den sogar besuchte, der brauchte nicht einmal Adidas-Turnschuhe, um in der Clique den Ton anzugeben.</p>
<p>Heutzutage von solchen Urlaubserlebnissen zu erzählen, ist gesellschaftlicher Selbstmord. Den Atem des Wombat spüren auf den Songlines der Aborigines, in Alaska neben riesigen Grizzly-Bären Lachse fangen, Löwen im Krüger-Nationalpark füttern, in Luxus-Ressorts an mythischen Orten die Geheimnisse des … ach, ich weiß nicht, von wem – ich habe jedenfalls mit dem Kreditberater gesprochen: Es ist machbar und absolut in Ordnung, dass meine Söhne, die faulen Kerle, noch die Schulden abbezahlen müssen.</p>
<p>Am Abend jedoch, bevor ich die „Luxus-und-natürlich–will-ich-das-Land-und-die-Leute-kennen-lernen-Traumreise“ buchen wollte, erzählte mir beim Grillen ein Bekannter, dass mein Vorhaben in dieser Saison schon wieder völlig „out“ sei.</p>
<p>Er werde mit Freunden auf Inline-Skatern Richtung Alpen rollen und nebenbei in Berchtesgaden bei einem Triathlon den ersten Platz belegen. Siegesbekränzt erreiche er die Grenze und schwinge sich auf ein Mountainbike mit sage und schreibe 128 Gängen. Die seien auch nötig, immerhin radle er ganz locker über Stilfser-Joch und Brenner-Pass, um wenig später auf einem Gletscher eine kurze Kostprobe auf Trickskiern zu geben.</p>
<p>Damit keine Langeweile aufkomme, stürze er sich nach einer Canyoning-Tour abwärts und einer Rafting-Tour aufwärts am Bungee-Seil von der Europabrücke — und klettere ohne Seil und Haken an der Steilwand wieder hinauf. Und zum Abschluss noch kurz zum Gardasee, wo man erst ab Windstärke 12 vernünftig surfen könne.</p>
<p>Während der mir zunehmend unsympathische Bekannte dann von seinen Plänen in der Antarktis erzählte … schaute ich träumend auf mein Fahrrad mit drei Gängen, das am Gartenzaun lehnte. Nachdenklich trank ich einen Schluck aus der Bierflasche: Ob ich damit wohl bis zu den Songlines käme?</p>
<p>Eigentlich würde es aber auch genügen, meinen Garten zu erreichen.</p>
<p>Das Bier aber nehme ich mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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		<title>Der T-Rex im Wald</title>
		<link>https://der-kleine-krebs.de/der-t-rex-im-wald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DerKleineKrebsVerlag]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 14:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[MÄNNERGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FITNESSGeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Laufen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“. Es regnete gestern. Der Himmel&#46;&#46;&#46;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://der-kleine-krebs.de/der-t-rex-im-wald/">Der T-Rex im Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://der-kleine-krebs.de">Der kleine Krebs Verlag</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“.</p>
<p>Es regnete gestern. Der Himmel weinte über den dicken Mann, der röchelnd, hustend und pfeifend einen Fuß vor den anderen setzte. Die riesige Pfütze vor mir schlug leichte Wellen, was die Phantasie meines blutleeren Kopfes und die Erinnerungen an den Film „Jurassic Park“ unheilvoll verband: Ich bekam panische Angst vor einem T-Rex hinter der nächsten Ecke.</p>
<p>Nein, diesmal war es nicht der Weiße Hai – vor dem flüchte ich nur im Meer, wenn ich 100 Meter vorm Ufer plötzlich merke, dass kein anderer Mensch in meiner Nähe ist.</p>
<p>Dreimal einatmen, viermal ausatmen. Ich erinnerte mich an den sportlichen Rhythmus meiner Jugend, als Joggen noch Laufen hieß und ohne Aufwärmen, Stretching und Cool-Down auskommen musste. Gestern schaffte ich gerade zweimal den Rhythmus und wechselte sofort in „einmal einatmen, einmal ausatmen“ über. Dafür legte ich bereits nach fünf Minuten die dritte Verschnaufpause ein und stolperte bei Kilometer 2 über eine vermaledeite Wurzel.</p>
<p>Jenseits der 40 fällt man schwer. Sehr schwer. Ich fühlte mich erbärmlich, bar jeglicher Würde. Das änderte sich auch nicht, als ein übergewichtiger Jung-Jogger in hautenger und neonfarbener Funktionskleidung an mir vorbei wabbelte. Rosa und Gelb sind wenig kleidsam für dicke Jünglinge – im Schlabberlook am Boden liegend sollte man Lästereien jedoch tunlichst unterlassen. Ich also den letzten Stolz zusammen gerauft, aufgerappelt und dem rosa-gelben Jogger-Kanari hinterher.</p>
<p>Nicht lange, denn schon brachte sich vehement die Wade in Erinnerung, nahm der Jogger vor mir an Fahrt auf (zumindest redete ich mir das ein) – und überholte mich grinsend ein sportlicher, sonnenbraun gegerbter Senior. Offensichtlich ein „Ü70-Best-Silver-Ager“, woraufhin ich umgehend beschloss, später einmal ein unsportlicher Greis zu werden, der auf einer Bank sitzend den Mädchen hinter her schaut.</p>
<p>Ich bin verletzt. Es ist ein Muskelfaserriss in der Wade, so die vorhin konsultierte Hausärztin. Ich fragte sie nicht, wie lange ich jetzt nicht mehr joggen darf. Denn ich bin mir sicher: mehrere Monate. Mindestens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>c/o Bernhard Krebs</p>
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